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Ist Mohn gesund? Nicht in der Schwangerschaft


Ist Mohn gesund? Nicht in der Schwangerschaft

om (CF), ji

Aktualisiert am 11.09.2015Lesedauer: 2 Min.
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Frauen sollten während der Schwangerschaft nur wenig Mohn zu sich nehmen.
Frauen sollten während der Schwangerschaft nur wenig Mohn zu sich nehmen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Ob Mohn gesund ist oder nicht, darüber herrschen unterschiedliche Ansichten. Gerade während einer Schwangerschaft wird vor übermäßigem Mohn-Verzehr gewarnt. Was ist dran an dem kontroversen Thema? Lesen Sie hier mehr dazu.

Ist Mohn gesund oder nicht?

Mohn ist zwar keine Vitaminbombe, dafür punktet er mit anderen wertvollen Inhaltsstoffen. Eisen unterstützt den Sauerstofftransport im Blut, Kalzium wird für die Knochenbildung und Blutgerinnung benötigt. Auch die weiteren im Mohn enthaltenen Nährstoffe wie Magnesium, Kalzium und Phosphor sind gut für Herz, Hirn und Muskeln, so das Ernährungsmagazin "EatSmarter!". Die Aminosäuren Leucin und Lysin wirken positiv in Kombination mit Getreiden und Kartoffeln: Sie erhöhen die Wertigkeit des vorhandenen Eiweißes.

Allerdings enthalten die schwarzen Körnchen auch Morphin. Eine hohe Menge an Morphin kann zu Atem- und Kreislaufproblemen sowie zu Benommenheit, Bewusstseinsbeeinträchtigungen und Übelkeit führen. Vor allem für empfindliche Menschen wie Schwangere, aber auch für kleine Kinder kann dies zur Gefahr werden.

Hoher Morphingehalt in Mohn: Ist das gefährlich?

Im Jahr 2005 warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor gesundheitlichen Schäden durch Backmohn. Das Risiko bestünde darin, dass Speisemohn Spuren von Morphin enthalten kann. Die Substanz wird für gewöhnlich in der Medizin zur Schmerzbehandlung eingesetzt und gilt als Betäubungsmittel. Der Morphingehalt in Speisemohn kann stark schwanken. Dies ist auf gewisse Erntetechniken zurückzuführen, bei denen Mohnkapseln gequetscht und die Samen durch Kapselbruchstücke oder Mohnsaft verunreinigt werden.

Das BfR empfahl in Folge einen Richtwert für Morphin im Mohn, berichtet "Der Tagesspiegel". Der Aufruf zeigte Wirkung: Nur wenig später ergaben Tests von Mohngebäck, Speisemohn und Backmohn im Auftrag der "Stiftung Warentest", dass in den überprüften Produkten nahezu keine Belastung durch Morphin in gesundheitsschädlichen Mengen festzustellen war.

"Hintergrund der Analyse des Speisemohns ist ein Vergiftungsfall bei einem sechs Wochen alten Säugling", erklärt Thomas Schlicht, Sprecher des BfR. Laut alten Hausrezepten, die aber auch in neueren Kochbüchern noch vorkommen, soll abgeseihte Milch vom Backmohn ein natürliches Mittel gegen nächtliches Schreien beim Baby sein. Eine Mutter hatte ihrem Säugling das Rezept zum Durchschlafen zubereitet. Wenige Stunden später drohte dem Baby Atemstillstand und es musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Mohn in der Schwangerschaft: Auf Qualität und Menge achten

Grundsätzlich müssen werdende Mütter nicht gänzlich auf Mohn in der Schwangerschaft verzichten: Gegen ein Stück Mohnkuchen oder andere Speisen mit Mohnsamen ist nichts einzuwenden. Vermeiden Sie jedoch den übermäßigen Verzehr von Mohn in der Schwangerschaft. So schließen Sie etwaige Risiken durch Morphin für Mutter und Kind von vornherein aus.

Vor allem Importware kann verunreinigt sein. Mütter sollten möglichst auf Produkte zurückgreifen, von denen sie wissen, wie und wo diese produziert wurden.

"Stiftung Warentest" fand heraus, dass offenbar jeder Verarbeitungsschritt die Morphinbelastung im Mohn verringern kann. Ganz egal also ob Backen, Dämpfen, Mahlen oder Trocknen – jeder Handgriff in der Küche sorgt dafür, dass der Mohn gesund und frei von schädlichen Substanzen ist. Außerdem empfehlen die Verbraucherschützer unter Berufung auf eine Studie, Mohn vor dem Verzehr und der Verarbeitung in heißem Wasser zu waschen.

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  • Silke Ahrens
Von Silke Ahrens
Bundesinstitut für RisikobewertungStiftung Warentest

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