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Sojasoße: Wissenswertes rund um das asiatische Würzmittel

Asiatische Küche  

Sojasoße: Wissenswertes rund um das asiatische Würzmittel

27.05.2019, 07:17 Uhr | om (CF), t-online.de

Sojasoße: Wissenswertes rund um das asiatische Würzmittel. Sojasauce in Schale: Traditionell besteht Sojasoße aus Sojabohnen, Weizen, Salz und Wasser. (Quelle: Getty Images/Paul_Brighton)

Sojasauce in Schale: Traditionell besteht Sojasoße aus Sojabohnen, Weizen, Salz und Wasser. (Quelle: Paul_Brighton/Getty Images)

Sie kennen und schätzen Sojasoße vor allem als japanisches Würzmittel? Auch andere asiatische Länder verwenden Varianten der Soße – mal sind sie hell, mal dunkel, mal eher süß oder auch herb. Lesen Sie hier, wie Sie mit den unterschiedlichen Sorten Gerichte verfeinern und wie gesund die würzige Soße ist.

Sojasoße: Gesund durch ihre Inhaltsstoffe

Sojasoße enthält mehrere wertvolle Inhaltsstoffe. So ist sie, wie alle Sojaprodukte reich an Eiweiß: Auf 100 Milliliter kommen rund elf Gramm. In derselben Menge sind rund sechs Gramm Kohlenhydrate enthalten. Die Verwendung der japanischen Würzsoße empfiehlt sich im Rahmen einer gesunden Ernährung: Sie enthält kein Fett, 100 Milliliter weisen rund 60 Kalorien auf sowie etwa sechs Gramm Kohlenhydrate.

Dunkle Sojasoße enthält Antioxidantien, die dem Zellschutz dienen. Da das Würzmittel meist jedoch in vergleichsweise kleinen Mengen Verwendung findet, kann es nicht als bedeutender Lieferant von Antioxidantien gelten.

Tipps zur gesunden Verwendung der Soße

Dass Sojasoße gesund ist, beweisen ihre Nährwertangaben. Aber: Sie enthält mit durchschnittlich 13 Prozent auch recht viel Salz. Bei dunklen Varianten der Soße liegt der Salzanteil meist noch etwas höher als bei hellen Sorten. Da zu viel Salz der Gesundheit schaden kann, sollten Sie die asiatische Soße in Maßen genießen. Sie eignet sich jedoch als Ersatzprodukt für pures Würzsalz. So nehmen Sie weniger Salz auf und können zusätzlich von den gesunden Inhaltsstoffen der Soße profitieren.

Sojasoßen haben einen pikant-würzigen, vollmundigen Geschmack, der im Japanischen als "umami" bezeichnet wird – offiziell der fünfte Geschmack neben süß, salzig, bitter und sauer.

Inhaltsstoffe der Sojasoße

Traditionell bestehen Sojasoßen aus Soja, Weizen Wasser und Salz. Die Zutaten werden zu einer Art Maische verarbeitet und über mehrere Monate fermentiert. Während des Reifungsprozesses entsteht der typische Geschmack und die dunkle Farbe der Soße. Viele japanische Soßen kommen mit diesen Grundzutaten aus. Soßen nach chinesischer Rezeptur enthalten meist weitere Zutaten wie Zucker oder natürliche Farbstoffe, wie die "Stiftung Warentest" berichtet. Sojasoßen enthalten natürlich gebildetes Glutamat, das hauptsächlich für den Umami-Geschmack verantwortlich ist.

Wollen Sie sicher gehen, dass die Sojasoße aus traditioneller Herstellung stammt, greifen Sie auf Bio-Produkte zurück. Diese garantieren, dass die Maische in Holzfässern natürlich fermentiert wird. Bei der industriellen Massenproduktion entfällt dieser Prozess meist, da die Reifung der Maische mit chemischen Stoffen beschleunigt wird. Zudem enthalten die Soßen häufig künstliche Geschmacksverstärker, Konservierungs- und Farbstoffe.

Helle und dunkle Sojasoße: Würzmittel aus Asien

Sojasoße ist nicht nur als japanisches Würzmittel bekannt. Es gibt sie auch in anderen asiatischen Küchen in verschiedenen Varianten. Die dunkle chinesische Soße unterscheidet sich von der Japanischen durch eine stärkere Würzkraft – Grund ist der höhere Salzgehalt. Die helle chinesische Sojasoße weist eine andere Geschmacksrichtung auf: Sie ist vergleichsweise mild, leicht süßlich und schmeckt weniger dominant.

So verwenden Sie dunkle und helle Sojasoße

Helle Sojasoße können Sie, wenn Sie möchten, grundsätzlich wie die dunkle Variante verwenden. Da sie jedoch weniger kräftig und würzig schmeckt, wird sie traditionell eher zum Kochen direkt verwendet. Zum Nachwürzen ist sie aufgrund ihres sehr milden Aromas nur bedingt geeignet. Ihr sanfter, süßlicher Geschmack passt gut zu Fisch oder Geflügelfleisch. Kräftige Fleischsorten wie Schwein oder Rind profitieren eher vom Aroma der dunklen Sojasoße.

Würzen Sie feine Gerichte mit der hellen Sojasoße. Die dunkle Variante rundet scharfe und würzige Gerichte sowie Sushi hervorragend ab.

Ketjap Manis: Sojasoße aus Südostasien

Die gängige Variante der Sojasoße in Malaysia und Indonesien heißt "Ketjap Manis". Ihr Geschmack ist salzig, gleichzeitig jedoch mild und aufgrund des darin verwendeten Palmzuckers sehr süß. Durch ihre dickflüssige Konsistenz, erinnert die Soße ein wenig an Sirup.

Der Begriff "Ketjap" steht im Indonesischen für fermentierte Soßen. Das englische Wort "Ketchup" geht auf diesen Begriff zurück.

Die dickflüssige Ketjap-Soße eignet sich sehr gut als Basis-Würze für verschiedene Gerichte – sowohl Gemüse- und Reisgerichte als auch Speisen mit Fisch und Fleisch erhalten durch die Soße eine aromatische, leicht süßliche Note. Die süße Sojasoße macht sich hervorragend als Dip. Zum Marinieren und späteren Braten empfiehlt sich die Soße nicht, da sie zu leicht anbrennt. Stattdessen sollten Sie die Ketjap Manis erst kurz vor dem Servieren zur Speise hinzufügen. Auch zum Nachwürzen können Sie die Soße einsetzen.

Sojasoße kaufen und lagern

Herkömmliche Sojasoße erhalten Sie in jedem gut sortierten Supermarkt. Für spezielle Sorten sollten Sie sich in einem Asialaden umsehen. Die Preise liegen je nach Soße und Flaschengröße zwischen 1,30 Euro und 4,50 Euro. Lagern Sie geöffnete Flaschen im Kühlschrank und verbrauchen Sie die Soße innerhalb von zwei bis drei Monaten. Ungeöffnet halten sich die Flaschen bis zu drei Jahren.

Ersatz für Sojasoße

Wer an einer Glutenunverträglichkeit leidet, kann auf Tamari zurückgreifen. Diese glutenfreie Sojasoße wird ohne Weizen hergestellt.



Bei allergischen reaktionen auf Sojaprodukte können Sie alternativ Soßen wie Worcestersoße, Fischsoße oder Kräuterwürze verwenden. Alle Soßen haben jedoch einen ausgeprägten Eigengeschmack und ähneln Sojasoße nur.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Stiftung Warentest
  • EatSmarter
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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