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Foodwatch: In diesen Produkten steckt bedenkliches Mineralöl

Untersuchung von Foodwatch  

In diesen Produkten steckt bedenkliches Mineralöl

09.12.2021, 15:20 Uhr | cch, t-online

Foodwatch: In diesen Produkten steckt bedenkliches Mineralöl. Foodwatch-Untersuchung: Die Verbraucherorganisation hat verschiedene Produkte im Labor auf Rückstände von Mineralöl analysieren lassen. (Quelle: Foddwatch)

Foodwatch-Untersuchung: Die Verbraucherorganisation hat verschiedene Produkte im Labor auf Rückstände von Mineralöl analysieren lassen. (Quelle: Foddwatch)

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat 152 Lebensmittel aus Europa auf Mineralölbestandteile untersucht. Sie wurde fündig – auch in Produkten vom deutschen Markt.

Von Brühwürfel bis Schokocreme: Viele Lebensmittel sind mit Mineralölrückständen belastet, wie eine Untersuchung von Foodwatch zeigt. Die Verbraucherorganisation hat insgesamt 152 Lebensmittel aus Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich und den Niederlanden untersuchen lassen. In 19 Produkten (12,5 Prozent) fand sie sogenannte aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), die als besonders kritisch angesehen werden.

MOAH stehen unter Verdacht, krebserregend und erbgutverändernd zu sein. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bewertet jeglichen Gehalt an aromatischen Kohlenwasserstoffen in Lebensmitteln als ein Risiko für die Gesundheit.

MOAH in Nutella und Knorr-Brühwürfeln

Foodwatch entdeckte in Deutschland erhöhte Werte an MOAH in "Nutella" von Ferrero, "Nusspli Nuss-Nougat-Creme" von Zentis sowie in Brühwürfeln "Fette Brühe" und "Bratensaft Basis" von Knorr. In einer Charge Nutella etwa steckten 2,3 Milligramm MOAH pro Kilogramm, in "Nusspli" 1,2.

Den höchsten Wert fanden die Labore in der Bratensaft-Basis von Knorr: In einer Charge dieses Produkts wiesen sie 82 Milligramm MOAH pro Kilogramm nach. Für die Untersuchung wertete Foodwatch alle Produkte mit mindestens 0,5 Milligramm pro Kilogramm als belastet.

In Österreich enthielten zum Beispiel "Bio Hühner Bouillon" von Alnatura und "Lindt Lindor Milch" MOAH. Die Mineralöle gelangen meist über Maschinen bei Ernte und Verarbeitung oder durch die Verpackung in die Lebensmittel.

Foodwatch fordert Rückruf wegen MOAH

Alle Produkte mit MOAH müssten sofort öffentlich zurückgerufen werden, findet Foodwatch. Die Verbraucherorganisation forderte die Regierungen auf, einen EU-weiten Grenzwert für Mineralölbelastungen durchzusetzen.

"Mineralölverunreinigungen in Lebensmitteln sind ein inakzeptables, vermeidbares und lösbares Gesundheitsproblem. Lebensmittelfirmen müssen über einen strengen gesetzlichen Grenzwert endlich dazu gebracht werden, Mineralölbelastungen aus ihren Produkten herauszuhalten", sagt Saskia Reinbeck von Foodwatch.

Verwendete Quellen:
  • Pressemitteilung Foodwatch

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