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Kinderwagen Test: "Öko-Test" findet erhebliche Mängel


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Kinderwagen-Test: "Öko-Test" findet erhebliche Mängel

Von t-online, oekotest
30.04.2013Lesedauer: 3 Min.
Kinderwagen-Test: Oft sind in diesem Fall hochpreisigere Modelle die bessere Wahl.
Kinderwagen-Test: Oft sind in diesem Fall hochpreisigere Modelle die bessere Wahl. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Bereits im letzten Kinderwagen-Test von "Öko-Test" von 2011 fiel das Ergebnis alarmierend aus - und auch eine neue Untersuchung von Kinderwagen durch das Verbrauchermagazin zeigt, dass die meisten Modelle unnötige Schadstoffe enthalten. Zudem erwiesen sich manche im Gebrauchstest als zu klapprig oder wenig kindgerecht.

Kinderwagen-Test: Chemiekästen auf Räder

Manche Kinderwagen sind kleine Chemiekästen auf Rädern. So entdeckte das von "Öko-Test" beauftragte Labor beispielsweise in einem Wagen den krebsverdächtigen Farbstoffbaustein Anilin sowie einen Weichmacher, der Schilddrüse und Hirnanhangsdrüse schädigen kann. Ein anderes Modell enthält polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), von denen einige krebserzeugend sind. Außerdem hat das Labor erhöhte Mengen phosphororganischer Verbindungen gefunden, die als nervengiftig gelten und möglicherweise krebserregend sind. Nur zwei Hersteller haben die Schadstoffe nahezu vollständig aus ihren Wagen verbannt. Diese gehören allerdings zu den teuersten im Test.

"Öko-Test" rät zu hochpreisigen Kinderwagen

Für Eltern lohnt es sich nicht nur wegen der geringen Schadstoffbelastung die hochpreisigen Modelle (etwa 840 bis 1140 Euro) zu kaufen, empfiehlt "Öko-Test". Diese zeigen sich auch im Praxistest von einer guten Seite, während die günstigeren Modelle oft etwas klapprig oder sperrig sind. Als wenig stabil erwies sich etwa das Billigmodell im Test (179 Euro). Hier brach nicht nur die Schieberbefestigung, der Wagen kann sich auch unbeabsichtigt zusammenfalten.

Welcher Kinderwagen ist geeignet?

"Öko-Test" rät Eltern, vor dem Kauf eines Kinderwagens zu überlegen, wo dieser am häufigsten genutzt wird: Für die Großstadt eignen sich wendige Modelle mit schwenkbaren Vorderrädern, während auf dem Lande gut gefederte Modelle mit größeren Reifen angesagt sind. Auch sollte man unbedingt ausprobieren, ob der Wagen in den Kofferraum des Autos passt.

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Tipps für den Kinderwagenkauf

Diese Tipps sollten Eltern beziehungsweise werdende Eltern außerdem beachten, wenn sie planen sich einen Kinderwagen anzuschaffen:

  • Nehmen Sie sich Zeit: Probieren Sie aus, mit welchem Wagen Sie gut zurecht kommen, und ob der Favorit ins eigene Auto passt. Die meisten Geschäfte erlauben das "Probeladen".
  • Gewichtscheck: Ein Kinderwagen muss oft getragen oder transportiert werden, ist das bei Ihnen so, sollten Sie ein leichtes Modell wählen.
  • Größe: In einen guten Kinderwagen sollten Kinder bis etwa drei Jahre passen: rund sechs Monate liegend in der Tragetasche oder –wanne und später im Sitz. Dieser sollte sich zum Schlafen waagerecht stellen lassen. Die Wagen müssen für Kinder bis mindestens 15 Kilogramm geeignet sein. Manche Anbieter loben sogar bis zu 20 Kilogramm aus.
  • Lehne: Die Lehne sollte höher als 50 Zentimeter sein. Größere Kinder können sonst ihren Hinterkopf nicht abstützen.
  • Räder: Auf holprigen Wegen wie im Wald oder auf Kopfsteinpflaster eignen sich Wagen mit vier großen Rädern am besten. Kleine, schwenkbare Vorderräder sind in der Stadt sinnvoll.
  • Drei Räder: Schieben Sie dreirädrige Modelle nur in Schrittgeschwindigkeit. Fürs Joggen oder Inlineskaten sind sie nicht geeignet. Außerdem kann das einzelne Vorderrad an Bordsteinkanten wegknicken und den Wagen zum Kippen bringen.
  • Gebrauchte genau prüfen: Wenn Sie einen Kinderwagen im Internet oder auf dem Flohmarkt kaufen, kennen Sie die Vorgeschichte nicht. Hören Sie sich besser bei Bekannten um. Prüfen Sie: Gibt es Brüche? Funktionieren Gurt, Verriegelungen, Schieber und Bremsen? Ersatzteile sind nämlich nur begrenzt erhältlich. Die Gebrauchsanleitung sollte dabei sein.
  • Autokindersitz: In die meisten Gestelle passen auch Auto-Babyschalen – aber nur bestimmte. Lassen Sie sich beraten. Bei manchen Herstellern kostet der Adapter extra. Manche bieten gar keinen an. Der Autositz ist praktisch für kurze Transporte, sollte aber keine Dauerlösung sein, denn er zwängt Babys in eine starre Haltung.

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Von Claudia Zehrfeld
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