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Mariä Lichtmess: Warum am 2. Februar früher die Weihnachtszeit endete


Was an Mariä Lichtmess gefeiert wird

Von t-online, agr

Aktualisiert am 02.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Marienstatue: Früher wurden zu Mariä Lichtmess die Kerzen von Menschen gesegnet.Vergrößern des BildesMarienstatue: Früher wurden zu Mariä Lichtmess die Kerzen der Gläubigen gesegnet. (Quelle: Madzia71/getty-images-bilder)
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Am 2. Februar ist Mariä Lichtmess. Doch der Fokus des Kirchenfestes hat gewandelt: weg von Maria. Welche Kirchenfigur steht jetzt im Mittelpunkt?

Früher war der 2. Februar das offizielle Ende der Weihnachtszeit. Mittlerweile hat sich durch Kirchenreformen jedoch das Datum, an dem Krippen und Christbäume endgültig weggeräumt werden, verschoben: auf den ersten Sonntag nach dem Feiertag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar. Doch gerade für die katholische Kirche hat der Tag der Darstellung des Herrn, wie Mariä Lichtfest offiziell heißt, auch heute noch eine große Bedeutung.

Erinnerung an Reinigungsopfer von Maria

Der 2. Februar ist genau 40 Tage nach dem 25. Dezember. Nach jüdischer Tradition war dies der Zeitraum, in dem eine Frau nach der Geburt eines Sohnes als unrein galt. Maria soll nach dieser Wartezeit im Tempel ein Reinigungsopfer gebracht haben. Wegen dieses Hintergrunds hieß Mariä Lichtmess früher auch Mariä Reinigung.

Der Begriff Lichtmess hat unter anderem mit einem früheren Brauch zu tun: Am 2. Februar haben Gläubige ihre Kerzen weihen lassen, die sie vorher bei einer Licht(er)messe gekauft haben. Außerdem gab es rund um den Feiertag Lichterprozessionen und Festgebäck wie Crêpes.

Früher Tag der Dienstbotenwechsel

Daneben hatte der Tag auch eine praktische Bedeutung: Dienstboten erhielten früher an diesem Tag ihr Jahresgehalt. Ab diesem Tag konnten sie sich deshalb einen neuen Arbeitgeber suchen.

Seit 1969 findet sich im katholischen Feiertagskalender aber die Bezeichnung "Darstellung des Herrn". Denn Joseph und Maria sollen auch Jesus in den Tempel gebracht haben. Gemäß jüdischen Vorschriften war ihr erstgeborener Sohn Eigentum Gottes und sie mussten ihn gegen Geld auslösen. Im Tempel erkannten Simeon und Hannah, eine Prophetin, dass es sich bei Jesus um den Heiland handelt.

Durch die Umbenennung verschob sich der Fokus des Feiertags weg von der Gottesmutter hin zu Jesus. Im östlichen Christentum steht wiederum die Begegnung mit den Frommen, Hypapante genannt, im Zentrum der Feierlichkeiten.

Verwendete Quellen
  • Katholisch.de
  • Eigene Recherche
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