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Warum feiern wir Pfingsten? Die Bedeutung und Herkunft der Feiertags

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Christi und der Heilige Geist  

Bedeutung von Pfingsten: Warum wird das Fest gefeiert?

21.05.2018, 14:58 Uhr | kl, ron, t-online.de, dpa

Warum feiern wir Pfingsten? Die Bedeutung und Herkunft der Feiertags. Jesus und seine Jünger: An Pfingsten empfingen die zwölf Apostel den Heiligen Geist. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Jorisvo)

Jesus und seine Jünger: An Pfingsten empfingen die zwölf Apostel den Heiligen Geist. (Quelle: Jorisvo/Thinkstock by Getty-Images)

Warum das dritte große Fest der Christen genau 50 Tage nach Ostern gefeiert wird und weshalb wir an den Pfingstfeiertagen frei haben, erfahren Sie hier.

Pfingsten, das bedeutet schulfrei für die Kinder und ein zusätzlicher Feiertag für die meisten Arbeitnehmer. Neben dieser "weltlichen" hat Pfingsten auch eine religiöse Bedeutung: Es ist ein wichtiger christlicher Feiertag, weil er als Geburtsstunde der Kirche gilt. Hier lesen Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Pfingstfest.

Seit wann wird Pfingsten gefeiert?

Bereits seit Ende des 4. Jahrhunderts begehen Christen weltweit Pfingsten. Das Fest fällt jedes Jahr auf den fünfzigsten Tag nach dem Ostermontag und beschließt damit den sogenannten Osterfestkreis. Das Wort Pfingsten geht auf das griechische "Pentekoste" zurück, das für "der Fünfzigste" steht. Weil Pfingsten sich nach Ostern richtet, wechselt das Datum und liegt in einem Zeitraum zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni.

Auf welches Datum fällt Pfingsten?

Das Pfingstfest fällt im Jahr 2018 auf Sonntag, den 20. und Montag, den 21. Mai. Der Pfingstmontag ist deutschlandweit ein gesetzlicher Feiertag. Wer den Alltagsstress hinter sich lassen möchte, kann sich nach Pfingsten vier Tage Urlaub (22. bis 25. Mai) nehmen und die Gelegenheit zum Beispiel für einen neuntägigen Urlaub nutzen.

Hier erfahren Sie, auf welche Wochentage das Pfingstfest in den folgenden Jahren fällt – und wie Sie Ihren Urlaub mit Brückentagen planen können:

JahrFeiertageDatum
2019Pfingstsonntag/-montag9./10. Juni
2020Pfingstsonntag/-montag31. Mai/1. Juni
2021Pfingstsonntag/-montag23./24. Mai

Welche Bedeutung hat Pfingsten?

Ursprünglich war Pfingsten ein jüdisches Erntedankfest. Die Bedeutung verschob sich später, weil die christliche Gemeinde begann, Pfingsten als Geburtstag der Kirche zu feiern. Laut Apostelgeschichte ist Pfingsten der Tag, an dem die Jünger Jesu vom Heiligen Geist "erhellt" wurden. Man spricht auch vom sogenannten "Pfingstwunder".

Was ist der Überlieferung nach genau passiert?

Die Jünger Jesu – auch als zwölf Apostel bekannt – empfingen 50 Tage nach der Wiederauferstehung Christi den Heiligen Geist. Deshalb wird der Feiertag auch "Fest des Heiligen Geists" genannt. Die Jünger konnten plötzlich mehrere Sprachen sprechen. Zudem erhielten sie den Auftrag Christi, das Evangelium zu verkünden.

Meint Pfingsten die christliche Missionierung?

Ja, im übertragenden Sinne ist mit Pfingsten auch die christliche Missionierung rund um den Erdball gemeint: Die Jünger Jesu fühlten sich von Gott dazu aufgefordert, den christlichen Glauben in der Welt zu verbreiten. Hier kommt dem Feuer eine weitere symbolische Bedeutung hinzu: Die Jünger sollten das Evangelium mit großer Begeisterung verbreiten, also "Feuer und Flamme" für ihre Aufgabe sein. Der Startschuss für die Jünger, den christlichen Glauben zu verkünden, ist somit die Geburtsstunde der Kirche.

Welche Pfingstbräuche werden gefeiert?

In Deutschland wird der Feiertag mit besonderen Pfingstbräuchen begangen. Dazu zählen Prozessionen, Pfingstfeuer oder das Aufstellen von Pfingstbäumen. Auch der Pfingstochse spielte in den Bräuchen einmal eine wichtige Rolle. Früher war es üblich, das Vieh zu Pfingsten auf die Weide zu führen – nach dem Winter das erste Mal im Jahr. Dafür schmückten die Bauern ihren kräftigsten Ochsen mit Blumen und Bändern. Außerdem gibt es in verschiedenen Regionen Deutschlands diese Traditionen:

  • Salzsiedlerfest: Ein 100 Kilogramm schwerer Kuchen steht im Mittelpunkt des traditionellen Salzsiederfestes in Schwäbisch Hall. In Tracht gekleidete Teilnehmer tragen das Gebäck durch die Stadt. Nachgestellt wird außerdem die Rettung eines Müllers aus einer brennenden Stadtmühle. Dieser soll den Salzsiedern im Jahr 1316 als Dank einen großen Kuchen geschenkt haben.
  • Kötzinger Pfingstritt: Die Wallfahrt im oberpfälzischen Bad Kötzting gilt als eine der größten Reiterprozessionen Europas. Hunderte Reiter ziehen dabei zu einer nahe gelegenen Kirche. Traditionell nehmen daran nur "Männerleut" teil. Frauen sind für das Fest und für das Schmücken der Pferde mit Papierrosen zuständig.
  • Dreckschweinfest: In Hergisdorf in Sachsen-Anhalt wälzen sich alljährlich rund 20 junge Männer im Schlamm. Dem skurrilen Pfingstbrauch folgend ziehen sie anschließend weiße Hemden über und begrüßen peitschenknallend den Frühling. Die "Dreckschweine" gelten als Symbol für die kalte Winterzeit, die es zu vertreiben gilt.
  • Viehaustrieb im Harz: Bei diesem festlichen Umzug werden geschmückte Rinder zu ihren Bergwiesen im Oberharz geleitet. Wegen ihrer Kuhglocken werden die Tiere auch "Damenkapelle" genannt. Das Rote Harzer Höhenvieh ist eine vom Aussterben bedrohte Rinderrasse. Nur noch wenige Bauern halten diese Rinder.
  • Ritterfest Posterstein: Mittelalterliche Händler, Gaukler und Ritter treffen sich alljährlich an Pfingsten auf der Burg Posterstein. Das Spektakel im Osten Thüringens ist aber selbst noch ziemlich jung: Das Ritterturnier findet erst zum 13. Mal statt.
  • Sudetendeutscher Tag: Traditionell an Pfingsten begeht auch die Vertriebenengruppe der Sudetendeutschen ihren Jahrestag. Der Freistaat Bayern hatte nach dem Zweiten Weltkrieg die Schirmherrschaft für die aus der damaligen Tschechoslowakei vertriebene Volksgruppe übernommen.

Welche christlichen Pfingstsymbole gibt es?

Bis heute wird Pfingsten mit bestimmten Symbolen in Verbindung gebracht. Die Taube zählt zu den bekanntesten christlichen Bildzeichen am Pfingstfest. So schmückt der Vogel in hölzerner Form beispielsweise Kirchenschiff, Kanzel oder Taufbecken in Kirchenräumen.

Johannes der Täufer (l) und Jesus: Eine weiße Taube schwebt über ihren Köpfen. Sie gilt als Symbol des Heiligen Geistes. (Quelle: imago/GFC Collection)Johannes der Täufer (l) und Jesus: Eine weiße Taube schwebt über ihren Köpfen. Sie gilt als Symbol des Heiligen Geistes. (Quelle: GFC Collection/imago)

Im Johannesevangelium erfährt man den Ursprung der Pfingsttaube: Bei der Taufe Jesu soll der Heilige Geist wie eine Taube über ihm geschwebt und dann auf ihn herabgestiegen sein. Daneben symbolisiert die weiße Taube Reinheit und Frieden.

Neben der Pfingsttaube gilt die Pfingstrose als ​das Pfingstsymbol. Ihre christliche Bedeutung geht auf eine Legende zurück: In dieser weinte eine Frau über die Kreuzigung Jesu, bis sie bemerkte, dass die Rosen keine Dornen mehr besaßen. Sie weinte nicht mehr und rief: "Gott hat die Dornen fortgenommen, das Leid hat sich in Freude verwandelt."

Verwendete Quellen:

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