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F├╝r diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgf├Ąltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

D├╝rfen Schwangere kurz vor der Geburt noch arbeiten?

t-online, dpa-tmn, rev

Aktualisiert am 28.03.2022Lesedauer: 4 Min.
Mutterschutzgesetz: Der Mutterschutz ist f├╝r alle Arbeitnehmerinnen g├╝ltig. Es spielt keine Rolle, ob sie in Betrieben, in der Verwaltung, in Familienhaushalten oder in der Landwirtschaft t├Ątig sind.
Mutterschutzgesetz: Der Mutterschutz ist f├╝r alle Arbeitnehmerinnen g├╝ltig. Es spielt keine Rolle, ob sie in Betrieben, in der Verwaltung, in Familienhaushalten oder in der Landwirtschaft t├Ątig sind. (Quelle: ollinka/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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In der Schwangerschaft tragen Frauen nicht nur Verantwortung f├╝r die eigene Gesundheit, sondern auch f├╝r die des ungeborenen Kindes. Damit beide auch am Arbeitsplatz gesch├╝tzt sind, gibt es das Mutterschutzgesetz. Hier finden Sie einen ├ťberblick dar├╝ber, was dieses regelt.

Das Wichtigste im ├ťberblick


Das Mutterschutzgesetz regelt das Arbeitsverh├Ąltnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerin w├Ąhrend Schwangerschaft und Stillzeit. Das reicht von der Mitteilungspflicht der Schwangeren ├╝ber Schutzfristen und Mutterschaftsgeld bis zum Urlaubsanspruch.

Mutterschutzgesetz sch├╝tzt werdende M├╝tter vor Risiken am Arbeitsplatz

Schwangere sollen vor Gefahren und ├ťberforderungen am Arbeitsplatz gesch├╝tzt werden. Dabei umfasst der Mutterschutz deutlich mehr Regelungen als jene Schutzfristen vor und nach der Geburt, auf die der Mutterschutz h├Ąufig beschr├Ąnkt wird.

Beispielsweise stellt das Mutterschaftsgesetz sicher, dass Frauen nicht wegen der Schwangerschaft gek├╝ndigt wird und dass ihnen in dieser Zeit finanzielle Unterst├╝tzung in Form des Mutterschaftsgeldes zukommt.

Pflichten, Fristen, Mutterschaftsgeld: die wichtigsten Fakten zum Mutterschutz

F├╝r wen gilt das Mutterschutzgesetz?

Der Mutterschutz ist f├╝r alle Arbeitnehmerinnen g├╝ltig, die schwanger sind. Es spielt keine Rolle, ob sie in Betrieben, in der Verwaltung, in Familienhaushalten oder in der Landwirtschaft t├Ątig sind. Zudem gilt das Mutterschutzgesetz auch unabh├Ąngig von der Art des Arbeitsverh├Ąltnisses. Vollzeitkr├Ąfte und hauptberuflich T├Ątige erhalten gleicherma├čen Mutterschutz wie Teilzeitarbeiterinnen, Aushilfen, nebenberufliche Arbeitnehmerinnen und Auszubildende.

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Seit 2018 gilt der Mutterschutz zudem auch f├╝r Sch├╝lerinnen, Studentinnen und Praktikantinnen. Auch f├╝r andere Frauen wurde der Mutterschutz 2018 vereinheitlicht ÔÇô f├╝r Beamtinnen, Soldatinnen und Richterinnen etwa.

Wie sind die Mutterschutzfristen und wann gilt ein Besch├Ąftigungsverbot?

Damit der Mutterschutz in Kraft tritt, ist es notwendig, dass Schwangere ihren Arbeitgeber ├╝ber die Schwangerschaft informieren. Daraufhin muss dieser die Aufsichtsbeh├Ârde in Kenntnis setzen und eine Beurteilung des Arbeitsplatzes der Schwangeren vornehmen, hinsichtlich einer m├Âglichen Gef├Ąhrdung f├╝r die Mutter und das ungeborene Kind.

Lassen sich bestimmte Risiken durch eine Umgestaltung des Arbeitsplatzes oder durch einen Arbeitsplatzwechsel nicht ausschlie├čen, ist unter Umst├Ąnden ein Besch├Ąftigungsverbot die einzige L├Âsung. Das generelle Besch├Ąftigungsverbot bezieht sich auf die T├Ątigkeiten und die Gestaltung des Arbeitsplatzes und deren Auswirkungen auf die Schwangerschaft.

Ein individuelles Besch├Ąftigungsverbot im Mutterschutz ist dann unumg├Ąnglich, wenn "Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind" durch die Arbeit gef├Ąhrdet sind. Das bezieht sich auf individuelle gesundheitliche Gr├╝nde, die in einem ├Ąrztlichen Attest best├Ątigt werden m├╝ssen.

Doch neben einem solchen individuellen Besch├Ąftigungsverbot d├╝rfen werdende M├╝tter dar├╝ber hinaus auch ÔÇô ganz unabh├Ąngig von der Art der Besch├Ąftigung ÔÇô in den letzten sechs Wochen vor dem mutma├člichen Entbindungstermin und acht Wochen (beziehungsweise bei Fr├╝h- und Mehrlingsgeburten zw├Âlf Wochen) danach nicht besch├Ąftigt werden. M├╝tter von Kindern mit Behinderung k├Ânnen die Schutzfrist von acht auf zw├Âlf Wochen ausdehnen. Diese Ausfallzeiten gelten rechtlich als regul├Ąre Arbeitszeit, weshalb beispielsweise auch Urlaubsanspr├╝che in dieser Phase entstehen.

Allerdings gibt es Unterschiede zwischen der Zeit vor und der Zeit nach der Geburt: W├Ąhrend der letzten sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin ist das Besch├Ąftigungsverbot nur relativ. Das bedeutet, dass Schwangere auf eigenen Wunsch weiter arbeiten d├╝rfen ÔÇô wenn der Arzt nicht Ruhe verordnet hat.

Die Bereitschaft zur Arbeit d├╝rfen Schwangere aber jederzeit widerrufen, mehr als acht Stunden pro Tag sind zudem nicht erlaubt. Nach der Geburt ist das Besch├Ąftigungsverbot dagegen absolut: Arbeitgeber d├╝rfen M├╝tter in dieser Zeit nicht besch├Ąftigen ÔÇô selbst wenn diese das w├╝nschen.

Wie sind Schwangere und M├╝tter finanziell abgesichert?

Um berufst├Ątige Schwangere au├čerdem w├Ąhrend der allgemeinen Schutzfristen im Mutterschutz vor finanziellen Nachteilen zu sch├╝tzen, erhalten sie Mutterschaftsgeld. Wer Anspruch auf Mutterschaftsgeld hat, wo es zu beantragen ist und wie hoch der Betrag ist, l├Ąsst sich hier nachlesen.

Bei individuellen Besch├Ąftigungsverboten im Rahmen des Mutterschutzes, aber au├čerhalb der ├╝blichen Mutterschutzfristen, kann die Arbeitnehmerin den sogenannten Mutterschutzlohn beziehen. Dieser Mutterschutzlohn betr├Ągt mindestens den Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen beziehungsweise der letzten drei Monate vor Schwangerschaftsbeginn.

Gibt es einen Mutterschutz als Selbstst├Ąndige?

Selbstst├Ąndig erwerbst├Ątige Frauen haben keinen Anspruch auf die gesetzlichen Schutzbestimmungen des Mutterschutzgesetzes. Haben sie eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen, zahlt ihnen der Versicherer etwas f├╝r ihren Verdienstausfall w├Ąhrend der Schutzfristen. Grundlage daf├╝r ist das im Vertrag festgelegte Krankentagegeld.

Besteht f├╝r werdende M├╝tter ein K├╝ndigungsschutz?

Im Mutterschutzgesetz ist ein besonderer K├╝ndigungsschutz f├╝r schwangere Arbeitnehmerinnen verankert. Dieser betr├Ągt vier Monate und gilt auch f├╝r Frauen, die nach der zw├Âlften Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt hatten. Ausnahmen f├╝r den K├╝ndigungsschutz k├Ânnten jedoch ein befristeter Arbeitsvertrag oder eine K├╝ndigung mit beh├Ârdlicher Zustimmung darstellen.

D├╝rfen Schwangere sonntags und sp├Ątabends arbeiten?

Unabh├Ąngig von der Branche k├Ânnen alle schwangeren Frauen durch die ├änderung des Mutterschutzgesetzes von 2018 entscheiden, ob sie sonn- und feiertags arbeiten wollen. Auch zwischen 20 und 22 Uhr ist es dann m├Âglich f├╝r sie, zu arbeiten.

Das alles geht allerdings nur, wenn sowohl Schwangere als auch Arbeitgeber zustimmen, der Arzt es erlaubt und au├čerdem die zust├Ąndige Aufsichtsbeh├Ârde zustimmt. Au├čerdem wichtig: An Sonn- und Feiertagen d├╝rfen Schwangere nicht allein arbeiten.

Was gilt f├╝r ├ťberstunden in der Schwangerschaft?

Auch Mehrarbeit ist im Mutterschutzgesetz geregelt. Dort hei├čt es: "Der Arbeitgeber darf eine schwangere oder stillende Frau, die 18 Jahre oder ├Ąlter ist, nicht mit einer Arbeit besch├Ąftigen, die die Frau ├╝ber achteinhalb Stunden t├Ąglich oder ├╝ber 90 Stunden in der Doppelwoche hinaus zu leisten hat." Mehrarbeit ist folglich verboten.

Bei schwangeren Frauen unter 18 sind maximal acht Stunden am Tag beziehungsweise 80 Stunden in der Doppelwoche erlaubt.

Dar├╝ber hinaus haben schwangere und stillende Frauen ein Recht auf eine ununterbrochene Ruhezeit von elf Stunden nach ihrer t├Ąglichen Arbeit.

IAO-Abkommen Nr. 183 enth├Ąlt wichtige Standards f├╝r den Mutterschutz

Am 6. Februar 1952 trat in Deutschland das Mutterschaftsgesetz in Kraft. Ein vergleichbares Gesetz gibt es allerdings nicht nur hierzulande: Das Abkommen Nr. 183 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) regelt in s├Ąmtlichen Vertragsstaaten die Mindeststandards im Mutterschutz.

Hier ist unter anderem festgehalten, dass unselbstst├Ąndig besch├Ąftigte Frauen eine gewisse Zeit von der Arbeit freigestellt werden.

Das Abkommen enth├Ąlt au├čerdem Normen zum Gesundheitsschutz, zu finanziellen und medizinischen Leistungen, zum Besch├Ąftigungsschutz sowie zur Nichtdiskriminierung und zum Schutz stillender M├╝tter.

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