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Allerheiligen 2018: In diesen fünf Bundesländern ist Feiertag

Religiöser Feiertag  

Allerheiligen 2018 und seine Bedeutung

01.11.2018, 14:56 Uhr | CM

Allerheiligen: Das steckt hinter dem Feiertag. (Quelle: kabel eins) (Quelle: kabel eins)

Allerheiligen: Das steckt hinter dem Feiertag. (Quelle: kabel eins)

Allerheiligen: Das steckt dahinter

Warum gibt es eigentlich den Feiertag Allerheiligen? Und wieso findet er nicht in allen Bundesländern statt? (Quelle: kabel eins)

Allerheiligen: Das steckt hinter dem Feiertag. (Quelle: kabel eins)


Allerheiligen folgt in Deutschland immer auf den Reformationstag. Doch wo ist Allerheiligen 2018 ein Feiertag? Was ist seine Bedeutung? Die Antworten finden Sie hier.

Frei in fünf Bundesländern

Am 1. November findet traditionell Allerheiligen statt. In Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland dürfen sich die Menschen immer am 1.11. über einen zusätzlichen freien Tag freuen. Denn nur in diesen katholisch geprägten Bundesländern ist Allerheiligen ein Feiertag.

Doch der freie Tag zieht einige Verbote mit sich. Allerheiligen ist ein sogenannter "stiller Feiertag" und unterliegt somit dem Feiertagsgesetz. Das bedeutet, dass an Allerheiligen 2018 Ruhe herrschen muss. Es gibt ein generelles Tanzverbot. Beispielsweise gilt es in Nordrhein-Westfalen von 5 bis 18 Uhr und in Bayern sogar von 2 bis 24 Uhr. Außerdem sind in allen fünf Ländern die Geschäfte geschlossen.

Bedeutung von Allerheiligen

Wie der Name vermuten lässt, ist dieser Tag allen Heiligen der Kirche gedacht. Diese Personen müssen aber nicht heiliggesprochen sein. Der zurückgetretene Papst Benedikt XVI. sagte über den Feiertag: "Am Fest Allerheiligen blicken wir voll Dankbarkeit auf die große Schar der Gläubigen, die schon im Himmel an der Herrlichkeit Gottes Anteil haben."

Allerheiligen wird von Christen weltweit gefeiert und das mehrheitlich am 1. November. Ausnahmen bilden einzelne Länder wie Kolumbien, wo der Festtag auf den 7. November fällt. Die orthodoxe Kirche feiert Allerheiligen schon am ersten Sonntag nach Pfingsten.

Der Ursprung von Allerheiligen

Die Wurzeln des Feiertages reichen bis in das 4. Jahrhundert ins Römische Reich zurück. Die damals östliche Kirche führte den Herrentag der Heiligen erstmals am ersten Sonntag nach Pfingsten ein. 300 Jahre später zog die westliche Kirche nach und legte Allerheiligen auf den ersten Freitag nach Ostern.

Ab 835 wurde Allerheiligen in der gesamten westlichen Kirche  am 1. November gefeiert. Papst Sixtus IV. machte Allerheiligen 1475 schließlich zum weltweiten Feiertag.

Bis heute gilt Allerheiligen als eines der Höhepunkte im Kirchenjahr. Es gehört neben Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Christi Himmelfahrt zu den katholischen Hochfesten. An Allerheiligen tragen die Geistlichen traditionell weiße Gewänder. Mit der liturgischen Farbe sollen Reinheit und Freude verbreitet werden.

Traditionelle Bräuche am Feiertag

Der wohl bekannteste Brauch an Allerheiligen ist die Gräbersegnung. An diesem Tag besuchen Angehörige die Grabstätte und beten für die Toten. Die Grabanlagen werden festlich hergerichtet und oftmals sogenannte "Seelenlichter" angezündet.

Ein anderer und zugleich leckerer Brauch ist das Backen von Allerheiligenstriezeln oder Allerseelenzöpfen. Diese Hefeteig-Backwaren werden zu einem Zopf geflochten und mit buntem Zucker bestreut. Dieser Brauch geht auf die antike Trauerkultur zurück. In dieser war es üblich, dass die geflochtenen Haare als Zeichen der Trauer abgeschnitten wurden.

Allerheiligen, Allerseelen und Totensonntag: Unterschiede

Am 2. November gibt es mit Allerseelen ein weiteres katholisches Fest. Erstmalig wurde Allerseelen im Jahr 998 gefeiert. Ausgerufen hat es Abt Odilo von Cluny. Heutzutage ist Allerseelen aber kein offizieller Feiertag mehr.

Doch was ist der Unterschied zwischen Allerheiligen und Allerseelen? An Allerheiligen wird den Heiligen gedacht, die schon im Himmel sind und an Allerseelen denjenigen, die auf dem Weg in den Himmel sind.

In der evangelischen Kirche wird Allerheiligen gar nicht gefeiert, da es keine Heiligenverehrung gibt. Die Protestanten gedenken am Totensonntag oder Ewigkeitssonntag ihrer Toten. Dieser findet immer am Sonntag vor dem ersten Advent statt.

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