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Whisky-Test: Der beste Premium-Whisky

Redaktionstest  

Der beste Premium-Whisky

10.02.2015, 09:00 Uhr | Frank Lansky - wanted.de

Whisky-Test: Der beste Premium-Whisky. Voller Einsatz beim großen Whisky-Test. (Quelle: Matthias Wahl - t-online.de)

Voller Einsatz beim großen Whisky-Test. (Quelle: Matthias Wahl - t-online.de)

Tasting-Trilogie bei wanted.de: Der große Whisky-Test machte den Anfang, dann folgten Rum und Craft Beer. Am Ende der Blindverkostung bei Single Malt und edlen Blends stand eine kleine Sensation: Eine Torfbombe landete nicht ganz vorne. Unsere Whisky-Tipps finden Sie im detaillierten Ranking hochwertiger Spezialitäten.

Neues Tasting bei wanted.de: Wir haben zwölf Whiskys in einer Preisspanne zwischen 50 und 130 Euro getestet – sozusagen das Einsteiger-Premium-Segment. Teuer lag meist vorne, aber nicht immer. Eine weitere interessante Beobachtung: Whiskys ohne Altersangabe – No Age Statement – schlugen sich enorm gut.

Premium-Whisky bis 130 Euro

Ansonsten haben wir bewusst auf zu teure Sammler-Raritäten verzichtet, etwa den Mortlach 25, der für 750 Euro je halbem Liter angeboten wird. Auch zu günstige Whiskys haben wir rigoros aussortiert. Nur ein einziger Scotch im Feld ist recht niedrig mit rund 30 Euro gepreist, wir haben ihn quasi als Ausreißer und Gegentest für die hochpreisige Konkurrenz eingesetzt. Und siehe da: Der Laphroaig Select schlug sich wacker. Überhaupt war kein einziger unserer getesteten Whiskys wirklich schlecht.

Lassen Sie sich nicht von der Ballung der Bewertungen zwischen den Schulnoten 2 und 3 blenden, kein Whisky, den wir Ihnen hier vorstellen, ist nur Durchschnitt, alle sind besser. Doch unsere zehn Tester legten die Messlatte hoch. Mit dabei waren Redakteure, Leser und die Experten des Whisky-Koch in Darmstadt.

Glenmorangie und Yamazaki ganz vorne

Gold und Silber sicherten sich zwei schwere, eher süße Brände mit starkem Sherry-Einschlag. Nämlich der Glenmorangie Signet vor dem zwölfjährigen Suntory Yamazaki. Respekt: Nur ein einziger japanischer Whisky trat im Feld der dominierenden Schotten an und schlug sie fast alle. Tatsächlich sind japanische Whiskys seit Jahren in der Genießer-Welt auf dem Vormarsch. Ein Moor-Whisky von Islay holte im famosen Dutzend Bronze: Dabei wurde der Ardbeg Corryvreckan im Jahr 2010 bei den renommierten "World Whiskies Awards" zum besten Single Malt der Welt gekürt.

Und auch bei wanted.de sah es am Anfang nach einem Durchmarsch des Corry aus. Denn wir stehen zu unserer Vorliebe für Teer. Schon der Geruch der Raffinerie kündigte Großes an, ein allgemeines "Oh" und "Ah" füllte den Raum, als die verhüllte Flasche beim Einschenken die Runde machte.

Doch welch Sakrileg: Einige Tester verschlossen sich dem herben Trunk komplett. Das Adjektiv "polarisierend" beschreibt diesen Islay am besten: Der Brand erhielt sowohl eine 1+ als auch eine 5. Und so wurde der König vom Thron gestürzt. Damit gehen wir eindeutig gegen den Trend. "Zurzeit werden torfige Whiskys stark nachgefragt", urteilte Gastgeberin Marion Pepper vom Whisky-Koch in Darmstadt. Ihr Gatte Chris kochte für uns zur Erholung der Geschmacksnerven eine feine Suppe mit Birne, Apfel und Pfeffer. Auch diese Profis zeigten sich anspruchsvoll.

Sieben Whiskys mit Bestnote

Nur sechs Tester aus dem erweiterten Universum von wanted.de vergaben überhaupt eine glatte 1 oder wenigstens eine 1-. Und das sind die Top-Scorer mit Bestnote: Glenfiddich 21 Jahre Gran Reserve Rum Cask Finish, Laphroaig Select, Longmorn 16 und der außergewöhnliche Girvan 4 Apps. Der Glenlivet Nadurra schaffte einmal die 1 und einmal die 1-. Der Glenmorangie Signet sicherte sich drei glatte Einsen. Besser schlug sich nur der Ardbeg Corryvreckan – er erreichte zweimal die 1 und einmal die 1+. Das ist doch mal ein Wort: sieben von zwölf Whiskys sorgten für geschmackliche Euphorie. Am Ende war das Rennen extrem knapp. Die unnachgiebigen Blind-Verkoster suchten vor allem nach wirklich überraschenden Kreationen. Genau wie die Kunden. Die Nachfrage nach Spezialitäten ist weiter riesig, obwohl der Markt zurzeit aus Russland einen Dämpfer erhält. Moskau unterbindet als "Strafe" die Einfuhr von westlichen Spezialitäten weitgehend. Getroffen wird jedoch die russische Mittelschicht, die in den vergangenen Jahren von Wodka auf Whisky umgestiegen war.

Der Hintergrund: Neue russische Wodka-Marken sind überwiegend hochwertig. Doch je länger der Brand etabliert ist, desto stärker sinkt die Qualität und desto häufiger werden minderwertige Fuselöle in den Korn- und Kartoffel-Brand mit verarbeitet.

Deshalb wird Whisky immer teurer

Als Gegenpol wirkt China, die dortige Antikorruptionskampagne hat bislang nicht den Whisky-Absatz gedrosselt. Das ist durchaus überraschend, denn die Säuberung senkt auch die Nachfrage nach teuren, auffälligen Uhren. Doch Whisky fliegt im Reich der Mitte quasi unter dem Radar der kommunistischen Kader. Vor allem über Hongkong werden Unmengen an Scotch, Bourbon oder Japan-Whisky eingeführt. Früher waren gute Fässer problemlos zu bekommen, jetzt hüten die Destillen ihre guten, alten Ex-Sherry-Casks.

Viele Destillen steigen notgedrungen auf den Ausbau von Whisky in US-Barrels aus Weißeiche um. Hier gibt es keine Nachschub-Probleme, weil Bourbon laut Gesetz in frischen Fässern gelagert werden muss. Die Fässer gehen nach der Erstlagerung von Amerika nach Schottland, wo der Scotch abgefüllt wird. Viele dieser Brände schmecken verwechselbar und tummeln sich im unteren Preissegment.

Der Fässermarkt ist leergefegt

Das ist nicht gut genug für die heimische Kundschaft, die verstärkt nach außergewöhnlichen Produkten sucht. Die Destillen reagieren und erweitern die Palette nach oben. Ein ganz besonderer Ausbau und die Mehrfachlagerung in seltenen Fässern werden häufiger. Nicht zuletzt der schwache Euro sorgt für steigende Preise. Doch welche Marken müssen Sie jetzt unbedingt mal probieren im riesigen Markt? wanted.de hilft selbstlos weiter – das detaillierte Ranking sehen Sie in unserer Fotoshow.

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