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Altkleider-Abzocke: Welche Container Sie meiden sollten

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 24.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Altkleidercontainer: Seriöse Sammelstellen fĂŒr Altkleidung sind unter anderem an bestimmten Labeln zu erkennen. (Symbolbild)
Altkleidercontainer: Seriöse Sammelstellen fĂŒr Altkleidung sind unter anderem an bestimmten Labeln zu erkennen. (Symbolbild) (Quelle: Thomas Lebie/imago)
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Die aussortierte Kleidung in TĂŒten stopfen und in den erstbesten Altkleider-Container werfen? Besser nicht. Wer mit seiner Spende BedĂŒrftigen helfen möchte, sollte bei der Entsorgung genau hinsehen.

Das Wichtigste im Überblick


  • Vorsicht bei SammelbehĂ€ltern vor der TĂŒr
  • Diese drei Sammelstellen sind seriös
  • Altkleider-Container: Das darf rein
  • Was passiert mit den Altkleidern?
  • Alternativen zum Container: Flohmarkt, Kleiderkammer und Co.

Etwa 1,3 Millionen Tonnen Textilien (aktuellste Zahlen von 2018) werden nach Angaben des Bundesverbands SekundÀrrohstoffe und Entsorgung (bvse) jedes Jahr in Deutschland aussortiert. Oftmals landen die Altkleider in Sammel-Containern. Aber viele Sammelstellen sind unseriös: Die HÀndler verkaufen die Textilien und stecken das Geld in die eigene Tasche.

Wie können Verbraucher seriöse Entsorgungsstationen erkennen? Um sicher zu gehen, dass die Klamotten BedĂŒrftigen zukommen, sollten sie zunĂ€chst einmal Abstand von Containern nehmen, auf denen weder Name noch Adresse des Sammlers zu finden sind.

Vorsicht bei SammelbehĂ€ltern vor der TĂŒr

Ist nur eine Telefonnummer angegeben, kann ein kurzer Anruf Klarheit schaffen. Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt, dass die Nummern oft gar nicht vergeben sind oder Anrufer dort nur eine Mailbox erreichen. Dann sollte man die Kleidercontainer besser nicht nutzen. Skepsis ist auch geboten, wenn plötzlich SammelbehĂ€lter vor der TĂŒr stehen, die mit besonders emotionalen Spendenaufrufen beworben werden.

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Laut dem Umweltbundesamt (UBA) sind Altkleider-Sammlungen, bei denen Körbe auf die Straße gestellt werden oder die per Flyer auf sich aufmerksam machen, meist illegal. Das gilt auch, wenn keine nachprĂŒfbaren Angaben ĂŒber den Sammler bekannt sind.

Informieren Sie sich am besten ĂŒber die Organisation, an die Sie Ihre Kleidung spenden wollen. Schauen Sie im Internet nach, wie sie die Kleider verwertet und wofĂŒr Gewinne eingesetzt werden. Seriöse Anbieter machen hierzu Angaben.

Diese drei Sammelstellen sind seriös

Als seriös und sicher stuft die Verbraucherzentrale Sammlungen mit einem der folgenden drei Siegel ein:

Name Leitlinien
Label von FairWertung FairWertung ist ein Dachverband von rund 130 gemeinnĂŒtzigen Organisationen. Diese haben sich dazu verpflichtet, sozial- und umweltvertrĂ€gliche Standards einzuhalten. Dazu zĂ€hlt beispielsweise, dass die Organisation gemeinnĂŒtzig ist und mit ihrer Arbeit keine eigenwirtschaftlichen Ziele verfolgt, dass ErtrĂ€ge aus dem Verkauf unmittelbar und mittelbar sozialen, diakonischen oder karitativen Zwecken zugefĂŒhrt werden und dass wahrheitsgemĂ€ĂŸe Angaben ĂŒber Zweck und Verwendung der Kleidersammlung gemacht werden.
Siegel des Deutschen Zentralinstituts fĂŒr soziale Fragen (DZI) Das DZI-Spenden-Siegel belegt, dass eine Organisation mit den ihr anvertrauten Geldern sorgfĂ€ltig und verantwortungsvoll umgeht. Organisationen, die dieses Siegel tragen, haben sich dazu verpflichtet, transparent zu arbeiten, sparsam zu wirtschaften und sachlich und wahrhaftig zu informieren. Es gibt entsprechende Kontroll- und Aufsichtsstrukturen.
bvse-QualitĂ€tssiegel Alttextilsammlung vom Bundesverband SekundĂ€rrohstoffe und Entsorgung Die Mitgliedsunternehmen haben sich dazu verpflichtet, fĂŒr Transparenz bei der Sammlung, nachvollziehbare Verwertungswege und den Schutz der Umwelt zu sorgen. Die abgegebenen KleidungsstĂŒcke werden so weit wie möglich als Second-Hand-Kleidung wiederverwendet. Kleidung, die nicht mehr tragbar ist, wird den Angaben zufolge hochwertig verwertet. Unternehmen, die das Siegel tragen, werden regelmĂ€ĂŸig von einem externen und unabhĂ€ngigen SachverstĂ€ndigen ĂŒberprĂŒft.

Das jeweilige Symbol befindet sich auf den Kleider-Containern oder auf der Homepage der zugehörigen Organisation. Aber auch wenn das Symbol der örtlichen Abfallbehörde auf dem Container zu finden ist, können Sie Ihre Kleidung guten Gewissens hineinwerfen.

Altkleider-Container: Das darf rein

Wer weiß, wo er einen kommunalen oder karitativ-gemeinnĂŒtzigen Altkleidercontainer findet, kann seine TĂŒten packen. Doch nicht alles ist fĂŒr die Entsorgung geeignet. So betont FairWertung, dass nur gut erhaltene, saubere und verpackte Textilien in die Sammlung gegeben werden dĂŒrfen.

Erlaubt sind neben normaler Bekleidung auch

  • HandtĂŒcher,
  • MĂŒtzen und Schals,
  • Bett- und TischwĂ€sche,
  • Decken und Kissen,
  • Gardinen,
  • GĂŒrtel,
  • Taschen
  • und sogar PlĂŒschtiere.

Schuhe sollte man immer zusammenbinden. Oft findet sich neben dem Altkleider-Container sogar ein separater BehĂ€lter fĂŒr Schuhe. Wichtig ist, dass die Textilien nicht lose in den SammelbehĂ€lter geworfen werden, sondern in TĂŒten verpackt sind.

Getragene UnterwĂ€sche, löchrige Socken und zerschlissene Kleidung hingegen sind fĂŒr eine Wiederverwertung ebenso wenig geeignet wie nasse oder verschmutzte Textilien. Auch deutlich abgetragene Schuhe, einzelne Schuhe oder Gummistiefel haben in den Sammelboxen nichts zu suchen. In diesen FĂ€llen ist die RestmĂŒlltonne die richtige Wahl.

Wenn Container ĂŒberfĂŒllt sind, sollten Sie Ihre ausgemusterte Kleidung wieder mit nach Hause nehmen und zu einem spĂ€teren Zeitpunkt einwerfen. Stellen Sie keine KleidersĂ€cke neben die Container. "Sonst verschmutzen die Altkleider, werden nass und sind in der Konsequenz fĂŒr eine weitere Verwendung unbrauchbar. Danach können sie nur noch in die Verbrennung gegeben werden", erklĂ€rt der bvse.

Was passiert mit den Altkleidern?

(Quelle: bvse)

Und was passiert mit den Alttextilien? Ein Teil der StĂŒcke wird fĂŒr soziale Zwecke eingesetzt. Da die gesammelte Kleidung den Bedarf vor Ort allerdings hĂ€ufig ĂŒbersteigt, werden die ÜberschĂŒsse an gewerbliche Textilverwerter im In- und Ausland verkauft. Mit dem Erlös werden soziale Projekte unterstĂŒtzt.

Textilien minderer QualitÀt dienen zur Herstellung von Putzlappen und Recyclingmaterial. Der Rest kommt in die Abfallentsorgung.

Alternativen zum Container: Flohmarkt, Kleiderkammer und Co.

Neben Containern des DRK oder dem Hilfsdienst der Malteser bieten auch FlohmĂ€rkte, Tauschbörsen, Onlineplattformen (Ebay Kleinanzeigen, Vinted und Ă€hnliche) und SecondhandlĂ€den Möglichkeiten, um aussortierte, aber noch brauchbare Kleidung weiterzugeben. Kirchliche Organisationen betreiben zudem hĂ€ufig sogenannte Kleiderkammern. Dort können sich BedĂŒrftige kostenlos oder gegen ein geringes Entgelt mit Kleidung ausstatten. Auch in SozialkaufhĂ€usern können Kleiderspenden abgegeben werden oder in LĂ€den von Oxfam. Bei letzteren werden die Erlöse in die entwicklungspolitische Arbeit der Organisation gesteckt. Eine weitere Möglichkeit ist, aussortierte Kleidung kostenlos im Paket an die Deutsche Kleiderstiftung zu senden.

DarĂŒber hinaus nehmen auch manche BekleidungsgeschĂ€fte wie etwa H&M, Monki oder & Other Stories alte Kleidung an – auch kaputte. Von den dort abgegebenen KleidungsstĂŒcken wird ein Teil als Second-Hand-Ware verkauft. Ein anderer Teil wird fĂŒr Upcycling verwendet, aus den Textilien werden etwa Putzlappen hergestellt oder sie werden als DĂ€mmstoff in der Autoindustrie weiterverwendet. Ein weiterer Teil wird fĂŒr die Energiegewinnung genutzt.

Damit sich gar nicht erst große Mengen an Altkleidern ansammeln, rĂ€t die Verbraucherzentrale, beim Kleiderkauf auf QualitĂ€t zu setzen. Das schone nicht nur die Umwelt, sondern spare langfristig auch Geld.

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