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Homeoffice im Sommer: Tipps gegen Hitze

Abkühlung bei der Arbeit  

Mit diesen Tipps trotzen Sie im Homeoffice der Hitze

Von Sonja Eichert

15.06.2021, 16:52 Uhr
Homeoffice im Sommer: Tipps gegen Hitze. Laptop: Wer gerne draußen arbeitet, sollte sich dafür einen Platz im Schatten suchen. (Quelle: Getty Images)

Laptop: Wer gerne draußen arbeitet, sollte sich dafür einen Platz im Schatten suchen. (Quelle: Getty Images)

Die Hitzewelle rollt über Deutschland hinweg. Bei über 30 Grad wird es im Homeoffice schnell unerträglich. Mit ein paar einfachen Kniffen fällt Ihnen die Arbeit im Hochsommer ein wenig leichter.

Über 30 Grad und das tagelang – da kann einem schon einmal der Schweiß auf der Stirn stehen. An solchen Sommertagen hat früher so mancher freiwillig Überstunden gemacht – der Klimaanlage im Büro sei Dank. In der Corona-Krise arbeitet ein Großteil der Arbeitnehmer jedoch nach wie vor von zu Hause aus. Aber auch für das Homeoffice gibt es Abhilfe: Mit diesen Tipps kommen Sie gut durch die Hitze.

Trinken, Trinken, Trinken: Ausreichend Flüssigkeit

Ausreichend trinken ist wohl der bekannteste Tipp in heißen Sommern. Das absolute Minimum sind 1,5 Liter am Tag – je wärmer es ist, desto mehr Flüssigkeit sollten Sie aufnehmen. Um das während der Arbeit nicht zu vergessen, stellen Sie am besten ein Glas oder eine Karaffe in Sichtweite auf den Schreibtisch. Auch ein gestellter Timer kann Sie an das Trinken erinnern – zu Hause nervt der auch keine Kollegen.

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass der Durst meist erst dann einsetzt, wenn der Körper bereits viel Flüssigkeit verloren hat. Empfohlen wird stündlich ein Glas Wasser. Dieses sollte jedoch nicht eiskalt sein – kühl oder lauwarm verträgt es der Körper besser.
 

 
Zudem sollten Sie die über das Schwitzen verloren gegangenen Elektrolyte ausgleichen. Hierfür eignen sich stark natriumhaltige Mineralwasser, verdünnte Säfte, lauwarmer Tee oder abgekühlte klare Brühe.

Für viele wohl die größte Umstellung: Der Kaffeekonsum während der Arbeit sollte bei den hohen Temperaturen eingeschränkt werden. Koffein belastet ebenso wie Alkohol den Kreislauf nur zusätzlich.

In der Mittagspause: Leichtes Essen

In der Mittagspause sollten Sie schwer verdauliche Mahlzeiten vermeiden: Viel Fett und Eiweiß sind eher etwas für kühlere Tage. Gut geeignet sind Salat oder wasserhaltiges Obst und Gemüse wie der Sommerklassiker Wassermelone. Achten Sie darauf, genügend Salz zu sich zu nehmen, um den Mineralverlust durch das Schwitzen auszugleichen.
 

 
Generell gilt: Lieber öfter kleinere Mengen essen als eine große Mahlzeit – holen Sie sich also lieber im Tagesverlauf mehrere Snacks aus der Küche, als in der Pause ein großes Mittagessen zu kochen.

Luftiger Dresscode: Die richtige Kleidung

Leichte und weite Kleidung ist bei warmen Temperaturen angenehmer – und zumindest brustabwärts sieht im Homeoffice vermutlich eh niemand, was Sie tragen. Naturfasern wie zum Beispiel Leinen sind bestens geeignet, Kunstfasern wie Polyester hingegen lassen kaum Luft an die Haut und werden so schnell unangenehm, sobald Sie anfangen zu schwitzen.

Die Hitze aussperren: Fenster abdunkeln

Soweit möglich, sollten Sie ihre Räume abdunkeln – so kommt weniger Sonne und damit weniger Wärme herein. Wortwörtlich im Dunkeln sitzen müssen Sie natürlich nicht. Nutzen Sie als Lichtquelle jedoch, wenn möglich, Fenster, auf denen die Sonne gerade nicht steht. Zudem reicht es aus, vor der Arbeit einmal gut durchzulüften. Danach sollten Sie die Fenster am besten geschlossen halten, um nicht noch wärmere Luft hineinzulassen.
 

 
Wer gerne auf dem Balkon oder der Terrasse arbeitet, sollte unbedingt für Schatten sorgen – und in den heißen Stunden am Nachmittag lieber ins kühlere Haus umziehen.

Kein Kleben am Stuhl: Das richtige Mobiliar

Auch die Einrichtung des Heim-Büros kann bei hohen Temperaturen entscheidend sein. Vor allem der Stuhl steht hier im Fokus. Besonders angenehm sind Modelle mit luftdurchlässiger Rückenlehne. Auf Stühlen aus Plastik oder Kunstleder schwitzen Sie hingegen noch mehr. Als kurzfristige Abhilfe kann hier ein Handtuch oder Kissen auf der Sitzfläche oder im Rücken dienen.

Stecker ziehen: Elektrogeräte ausschalten

Elektrogeräte geben bei Betrieb Wärme ab – teilweise reicht dafür schon der Standby-Modus. Schalten Sie also alles ab, was Sie gerade nicht brauchen, wie zum Beispiel den Drucker, aber auch unnötige Lampen.

Ein Tipp: Herd, Backofen, Kühlschrank und Kaffeemaschine – die Küche ist voller Elektrogeräte und daher tendenziell einer der wärmsten Räume im Haus. Suchen Sie sich lieber einen kühleren Platz zum Arbeiten.

Kühles Nass: Fußbad, Sprühflasche und Co.

Kühles Nass kann für Abhilfe sorgen, wenn es Ihnen zu heiß wird. Ein kühles Fußbad unter dem Schreibtisch ist der Klassiker. Auch ein kühles, feuchtes Handtuch im Nacken hilft. Dieses sollten Sie austauschen, sobald es sich aufgewärmt hat. Mit einer Sprühflasche können Sie Ihre Haut leicht mit Wasser benetzen – die Verdunstung sorgt für Abkühlung. Achten Sie hier jedoch darauf, die Sprühflasche regelmäßig zu reinigen, ansonsten kann sie schnell zur Keimschleuder werden.

Die Handgelenke und Unterarme unter kaltes Wasser zu halten, kann Ihnen ebenfalls Erleichterung verschaffen. Auch an den Schläfen, am Hals und hinter den Ohren kann eine kalte Erfrischung guttun. Wenn Sie in der Pause Zeit dafür haben, können Sie auch kurz unter die lauwarme Dusche springen. Zu kalt sollte das Wasser jedoch nicht sein, damit Ihr Kreislauf nicht zu sehr belastet wird.
 

 
Alternativ zur Verwendung von Wasser können Sie auch kühlenden Fußbalsam oder Franzbranntwein auf Rücken und Beinen verwenden.

Frischer Wind: Ventilatoren und Klimaanlagen

Ventilatoren sorgen zwar nicht für eine niedrigere Raumtemperatur, aber dafür, dass die Luft in Bewegung gerät. Durch die Feuchtigkeit auf unserer Haut entsteht so der Eindruck von kühlendem Wind. Diesen Effekt können Sie verstärken, indem Sie ihre Haut zusätzlich etwas befeuchten. Für echte Abkühlung kann zudem eine Schale mit Eiswürfeln vor dem Ventilator sorgen.

Sie sollten jedoch darauf achten, den Ventilator in einiger Entfernung aufzustellen und nicht zu lange in der direkten Zugluft zu sitzen – sonst drohen unangenehme Verspannungen und trockene Haut.
 

 
Gehören Sie zu denjenigen, die über den Luxus einer eigenen Klimaanlage verfügen, sollten Sie die Raumtemperatur nicht zu kalt einstellen, sonst droht beim Gang ins Freie ein Hitzeschock. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz empfiehlt am Arbeitsplatz etwa sechs Grad unter der Außentemperatur.
 

 
Der frühe Vogel hat es kühler: Arbeitszeiten verschieben

Wenn Ihr Arbeitgeber es erlaubt, ist die Kombination aus Hitze und Homeoffice die perfekte Gelegenheit, zum Frühaufsteher zu werden. In den Morgenstunden ist es in der Regel noch nicht so warm und es lässt sich angenehmer arbeiten. Wenn Sie können, organisieren Sie Ihre Aufgaben nach Schwierigkeit: Alles, was mehr Konzentration erfordert, erledigen Sie am kühlen Morgen, leichtere Dinge später am Tag.

Als Ausgleich für den früheren Arbeitsbeginn ist eine längere Mittagspause empfehlenswert. Nach dem Vorbild der spanischen Siesta können Sie so der größten Hitze entgehen.

Verwendete Quellen:

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