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Diese Sexstudien haben wir 2017 diskutiert

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MEINUNGErotischer Jahresrückblick  

Wenn Forscher unser Sexleben unter die Lupe nehmen

Eine Kolumne von Jennifer Buchholz

23.12.2017, 12:14 Uhr
Diese Sexstudien haben wir 2017 diskutiert. Couple having sex (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/vadimguzhva)

War 2017 für Sie das Sexjahr? (Symbolbild) (Quelle: vadimguzhva/Thinkstock by Getty-Images)

Macht Monogamie zufriedener? Wie viele Menschen sterben beim Sex? Und wie "versext" ist Deutschland? Diese und andere prickelnde Fragen versuchten Wissenschaftler 2017 zu beantworten.

Dieser Artikel ist Teil unseres Jahresrückblicks. Hier finden Sie alle unsere Jahresrückblicke und Ausblicke auf 2018.

Wie viele Sexpartner haben die Deutschen?

Haben Männer mehr Sexpartner als Frauen? Was sind die häufigsten Sexpraktiken? Diesen Fragen ist dieses Jahr die Psychologin Julia Haversath von der Technischen Universität Braunschweig nachgegangen.

Zwischen Männern und Frauen gibt es einen großen Unterschied: Frauen haben im Leben rund fünf Sexualpartner, Männer doppelt so viele. Sie waren insgesamt mit durchschnittlich zehn Partnerinnen im Bett. Die Frage ist allerdings, wie ehrlich die Befragten bei ihren Antworten waren.

Und welche Sexart ist die Beliebteste? Ganz klar! Vaginalverkehr (rund 90 Prozent). Aber auch Oralsex (48 – 56 Prozent) ist, der Umfrage zur Folge, in deutschen Schlafzimmern beliebt. Besonders häufig lassen es 25- bis 29-Jährige krachen: und zwar rund 60 Mal pro Jahr. Davon können die meisten Männer ab 50 nur träumen: Sie haben 34 Mal pro Jahr Sex – gleichaltrige Frauen in dem Alter sogar nur noch 22 Mal pro Jahr.

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Befinden sich Viren im Sperma?

Mit dem Sperma ist es so eine Sache: Manche ekeln sich davor. Einige finden es toll. Es ist zwar der Ursprung des Lebens, aber auch der Herd vieler Krankheiten. Das ergab eine Untersuchung der Forschern der University of Oxford geht. Zu den gefährlichen Krankheitserregern, die in ihrer Studie im Sperma nachgewiesen wurden, zählten nicht nur HI- und Hepatitis-B-Viren. Auch Ebola- und Herpesviren werden demnach mit dem Samen beim Geschlechtsverkehr übertragen. Diese können – genau wie Zika-Viren – über mehrere Monate im Sperma überleben und dadurch Entzündung im Hoden verursachen.

Wussten Sie, dass Grippeviren und die Erreger von Röteln oder Sars ebenfalls durch Sperma beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können? Es ist wirklich verblüffend, was da alles im Sekret schwimmt.

Steckt der Westen in einer Spermakrise?

Apropros Sperma: Hagai Levine von der Hebrew University in Jerusalem versetzte dieses Jahr die Männer in Aufruhr: Sein Team stellte einen erheblichen Rückgang der Spermienanzahl der westlichen Welt fest – um über 50 Prozent. Ob dieser drastische Rückgang am Lebensstil oder der Ernährung liegt, ist noch nicht bekannt und soll weiter erforscht werden. 

Bevor Sie jetzt aber in Panik ausbrechen: Die Zahl liegt noch "weit über den Werten, die die Weltgesundheitsorganisation als Untergrenze der Zeugungsfähigkeit angibt", so Levine. 

Macht Monogamie zufriedener?

Ist Monogamie noch der Schlüssel für eine zufriedene Beziehung? Oder macht Polygamie glücklicher? Und wie zufrieden sind Europäer eigentlich mit ihrem Sexualleben? Diesen Fragen ging eine europaweite Studie, die auf dem Portal "Dalia Research" veröffentlicht wurde, auf den Grund.

Die Spanier sind demnach in sexueller Hinsicht am zufriedensten (41 Prozent). Dicht gefolgt von den Deutschen: 38 Prozent gaben an, mit ihrem Sexualleben "sehr zufrieden" zu sein. Wer hätte das gedacht? Und wie steht es um Polygamie und Monogamie? Machen offene Beziehungen sexuell zufriedener? Nicht wirklich. Zwar sind über 70 Prozent der Befragten in ihrer offenen Beziehung sexuell zufrieden. Aber: In einer monogamen Beziehung sind über 80 Prozent der Befragten glücklich mit ihrem Sexleben. Es ist wohl eher von Person zu Person verschieden, welche Beziehungsform mehr befriedigt. 

Bringt Sex uns um?

Bei Tod durch Sex denkt man vielleicht an gefährliche und waghalsige Sexspiele. Doch die Realität ist normaler: Rund ein Drittel der Liebestoten sterben beim Masturbieren, über 40 Prozent segnen beim Sex mit der Affäre oder einer Prostituierten im eigenen Bett das Zeitliche. Um auf diese Art zu sterben, müssen aber mehrere Faktoren zusammenkommen: Die Person muss laut Studie übergewichtig, männlich, über 50 sein und unter Herzproblemen leiden.

Der Tod nach oder beim Sex tritt jedoch sehr selten ein. Bei 38.000 Autopsien stellten die Forscher  aus Frankfurt am Main in ihrer Studie den Liebestot bei lediglich 99 Fällen fest.

Sie sollten also lieber aufpassen, wo und mit wem Sie sich vergnügen. Oder einfach auf Ihre Gesundheit achten.

Macht Alkohol Männer homosexuell?

In dieser Studie aus dem Mittleren Westen der USA geht es nicht um Männerbrüste und weibliche Hormone im Bier. Vielmehr zeigte der Versuch, dass sich mit steigendem Alkoholpegel bei Männern auch ihre sexuelle Bereitschaft gegenüber dem gleichen Geschlecht erhöht – obwohl sie sich als heterosexuell einordnen. Nach rund zehn Drinks sind demnach die meisten Männer genauso bereit, mit attraktiven Männern all das zu machen, was sie auch mit attraktiven Frauen tun würden – sich nüchtern aber nie trauen würden.

Sie sind jetzt sicherlich schon gespannt auf die Wirkung bei Frauen. Die ist leider nicht ganz so spektakulär: Frauen zeigen mit steigendem Alkoholpegel nicht mehr sexuelles Interesse an anderen Frauen– dafür haben sie mehr Lust auf Männer.

Haben treue Männer eine besondere Gesichtsform?

"An der Nase eines Mannes, erkannt man seinen Johannes." Dieses Klischee ist bekannt, aber nicht wirklich belegt. Wissenschaftlich belegt ist nun allerdings eine andere These: An der Gesichtsform eines Mannes erkennt man seine Treue.

Kanadische Wissenschaftler haben in ihrer Studie festgestellt, dass Männer mit einem breiten Gesicht auch einen stark ausgeprägten Sexualtrieb haben und einen freizügigeren Lebensstil bevorzugen. Oder kurz gesagt: Frauen, die eine monogame Beziehung wünschen, sollten Männer mit einem breiten Gesicht bei der Partnerwahl lieber meiden.

Sind Kiffer Sexmuffel?

Das Klischee vom faulen und langsamen Cannabiskonsumenten ist bekannt. Wie sieht dann erst sein Sexleben aus? Diese Frage stellten sich zumindest US-Forscher und kommen zu einem wirklich überraschenden Ergebnis: Wer täglich einen Joint raucht, hat ein Fünftel häufiger Sex als Nicht-Kiffer.

Laut der Wissenschaftler steigere der Marihuana-Konsum die Sexhäufigkeit – und zwar parallel zum Cannabiskonsum. Ob Sie sich deswegen nun vor Ihrem nächsten Date erst mal einen Joint gönnen, bleibt allerdings ganz Ihnen überlassen.

Um bei den Klischees zu bleiben: Wie sich Videospiele auf das Sexleben auswirken, erfahren Sie hier.


Jennifer Buchholz, Redakteurin bei t-online.de, schreibt in ihrer Kolumne "Lust, Laster, Liebe“ über Liebe, Partnerschaft und Sex. 

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