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Volle Lippen: Diese Möglichkeiten der Lippenkorrektur gibt es

Hyaluron oder OP?  

Volle Lippen: Wie die Lippen mehr Volumen bekommen

Ann-Kathrin Landzettel

21.02.2021, 17:50 Uhr
Volle Lippen: Diese Möglichkeiten der Lippenkorrektur gibt es. Eine junge Frau berührt ihre Lippen. Immer mehr Frauen lassen sich die Lippen vergrößern oder aufpolstern. Doch die Eingriffe bergen auch Risiken.  (Quelle: Getty Images/ Prostock-Studio)

Eine junge Frau berührt ihre Lippen. Immer mehr Frauen lassen sich die Lippen vergrößern oder aufpolstern. Doch die Eingriffe bergen auch Risiken. (Quelle: Prostock-Studio/Getty Images)

Woran denken Sie bei Schauspielerinnen wie Julia Roberts, Cameron Diaz und Angelina Jolie? Vermutlich auch an deren volle, ebenmäßige Lippen – ein Symbol für Sinnlichkeit und Erotik. Ein schöner Mund ist allerdings nicht jedem von Natur aus gegeben.

Doch die ästhetische Chirurgie kann nachhelfen. Hier boomen Lippenkorrekturen schon seit Jahren. Lesen Sie hier, welche Techniken es gibt, um das Lippenvolumen zu erhöhen, wo Risiken liegen und worauf Sie bei der Wahl des Arztes achten sollen.

Was sind Lippenkorrekturen?

Bei Lippenkorrekturen wird das Aussehen der Lippen auf Wunsch verändert. So kann der Arzt die Unterlippe und/oder Oberlippe in Form, Größe und Volumen anpassen. Dabei ist die Lippenvergrößerungen die am häufigsten angefragte Lippenkorrektur. "99 Prozent meiner Patienten sind Frauen. 95 Prozent wünschen sich mehr Lippenvolumen.

Ein kleiner Teil erhofft sich eine Verbesserung von Narben, die etwa durch Unfälle entstanden sind“ sagt Dr. Lutz Kleinschmidt, Leiter der Parkklinik Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach und Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC).

Welche Lippenkorrektur wählen Frauen und Männer?

Laut dem Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist bei den bis zu 40-jährigen Frauen die Lippenvergrößerung im Fokus. Die meisten wünschen sich mehr Volumen und vollere Lippen. Ab 40 Jahren werden vermehrt Fältchen-Korrekturen und Anpassungen der Konturen interessant. Männer hingegen suchen die Praxis des Experten nur sehr selten auf.

"Ich habe etwa zwei Mal im Jahr einen Mann mit einem Lippenkorrekturwunsch in meiner Praxis“, so Kleinschmidt. "Meist ist eine Vergrößerung des Lippenvolumens erwünscht.“

Dr. Lutz Kleinschmidt, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Spezialisierung: Behandlung des Gesicht, Leiter der Parkklinik Schloss Bensberg, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC)
Dr. Lutz Kleinschmidt ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und auf ist die Behandlung des Gesichts spezialisiert. Er leitet die Parkklinik Schloss Bensberg und ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC).

Volle Lippen: Welche Korrekturmöglichkeiten gibt es?

Um die Lippen optisch zu verändern, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Ein kurzer Überblick über häufige Lippenkorrekturen:

  • Die Unterspritzung: In den meisten Fällen werden die Lippen mit Hyaluronsäure unterspritzt und so voluminöser gestaltet. Auch eine Unterspritzung mit körpereigenem Fettgewebe oder Unterhautgewebe ist möglich. Ein weiteres Füllmaterial, das eingesetzt werden kann, ist Kollagen. Von der Unterspritzung mit Silikon rät die DGÄPC ab, da das Material nicht abbaubar ist und es zu unerwünschten tastbaren und sichtbaren Veränderungen der Lippen kommen kann. Mögliches Risiko: Neben Schwellungen können Blutergüsse auftreten, wenn ein Gefäß verletzt wird.
  • Unterlegung mit Gewebs- und Kunststoffstreifen: Der ästhetisch-plastische Chirurg setzt unter lokaler Betäubung schmalste Gewebs- oder Kunststoffstreifen in kleine Schnitte entlang der Lippenkontur. Mögliches Risiko: Die Streifen können als Fremdkörper unter der Lippenhaut tastbar sein und eventuell verrutschen. Auch kann es sein, dass der Körper die Streifen abstößt.
  • Lippenlift und operative Vergrößerung: Der Chirurg setzt einen Schnitt entlang der oberen Mundkontur am Lippenrot sowie einen Schnitt einige Millimeter oberhalb in der angestrebten Lippenform. Das dazwischen liegende Hautstück entfernt er, zieht das Lippenrot nach oben und vernäht es mit der oberen Linie. Alternativ kann ein feiner Hautstreifen direkt in der Falte des Nasenflügels entfernt werden, sodass die Oberlippe angehoben wird. Möglich ist auch, den Abstand zwischen Oberlippe und Nase operativ zu verkleinern. Mögliche Risiken: Wie bei allen größeren operativen Eingriffen kann es zu Infektionen, einem erschwerten Heilungsverlauf und zur Narbenbildung kommen.

Wie lange hält Hyaluron in den Lippen?

Abhängig von der eingesetzten Methode hält das Ergebnis einer Lippenkorrektur unterschiedlich lange:

  • Unterspritzung mit Hyaluronsäure: etwa 6 bis 12 Monate
  • Unterspritzung mit Körperfett oder Unterhautgewebe: bis zu 5 Jahre
  • Unterlegung mit Gewebs- und Kunststoffstreifen: dauerhaftes Ergebnis
  • operative Vergrößerung und Lippenlift: dauerhaftes Ergebnis

"Die Behandlung mit Hyaluronsäure ist die am häufigsten durchgeführte Lippenkorrektur-Methode. Zwar baut sich Hyaluron nach einigen Monaten ab. Dafür sind aber die Risiken der Behandlung gering und das Material in der Regel gut verträglich. Ein weiterer Vorteil ist, dass anschließende Behandlungen immer wieder neu an die Wünsche angepasst werden können", sagt Kleinschmidt.

Gesundheitliche Risiken von Lippenkorrekturen

Ganz ohne Risiken ist kein Eingriff. Je größer die durchgeführte Lippenkorrektur, desto mehr Risiken sind mit ihr verbunden. Während bei der Aufspritzung der Lippen mit Hyaluronsäure nur eine geringe Verletzung im Lippengewebe entsteht, ist das Infektionsrisiko bei chirurgischen Eingriffen deutlich höher.

"Bei der Hyaluronbehandlung beispielsweise schwillt die Lippe bereits nach wenigen Tagen ab. Es besteht nur ein geringes Risiko für Blutungen oder Narbenbildung. Auch das Risiko für Verletzungen der Nerven ist gering", erklärt Kleinschmidt.

Bei der Lippenbehandlung mit Eigenfett hingegen oder bei der Entnahme von Unterhautfettgewebe oder Gewebestreifen aus einem anderen Bereich des Körpers entstehen zwei Wundbereiche – und mit ihnen ein höheres Risiko für Komplikationen. Wird die Lippe zudem operativ verändert, ist das Ergebnis dauerhaft. Das kann von Vorteil sein, aber eben auch einen Nachteil darstellen – nämlich dann, wenn das Ergebnis nicht wie erhofft ist.

Wie finde ich einen guten Arzt?

"Wenden Sie sich beim Thema Lippenvergrößerung an einen erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die DGÄPC beispielsweise bietet auf ihrer Webseite eine Expertensuche für Lippenkorrekturen an“, sagt Kleinschmidt. "Auch viele Dermatologen führen Lippenkorrekturen durch. Wichtig ist immer, dass Sie sich an einen Experten wenden, der viel Erfahrung auf diesem Gebiet hat und über eine entsprechende Ausbildung verfügt.“

Ebenfalls wichtig ist, sich vor der Entscheidung in einem Aufklärungsgespräch ausführlich beraten zu lassen und genau hinzuschauen: Welche Möglichkeiten der Lippenkorrektur gibt es? Wo liegen mögliche Risiken? Hat der Arzt ausreichend Erfahrung mit Lippenkorrekturen? Sind die Behandlungsräume sauber und wird hygienisch gearbeitet? Teilen Sie dem Arzt zudem immer vorliegende Allergien und Erkrankungen mit oder wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen.

Die Kosten: Wie teuer ist eine Lippenvergrößerung?

Ganz günstig ist die Lippenkorrektur nicht. Laut dem Experten kostet eine Behandlung mit Hyaluron zwischen 300 und 500 Euro. Größere Lippenkorrekturen sind entsprechend teurer. Bei der Verwendung von Eigenfett ist, da dieses vorher abgesaugt und präpariert werden muss, bei der Erstbehandlung mit 1.000 bis 1.500 Euro zu rechnen, für Folgebehandlungen mit etwa 250 bis 350 Euro.

Bei sogenannten "Billigangeboten“ rät Kleinschmidt zur Vorsicht. Dann kann es sein, dass entweder das Material von minderer Qualität ist oder der Behandler nicht über die notwendige Expertise verfügt. Auch bei Schönheitsoperationen im Ausland ist der Verbraucherzentrale zufolge Vorsicht geboten. Übrigens: Für ästhetische Operationen, die medizinisch nicht erforderlich sind, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen keine Kosten.

Verwendete Quellen:

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