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Das sagen Sterne ĂŒber die HotelqualitĂ€t aus

dpa-tmn, Evelyn Steinbach

27.04.2022Lesedauer: 4 Min.
Ankunft im Hotel: Die meisten LĂ€nder der Welt bewerten ihre Hotels nach eigenen nationalen oder regionalen MaßstĂ€ben.
Ankunft im Hotel: Die meisten LĂ€nder der Welt bewerten ihre Hotels nach eigenen nationalen oder regionalen MaßstĂ€ben. (Quelle: valentinrussanov/getty-images-bilder)
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Hotels und FerienunterkĂŒnfte können bis zu fĂŒnf Sterne haben. Doch was unterscheidet HĂ€user mit zwei Sternen von denen mit vier Sternen? Wir geben Einblick in die Bewertungskriterien.

Das Wichtigste im Überblick


  • Ein Stern: Einfache Ausstattung, tĂ€gliche Reinigung
  • Zwei Sterne: Ab jetzt gibt es ein FrĂŒhstĂŒcksbuffet
  • Drei Sterne: Mittelklasse mit mehr Komfort
  • Vier Sterne: Aufzug, Hotelbar und Roomservice
  • FĂŒnf Sterne: Luxusklasse mit vielen Extras

Wer online oder im ReisebĂŒro nach einem Hotel sucht, greift nicht nach den Sternen. Aber er achtet auf ihre Anzahl. "Sie sind die WĂ€hrung der Hotels", sagt Markus Luthe, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Dehoga Deutsche Hotelklassifizierung. Diese Gesellschaft wacht in Deutschland darĂŒber, nach welchen Kriterien Sterne vergeben werden.

Vor allem Hotels, die nicht durch ihren Markennamen bekannt sind, nutzt die Klassifizierung. Allerdings ist die nicht ĂŒberall gleich. Die meisten LĂ€nder der Welt bewerten ihre Hotels nach eigenen nationalen oder regionalen MaßstĂ€ben.

Anders in Europa: Hier gibt es seit 2009 den Versuch, die Sterne zu vereinheitlichen. Unter Hotrec Hospitality Europe, dem europĂ€ischen Dachverband fĂŒr Hotels, Restaurants und CafĂ©s, haben sich 19 LĂ€nder einer Hotelstars Union angeschlossen.

Neben Deutschland gehören unter anderem Österreich, die Schweiz, Tschechien, Ungarn, die Niederlande, Belgien, DĂ€nemark, Schweden und Malta dazu. Sie alle eint ein Klassifikationssystem fĂŒr ihre Hotels: 247 Kriterien, nach denen ein bis fĂŒnf Sterne vergeben werden.

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Kriterien regelmĂ€ĂŸig auf dem PrĂŒfstand

"Alle drei Jahre ĂŒberprĂŒft eine Expertenkommission, ob die Kriterien eingehalten worden sind", sagt Luthe, der PrĂ€sident der Hotelstars Union ist. Mehr als 21.000 Hotels nehmen den Angaben nach europaweit an der freiwilligen Klassifizierung teil. "In Deutschland sind es aktuell 35 Prozent aller Hotels", so Luthe. Das sind gut 7.000 HĂ€user, die meisten haben drei Sterne.

Alle fĂŒnf Jahre werden die Kriterien angepasst, der derzeitige Katalog gilt noch bis 2025. Es gibt Mindestkriterien, die fĂŒr jeden weiteren Stern erfĂŒllt sein mĂŒssen, sowie ein Punktesystem, nach dem Ausstattung, QualitĂ€t und Service bewertet werden.

Besonders viele Punkte werden fĂŒr große Zimmer und Betten, einen Pool oder Kinderbetreuung vergeben. Auch eine Ladestation fĂŒr Elektroautos sowie ein Nachhaltigkeitszertifikat wirken sich positiv aus. Erzielt das Hotel mehr Punkte, als die Sterne-Kategorie vorgibt, darf es den Zusatz "Superior" fĂŒhren.

Klassifizierte Hotels mĂŒssen grundsĂ€tzlich sauber und gepflegt sein. Die Ausstattung muss funktionieren, es darf keinen Renovierungsstau geben. Aber worin unterscheiden sich die Sterne nun genau?

Ein Stern: Einfache Ausstattung, tÀgliche Reinigung

Hotels mit einem Stern bieten einfache Zimmer mit Dusche oder Badewanne und WC. Bett, Tisch, Stuhl und Schrank – viel mehr Möbel braucht man nicht. Ein paar Extras gibt es aber: Internet im Zimmer sowie einen Fernseher. Im Bad liegen pro Person ein Badetuch sowie Seife oder Waschlotion bereit. Wer hier ĂŒbernachtet, kann zudem sicher sein, dass tĂ€glich gereinigt wird.

Zwei Sterne: Ab jetzt gibt es ein FrĂŒhstĂŒcksbuffet

Ab zwei Sternen mĂŒssen die Mitarbeitenden am Empfang mindestens zweisprachig sein. Jeden Morgen gibt es ein FrĂŒhstĂŒcksbuffet. Die Ausstattung der Zimmer wirkt etwas komfortabler. So sind zum Beispiel ein Leselicht am Bett und grĂ¶ĂŸerer Stauraum fĂŒr Kleidung Pflicht. FĂŒr jeden Gast liegen zudem ein Bade- und Handtuch bereit.

Drei Sterne: Mittelklasse mit mehr Komfort

Bei drei Sternen kommen weitere Services dazu: Der Empfang muss 24 Stunden erreichbar sein. Auf Wunsch werden das GepĂ€ck transportiert, die WĂ€sche gewaschen und mehr Kissen organisiert. Auf dem Zimmer gibt es eine Kofferablage, einen Nachttisch und mehr Sitzgelegenheiten. Außerdem hat es Telefon, Haartrockner und Ankleidespiegel.

Vier Sterne: Aufzug, Hotelbar und Roomservice

Ab vier Sternen ist ein GĂ€stelift notwendig. Die Lobby ist grĂ¶ĂŸer, gemĂŒtlicher oder mĂŒndet gleich in eine Hotelbar. Im Zimmer stehen zusĂ€tzlich ein Sessel oder eine Couch und ein Beistelltisch. Der Fernseher zeigt ein internationales Programm. FĂŒr kĂŒhle GetrĂ€nke sorgen eine Minibar, ein 24-stĂŒndiger GetrĂ€nke-Roomservice oder eine Maxibar auf der Etage. Auf Wunsch gibt es Bademantel und Hausschuhe.

FĂŒnf Sterne: Luxusklasse mit vielen Extras

Wer fĂŒnf Sterne bucht, erhĂ€lt höchsten Komfort. Ob Concierge- und Shuttle-Dienste, kleine BegrĂŒĂŸungsgeschenke auf dem Zimmer oder ein 24-Stunden-Roomservice fĂŒr GetrĂ€nke und Speisen: In diesen Hotels werden sĂ€mtliche GĂ€stewĂŒnsche erfĂŒllt. Wertsachen können im Safe verstaut werden.

Sonnen sind keine Sterne

Soweit ein grober Einblick in die Kriterien der Sternenvergabe der Hotelstars Union. Allerdings finden sich auf Reiseportalen oder in Veranstalter-Katalogen oft auch Sonnen, Rauten, KĂ€stchen oder Punkte. "Sie haben nichts mit den Kriterien der Sternenvergabe zu tun", sagt Markus Luthe und fĂŒgt an: "Sie dĂŒrfen nur verwendet werden, wenn der Auszeichner erklĂ€rt, was darunter zu verstehen ist."

Dazu muss man wissen: Veranstalter fĂŒhren oft eigene Bewertungen durch, die sich an nationalen Standards und eigenen Beobachtungen orientieren. So kann es vorkommen, dass Hotels in der Kategorie des Veranstalters nicht der Sternenklassifizierung des Landes entsprechen. Deshalb sollte man sich die ErlĂ€uterungen zu den Einstufungen genau anschauen. Bei Pauschalreisen muss die Sterne-Landeskategorie vor der Buchung und auf der ReisebestĂ€tigung ersichtlich sein.

Ferienwohnungen tragen auch Sterne, aber andere

Eine Ausnahme gilt fĂŒr Ferienwohnungen, FerienhĂ€user und private Ferienzimmer mit bis zu neun Betten. FĂŒr diese vergibt der Deutsche Tourismusverband (DTV) eigene achtzackige Sterne.

"Die UnterkĂŒnfte beurteilen wir etwas tiefgreifender, zum Beispiel schauen wir auch nach Besteck und Geschirr in den SchrĂ€nken", erklĂ€rt Patrick Berger, der die Klassifizierungsabteilung des DTV leitet.

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Der Fokus liegt auf QualitĂ€t und Ausstattung. Ab drei Sternen ist beispielsweise WLAN ein Muss. Ab vier Sternen eine SpĂŒlmaschine und BettwĂ€sche. Anders als bei den Hotelsternen gibt es fĂŒr FerienhĂ€user und -wohnungen keinen europaweiten Zusammenschluss. DTV-Sterne gelten nur fĂŒr deutsche FerienunterkĂŒnfte. Rund 40.000 sind laut dem Verband klassifiziert. Berger: "Die meisten werden von privat vermietet."

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