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Der Umwelt zuliebe: Das ändert sich für Cluburlauber

Nachhaltiger Reisen  

Der Umwelt zuliebe: Das ändert sich für Cluburlauber

15.09.2019, 12:33 Uhr | Susanne Freitag/srt

Der Umwelt zuliebe: Das ändert sich für Cluburlauber. Der Aldiana Club in Andalusien: Gäste erhalten bei ihrer Anreise eine Mehrwegtrinkflasche aus Titan, die sie an elf Wasserspendern, die in der Anlage verteilt sind, auffüllen können. (Quelle: srt)

Der Aldiana Club in Andalusien: Gäste erhalten bei ihrer Anreise eine Mehrwegtrinkflasche aus Titan, die sie an elf Wasserspendern, die in der Anlage verteilt sind, auffüllen können. (Quelle: srt)

Nachhaltigkeit ist selbst im Urlaub ein großes und wichtiges Thema – auch in den Resorts von Club Med, Robinson, TUI und Co. Doch wie nachhaltig sind sie wirklich? 

Umweltfreundlichkeit spielt für immer mehr Urlauber eine Rolle. Darauf stellen sich auch die Ferienclubs wie Club Med, Robinson, TUI Magic Life, Calimera, Aldiana und Co. ein. Neue Anlagen werden mehr und mehr nach diesem Grundsatz gebaut und ältere Resorts umweltfreundlicher upgegradet.

So wollen die Anbieter ihre Clubs nachhaltiger machen:

Robinson Club

Besonders aktiv ist der Robinson Club mit der so genannten "6-V-Strategie", durch die Handlungsmaßgaben:

  • Vermeiden
  • Verringern
  • Verschönern
  • Vermitteln
  • Verwerten
  • Verstehen

Diese sechs Punkte sind fest in der Unternehmensphilosophie verankert. Die Restaurants nutzen verstärkt regionale Produkte sowie Großgebinde, und seit mehreren Jahren wird der Müll getrennt.

Die beiden Clubs auf den Malediven, Maldives und Noonu, gewinnen ihr Trinkwasser über Meerwasserentsalzungsanlagen, die Gäste bekommen ausschließlich Glasflaschen. Beide Clubs sparten so zusammen jährlich rund 800.000 Plastikflaschen, heißt es aus Hannover.

Photovoltaikanlage im Robinson Club Apulia: Sie ist eine der größten eines Hotels in Europa. (Quelle: srt/Robinson)Photovoltaikanlage im Robinson Club Apulia: Sie ist eine der größten eines Hotels in Europa. (Quelle: srt/Robinson)

Zusätzlich haben mehrere Resorts hauseigene Anlagen zur nachhaltigen Energieerzeugung. Der Club Apulia etwa kann einen Teil seines Energiebedarfs mit einer der größten Photovoltaikanlagen eines Hotels in Europa selbst abdecken. Der Club Cala Serena auf Mallorca gewinnt Salzwasser aus eigenen Brunnen, das mit Hilfe geothermischer Wärmepumpen für die Klimatisierung der Zimmer und zur Kühlung der Kühlhäuser eingesetzt wird. Über eine Meerwasserentsalzungsanlage wird es außerdem zu Trinkwasser und Poolfüllung. Aus der dabei entstehenden Salzlake erzeugt man Chlor zur Desinfektion der Pools.

Der 2018 erbaute "Torre", das Hauptgebäude des Robinson Club Jandia Playa in Las Palmas, ist nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen errichtet und dafür mit dem Platin-Status der DGNB ausgezeichnet worden. Außerdem verzichten viele Anlagen auf Plastikstrohhalme, der Club Esquinzo Playa auf Fuerteventura ist etwa auf biologisch abbaubare Trinkhalme umgestiegen und im Club Soma Bay in Ägypten kommen Papierstrohhalme zum Einsatz. 

Club Med

Korallenrahmen im Club Med Kani auf den Malediven: Damit haben die Gäste die Möglichkeit, der Umwelt zu helfen. (Quelle: srt/Club Med)Korallenrahmen im Club Med Kani auf den Malediven: Damit haben die Gäste die Möglichkeit, der Umwelt zu helfen. (Quelle: srt/Club Med)

Bei Club Med sind mehr als 75 Prozent der Anlagen Green Globe zertifiziert. Im Club Med Kani können die Gäste etwa Korallenrahmen bauen und diese unter Aufsicht eines Meeresbiologen ins Wasser legen, um neue Riffs entstehen zu lassen.

Und die Mitarbeiter des Malediven-Resorts tragen zu 100 Prozent recycelte Uniformen. Die nur fünf Minuten per Boot entfernten Finolhu-Villen auf der Insel Gasfinolhu beziehen außerdem die meiste Energie aus Sonnenkollektoren.

Club Calimera

Die meisten Resorts aller Anbieter ersetzen Einwegplastikbecher und -besteck nach und nach durch Versionen aus Papier oder Metall. Die Calimera Clubs Simantro Beach in Chalkidiki und Sirens Beach auf Kreta wählen dafür Nudeln und im Club Calimera Es Talaial auf Mallorca trinken die Gäste ihre Cocktails durch Papierhalme.

Aldiana Club

Im Aldiana Club in Andalusien erhielten die Gäste bei ihrer Anreise eine Mehrwegtrinkflasche aus Titan, die sie an elf Wasserspendern, die in der Anlage verteilt sind, auffüllen können, berichtet Geschäftsführerin Stefanie Brandes. Bei der Abreise dürfen sie die Flasche als Urlaubserinnerung mitnehmen. Durch die Nutzung der Mehrwegflaschen würden in einem Jahr rund 225.000 Einwegplastikflaschen eingespart. Im kommenden Geschäftsjahr soll das Projekt "plastikfrei" auf alle zehn Aldiana Club Resorts erweitert werden.

Resortgruppe Sandals & Beaches

Die karibische Resortgruppe Sandals & Beaches verzichtet seit diesem Jahr in allen 18 Häusern völlig auf Styropormaterialien, nachdem 2018 sämtliche Einwegtüten und Strohhalme entfernt wurden. Langfristig sollen alle Anlagen frei von Einwegplastik werden. Für die Einführung und Umsetzung nachhaltiger Programme beschäftigt jedes Resort einen eigenen Manager für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit. 


TUI Magic Life

Interessierte Gäste von TUI Magic Life können sich in den Nachhaltigkeitsberichten der einzelnen Häuser über das Umwelt-Engagement informieren. Im TUI Magic Life Club Sarigerme ist etwa ein "Plastic Reduction Workshop" geplant. Zu den umweltfreundlichen Maßnahmen gehören außerdem Glastrinkhalme im Cala Pada, eine Studie zu Wassereinsparung in Fuerteventura und Pastraws in Plimmiri.

Verwendete Quellen:
  • Reiseredaktion srt

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