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Lexikon zum Klimawamdel: Greta Thunberg – wer ist dieses Mädchen?


Klima-Lexikon  

Greta Thunberg

Von Rebekka Wiese

06.03.2020, 15:02 Uhr
Lexikon zum Klimawamdel: Greta Thunberg – wer ist dieses Mädchen?. Greta Thunberg bei einem Klimastreik der Fridays for Future in Lausanne: Die Schülerin stieß mit ihrem Protest eine globale Bewegung an. (Quelle: Reuters/Pierre Albouy)

Greta Thunberg bei einem Klimastreik der Fridays for Future in Lausanne: Die Schülerin stieß mit ihrem Protest eine globale Bewegung an. (Quelle: Pierre Albouy/Reuters)

Eine Klimakonferenz ohne Greta Thunberg? Das ist heute kaum noch vorstellbar. Die schwedische Schülerin ist die vermutlich prominenteste Klimaaktivistin der Welt. Wer ist dieses Mädchen?

Eigentlich wollte Greta Thunberg nur drei Wochen streiken. Doch der Klimaprotest, den die damals 15-Jährige am 20. August 2018 begann, dauert bis heute an. Damals setzte sich Thunberg mit einem Pappschild vor den Reichstag in Stockholm,  "Skolstrejk för klimatet", stand darauf: "Schulstreik für das Klima". Mit ihrem Protest stieß Thunberg die vielleicht größte Jugendbewegung der Welt an: die Fridays for Future.

Thunberg wollte die Wochen vor den schwedischen Parlamentswahlen nutzen, um auf ein Thema aufmerksam zu machen, das ihr besonders am Herzen lag: die Klimakrise. Und schon am zweiten Tag setzten sich zwei weitere Jugendliche zu ihr, bald waren es noch mehr. Es dauerte nicht lange, bis die Presse das Mädchen mit dem Pappschild entdeckte. Und nicht nur die: Am Tag nach den Wahlen in Schweden lud der Schauspieler Arnold Schwarzenegger Greta Thunberg zu einem Klimakongress nach Wien ein. Plötzlich war die 15-Jährige selbst ein Star.

Dass Thunbergs Protest so schnell auf so viel Aufmerksamkeit stieß, hat vermutlich viele Gründe. Einerseits spielte die Zeit Thunberg in die Hände: Schon länger gab es vereinzelte Proteste gegen die fortschreitende Erhitzung der Erde, der Sommer 2018 war nicht nur in Schweden außergewöhnlich heiß und trocken. Andererseits ist Greta Thunberg – das Mädchen mit den zwei Zöpfen und dem Asperger-Syndrom – eine Figur, die sich gut erzählen lasst. Auch das dürfte zu ihrem Erfolg beigetragen haben.

Thunberg streikt noch immer – aber nur freitags

Nach drei Wochen beschloss Thunberg, ihren Streik fortzusetzen – aber nur noch freitags. Unter dem Hashtag "Fridays for Future" rief sie Schüler auf der ganzen Welt auf, sich ihr anzuschließen. So entstand eine globale Welle von Schülerprotesten: die Fridays for Future.

Im Dezember 2018 reiste Thunberg mit dem Zug nach Polen: zur UN-Klimakonferenz in Katowice. Diesem ersten internationalen Auftritt folgten viele weitere: das Weltwirtschaftsforum in Davos, die Klimakonferenz in Wien, der UN-Klimagipfel in New York. Inzwischen findet kaum noch eine Klimakonferenz statt, zu der Greta Thunberg nicht eingeladen wird. Um ihr Engagement als Klimaaktivistin fortführen zu kennen, pausierte Thunberg für ein Jahr in der Schule. In dieser Zeit reiste sie unter anderem nach Nordamerika – mit einem Segelboot, weil sie konsequent auf Flugreisen verzichtet.

"How dare you?"

Als besonders einflussreich – und umstritten – gilt Thunbergs Rede vor den UN-Delegierten in New York: Beinahe zitternd vor Wut schleuderte sie den Regierungsvertretern aus aller Welt entgegen: "How dare you?" – "Wie könnt ihr es wagen?" Sie beschuldigte die Politiker, zu wenig gegen den Klimawandel zu tun und alle kommenden Generationen im Stich zu lassen. Nach der Rede warfen Kritiker Thunberg vor, sich mit dem emotionalen Auftritt blamiert zu haben. Doch Thunberg bekam auch viel Lob für ihre mutigen Worte.

Ohnehin musste Thunberg auch harte Kritik einstecken. Dass sie trotz ihres jungen Alters immer klar und selbstsicher auftritt und in ihrer ökologischen Überzeugung gewissermaßen radikal ist, stieß immer wieder auf Missfallen. Zudem wurde Thunberg zu einer Zielscheibe von vor allem rechtspopulistischer Hetze und Verschwörungstheorien. Ihr prominentester Feind ist der US-Präsident Donald Trump, der es Thunberg verübelte, dass das einflussreiche "Time Magazine" sie zur Person des Jahres 2019 wählte – und nicht ihn.

Verwendete Quellen:

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