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Waldbrände: Riesige Feuer drohen am Nordpolarkreis

Satellitenbilder zeigen die Lage  

Riesige Brände drohen am Nordpolarkreis

28.05.2020, 10:48 Uhr | dpa

Waldbrände: Riesige Feuer drohen am Nordpolarkreis. Satellitenbild der Nordhalbkugel: Brände werden vorrangig in Sibirien erwartet. (Quelle: dpa/NASA/ZUMA Wire)

Satellitenbild der Nordhalbkugel: Brände werden vorrangig in Sibirien erwartet. (Quelle: NASA/ZUMA Wire/dpa)

Wissenschaftler haben Satellitenbilder der nördlichen Halbkugel ausgewertet, die eine dramatische Situation offenlegen: Offenbar wird es zu enormen Bränden kommen. Vor allem ein Land soll betroffen sein.

Am Nordpolarkreis lodern Forschern zufolge wahrscheinlich schon wieder Wald- und Flächenbrände. Satellitenbilder lassen darauf schließen, dass sich nach den schlimmen Bränden vom vergangenen Sommer erneut erste Feuer entzündet haben. Das teilte der von der EU finanzierte Copernicus Atmosphere Monitoring Service (Cams) im britischen Reading mit. "Das muss jedoch noch durch Messungen am Boden bestätigt werden." Die Forscher sprechen von der Gefahr neuer großer Feuer.

Feuer vor allem in Sibirien

Die Feuer wüten der Auswertung zufolge vor allem in Sibirien, wie ein Sprecher sagte. "Dort brennen die Tundra und andere nicht eisbedeckte Flächen."

In Russland kämpft die Feuerwehr seit Wochen gegen Waldbrände. Mehr als 5.600 seien landesweit bereits gemeldet worden, teilten die Behörden mit. Dabei seien auch schon mehr als 250 Gebäude zerstört worden.

Mehr Luftverschmutzung registriert

Zwar gibt es im hohen Norden der Erdhalbkugel immer wieder Brände in den Sommermonaten, sie fielen im vorigen Jahr aber deutlich größer aus als sonst. Die Luftverschmutzung nahm erheblich zu. Allein im Juli lagen die CO2-Emissionen in der Arktis mit geschätzt rund 50 Megatonnen doppelt so hoch wie in den entsprechenden Monaten der Vorjahre, ergaben Hochrechnungen. Das ist in etwa die Menge an Kohlendioxid, die Schweden pro Jahr ausstößt.

Wald- und Flächenbrände gebe es auch in anderen Regionen der Welt, zum Beispiel in den Tropen, teilte der EU-Dienst weiter mit. "Dort ist die Brandsaison vor Kurzem zu Ende gegangen." Die Emissionen in den zentralamerikanischen Ländern wie Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama lägen über dem Durchschnitt der Jahre 2003 bis 2019.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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