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5600 Flüchtlinge aus Mittelmeer vor Libyen gerettet

Von afp
25.05.2016Lesedauer: 1 Min.
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Die italienische Küstenwache hat innerhalb von 48 Stunden rund 5600 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Die Menschen waren in nicht seetüchtigen Booten auf dem Weg von Libyen in die EU. An den Rettungsaktionen seien zivile und militärische Schiffe beteiligt gewesen.

Dies teilte die italienische Küstenwache mit. Damit kamen nach Zählungen des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR seit Jahresbeginn fast 40.000 Menschen auf diesem Weg im Süden Italiens an.

23 Rettungseinsätze in zwei Tagen


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Unter anderem wurden allein am Dienstag wurden nach Angaben der Küstenwache mehr als 3000 Menschen aus Booten gerettet. Am Montag hatten zwei italienische Kriegsschiffe rund 500 Flüchtlinge aufgenommen.

Zwei Schiffe der Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen holten 788 Menschen an Bord, ein irisches Kriegsschiff weitere mehr als hundert Flüchtlinge. Insgesamt gab es binnen 48 Stunden 23 Rettungseinsätze.

Alternative zur Balkanroute

Bis vor kurzem war der Großteil der Flüchtlinge mit dem Ziel EU über die Ägäis nach Griechenland und von dort aus über die Balkanroute weiter in Länder wie Deutschland gelangt. Nach der Schließung der Balkanroute Anfang März und der Einigung auf das EU-Flüchtlingsabkommen mit der Türkei könnte aber wieder verstärkt die Fluchtroute genutzt werden, die von Nordafrika über das Mittelmeer nach Italien führt.

Bislang gibt es aber nach Angaben von Behörden noch keine Hinweise darauf, dass Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afghanistan auf die Route über Libyen umschwenken. Die meisten der seit Jahresbeginn übers Mittelmeer nach Italien gekommenen Menschen stammen demnach aus Ländern südlich der Sahara.

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  • Camilla Kohrs
Von Camilla Kohrs
EUFlüchtlingeItalienLibyenMittelmeer

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