Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Europäische Union >

Mittelmeer: Sea Watch meldet Tod eines Kindes auf Flüchtlingsboot

Seit 35 Stunden auf hoher See  

Sea Watch meldet Tod eines Kindes auf Flüchtlingsboot

30.05.2019, 14:02 Uhr | AFP

Mittelmeer: Sea Watch meldet Tod eines Kindes auf Flüchtlingsboot. Unterwegs mit der Sea Watch (Archivbild): Die Hilfsorganisationhat den Tod eines Kindes auf einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer gemeldet.  (Quelle: imago images/Rene Traut)

Unterwegs mit der Sea Watch (Archivbild): Die Hilfsorganisationhat den Tod eines Kindes auf einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer gemeldet. (Quelle: Rene Traut/imago images)

Laut Sea Watch hat sich die Lage auf dem Mittelmeer drastisch verschärft. Der italienischen Küstenwache wird vorgeworfen, tatenlos zuzusehen. Etwa 90 Menschen treiben seit 35 Stunden auf See, ein Kind ist verstorben.

Die deutsche Hilfsorganisation Sea Watch hat den Tod eines fünfjährigen Kindes auf einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer gemeldet. Die Situation an Bord habe sich drastisch verschärft, etwa 90 Menschen seien seit 35 Stunden auf See, schrieb Sea Watch im Kurzbotschaftendienst Twitter mit Verweis auf Informationen der von ihr betriebene Notrufstelle für Migranten, Alarm Phone. Demnach steht Alarm Phone in Kontakt mit Menschen an Bord des überfüllten Schlauchboots.

Die italienische Küstenwache beobachte das Flüchtlingsboot, warte aber auf die libysche Küstenwache anstatt einzugreifen, hieß es weiter. "Eine Notsituation verschwindet nicht einfach, wenn man wegschaut."

Einsatz ziviler Hilfsorganisationen von Behörden blockiert

Das maltesische Militär hatte zuvor eigenen Angaben zufolge 75 Menschen aus Seenot gerettet, die sich an ein Thunfischgehege vor Libyens Küste geklammert hatten. Sie würden nach Malta gebracht. Nach Angaben des UN-Flüchtlingswerks UNHCR kamen zudem zwei Flüchtlingsboote mit insgesamt 103 Menschen in der Nacht auf der italienischen Insel Lampedusa an. Sie seien vor mindestens drei Tagen in Libyen aufgebrochen.

Viele Marineschiffe, die in den vergangenen Jahren die libysche Küste patrouilliert hatten, wurden inzwischen abgezogen. Der Einsatz ziviler Hilfsorganisationen wie Sea Watch wird von den Behörden blockiert.
 


Immer wieder ertrinken zahlreiche Flüchtlinge im Mittelmeer beim Untergang ihrer oft nicht seetüchtigen Boote, die meisten beim Versuch der Überfahrt von Libyen in die EU. Das UNHCR spricht deshalb von der tödlichsten Meeresüberquerung der Welt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaTV jetzt 1 Jahr inklusive erleben!*
hier Angebot sichern
Anzeige
Die neuesten Technik-Trends: Mieten ist das neue Kaufen
OTTO NOW entdecken
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal