t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon



HomePolitikAusland

Iran: Ohne Kopftuch getanzt – Sorge um Frauen wächst


Entschuldigungsvideo erzwungen?
Nach Tanz ohne Kopftuch: Sorge um iranische Frauen wächst

Von afp, t-online, csi

Aktualisiert am 15.03.2023Lesedauer: 2 Min.
Player wird geladen
Viraler Tanz: Diese Mädchen riskieren Leben und Freiheit. (Quelle: t-online)
Auf WhatsApp teilen

Sie tanzten ohne Kopftuch zu Hip-Hop-Musik vor einem Wohnblock – das Video ging viral. Jetzt sollen die jungen Frauen im Iran festgenommen worden sein.

Nach der Veröffentlichung eines Videos von ohne Kopftuch tanzenden jungen Frauen wächst im Iran die Sorge um die Protagonistinnen. Die Frauen seien festgenommen und zu einem Entschuldigungsvideo gezwungen worden, hieß es am Dienstag auf Telegram- und Twitter-Konten, die den Clip in der vergangenen Woche mit als Erste verbreitet hatten.

Zeitgleich tauchte in Onlinenetzwerken ein Video auf, in dem vier Frauen mit komplett bedecktem Kopf bedauern, in einem Video getanzt zu haben. Die Nachrichtenagentur AFP konnte die Echtheit und die Begleitumstände für dieses Video zunächst nicht prüfen.

Empfohlener externer Inhalt
X
X

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Sänger des Songs verbreitete Video weiter

Das Ursprungsvideo mit den tanzenden Frauen war in der vergangenen Woche in den sozialen Medien verbreitet worden und wurde immer beliebter. Die fünf Frauen tanzen darin in Teheran mit offenen Haaren zu dem Song "Calm Down" des nigerianischen Sängers Rema. Dieser hatte das Video weiterverbreitet und dazu geschrieben: "Für all die wunderbaren Frauen, die sich für eine bessere Welt einsetzen. Ihr seid eine Quelle der Inspiration, ich singe mit Euch und ich träume mit Euch."

Im Iran protestieren Menschen seit Monaten gegen das Islamische Regime. Männer und vor allem viele Frauen fordern mehr Rechte ein. Gegen die öffentlichen Proteste gehen die sogenannten Sicherheitskräfte brutal vor. Zehntausende Menschen wurden bisher festgenommen, Hunderte sind gestorben.

Die Demonstrationen waren durch den Tod der 22-jährigen Kurdin Mahsa Amini ausgelöst worden, die in Polizeigewahrsam starb. Sie war im September von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie ihr Kopftuch nicht ordnungsgemäß getragen haben soll. Aktivisten werfen der Polizei vor, Amini misshandelt zu haben.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel



TelekomCo2 Neutrale Website