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Irak: Fünf IS-Anhängerinnen aus Deutschland in Mossul festgenommen

Vermisste 16-Jährige darunter?  

Deutsche IS-Frauen im Irak festgenommen

18.07.2017, 09:03 Uhr | dpa

Irak: Fünf IS-Anhängerinnen aus Deutschland in Mossul festgenommen. In Mossul sind bei einer Militäroperation der irakischen Armee in einem Tunnel offenbar fünf deutsche Frauen aufgegriffen worden. Sie sollen für den IS gekämpft haben. (Symbolbild) (Quelle: AP/dpa/Felipe Dana)

In Mossul sind bei einer Militäroperation der irakischen Armee in einem Tunnel offenbar fünf deutsche Frauen aufgegriffen worden. Sie sollen für den IS gekämpft haben. (Symbolbild) (Quelle: Felipe Dana/AP/dpa)

Sie sollen sich zuletzt in einem Tunnel in Mossul versteckt haben: In der befreiten IS-Hochburg wurden offenbar 20 Anhängerinnen der Terrormiliz festgenommen, darunter fünf deutsche. Nach Informationen der "Welt" befindet sich möglicherweise auch eine 16-jährige Schülerin aus Sachsen darunter.

Ein Offizier berichtet, die Frauen hätten sich in einem Tunnelsystem des IS versteckt. Sie hätten Waffen und Sprengstoffgürtel in ihrem Besitz gehabt, um die irakische Truppen anzugreifen. Demnach arbeiteten sie für die Polizei des IS. Unter den Festgenommenen seien auch Frauen aus Russland, der Türkei, Kanada und Tschetschenien gewesen.

Die Sicherheitsbehörden prüfen jetzt, ob die 16-Jährige aus Pulsnitz bei Dresden unter den Frauen ist. Sie war im Sommer 2016 verschwunden, kurz nachdem sie zum Islam konvertiert war. Sie soll über Internet-Chats mit IS-Anhängern in Kontakt gestanden haben. Die Staatsanwaltschaft in Dresden ermittelte gegen sie wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, stellte die Ermittlungen wegen Abwesenheit des Mädchens aber ein.

"Es gibt neue Erkenntnisse beim Landeskriminalamt, die geprüft werden", sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase. "Wenn sie wieder auftaucht und eindeutig identifiziert ist, werden die Ermittlungen wieder aufgenommen."

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