Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Google-Entwickler wegen sexistischem Schreiben gefeuert

Schreiben sorgt für Empörung  

Google-Entwickler wegen Sexismus gefeuert

08.08.2017, 17:03 Uhr | AFP, pdi

Google-Entwickler wegen sexistischem Schreiben gefeuert. Ein Google-Entwickler sorgte mit einem sexistischen Schreiben weltweit für Aufregung. (Quelle: Reuters/Mike Blake)

Ein Google-Entwickler sorgte mit einem sexistischen Schreiben weltweit für Aufregung. (Quelle: Mike Blake/Reuters)

Ein Google-Entwickler sorgte weltweit für Wirbel und Empörung. In einem Schreiben schildert er vermeintliche Gründe zu dem geringen Anteil von Frauen in der Technologiebranchen – und diese sind sexistisch und diskriminierend. 

Der Google-Ingenieur behauptete, der geringe Frauen-Anteil in Techfirmen sei mit "biologischen" Gründen zu erklären. Damit sorgte er für viel Aufregung innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Google reagierte sofort und feuerte den Entwickler. Der Ingenieur habe selbst seinen Rauswurf bestätigt, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag. Google äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.

Kein Ausrutscher – ein Schriftstück von rund 3000 Wörtern

Der Entwickler, dessen Namen nun mit James Damore angegeben wurde, hatte den geringen Anteil von Frauen in der Technologiebranche mit "biologischen" Unterschieden der Geschlechter erklärt. In dem Schriftstück von rund 3000 Wörtern erklärte er, die Vorlieben und Fähigkeiten von Männern und Frauen unterschieden sich teils aus biologischen Gründen. Diese Unterschiede könnten erklären, warum Frauen in der Technologiebranche und in Führungspositionen unterrepräsentiert seien.

Frauen seien "offener gegenüber Gefühlen und gegenüber Ästhetik", sie zögen daher die Arbeit in sozialen oder künstlerischen Branchen vor. Männer hingegen verfügten über "natürliche Fähigkeiten", die sie zu besseren Programmierern machten.

Google "unterstützt, fördert oder ermutigt" die Aussagen nicht

Das interne Schriftstück gelangte am Sonntag an die Öffentlichkeit. Danielle Brown, die neue Google-Managerin für Diversität, zuständig also für die Vielfalt der Belegschaft auch im Hinblick auf die Geschlechter, wies die Ansichten unverzüglich zurück. In einer E-Mail an die Angestellten erklärte sie, diese Äußerungen würden weder von ihr noch vom Konzern "unterstützt, gefördert oder ermutigt".

Die US-Technologiebranche ist von Männern dominiert. In letzter Zeit sind vermehrt Frauen an die Öffentlichkeit gegangen, die sich wegen Diskriminierung beschwerten.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Highspeed mit Hightech: mit MagentaZuhause surfen!
hier MagentaZuhause M sichern
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal