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Trauer in Kuba: Ältester Sohn von Fidel Castro ist tot

Trauer in Kuba  

Ältester Sohn von Fidel Castro nimmt sich das Leben

02.02.2018, 11:33 Uhr | dpa, pdi

Trauer in Kuba: Ältester Sohn von Fidel Castro ist tot. Fidel Castros ältester Sohn, Fidel Castro Diaz-Balart, spricht mit Medienvertretern: Der älteste Sohn des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro ist tot. (Quelle: dpa)

Fidel Castros ältester Sohn, Fidel Castro Diaz-Balart, spricht mit Medienvertretern: Der älteste Sohn des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro ist tot. (Quelle: dpa)

Er war nicht nur der älteste Sohn von Fidel Castro, sondern auch Atomphysiker und enger Berater der Regierung. Fidel Ángel Castro ist tot – er beging offenbar Suizid.

Der älteste Sohn des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro ist tot. Fidel Ángel Castro Díaz-Balart habe Suizid verübt, berichtete die Parteizeitung "Granma". Der 68-Jährige habe seit Monaten unter schweren Depressionen gelitten und sei von einem Ärzteteam behandelt worden. Zunächst sei er stationär in einem Krankenhaus, zuletzt aber nur ambulant betreut worden, hieß es in dem Bericht.

"Er hat sich heute Morgen das Leben genommen", sagte eine Nachrichtensprecherin im Staatsfernsehen. Die Beerdigung werde im engen Familienkreis stattfinden. Die Nachricht löste bei den Kubanern Erstaunen aus: Üblicherweise gibt die kubanische Regierung keine Details über die Todesumstände von Funktionären bekannt – besonders nicht, wenn es sich um Suizid handelt.

Kubanisches Atomprogramm

"Fidelito", wie er auf der sozialistischen Karibikinsel genannt wurde, war der einzige Sohn aus der Ehe von Fidel Castro mit Mirtha Díaz-Balart. Er sah seinem Vater sehr ähnlich. Fidel Castro hatte mindestens sieben Kinder. Der "Máximo Líder" machte allerdings um sein Familienleben immer ein Geheimnis.

Fidel Ángel Castro Díaz-Balart studierte Atomphysik in der damaligen Sowjetunion. Aus Sicherheitsgründen war er dort unter dem falschen Namen José Raúl Fernández eingeschrieben. Von 1980 bis 1992 leitete er das kubanische Atomprogramm, bevor er von seinem Vater abgesetzt wurde.

Er vertrat Kuba bei der Internationalen Atomenergie-Organisation und war für den Bau des nie fertiggestellten Atomreaktors Jaraguá bei Cienfuegos verantwortlich. Zuletzt war er wissenschaftlicher Berater der Regierung und Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften in Kuba.

Kein Castro an der Staatsspitze

Er war mit der Russin Natascha Smirnowa verheiratet, mit der er drei Kinder hatte: Mirta María, Fidel Antonio und José Raúl. Das Paar ließ sich scheiden und "Fidelito" heiratete neu. Mütterlicherseits ist er mit den Brüdern Lincoln und Mario Díaz-Balart verwandt, die als Kongressabgeordnete von Miami aus Stimmung gegen die sozialistische Regierung in Havanna machten.

Zum letzten Mal trat Fidel Ángel Castro Díaz-Balart im August vergangenen Jahres öffentlich in Erscheinung, als der Chemie-Nobelpreisträger Peter Agre in die Kubanische Akademie der Wissenschaften aufgenommen wurde.

Sein Vater Fidel Castro war am 25. November 2016 im Alter von 90 Jahren gestorben. Er hatte das Land 47 Jahre regiert und sich 2006 aus der aktiven Politik zurückgezogen. Im kommenden April will auch sein Nachfolger und Bruder Raúl Castro zurücktreten. Erstmals seit fast 60 Jahren steht dann kein Castro mehr an der Staatsspitze in Kuba.

Anmerkung der Redaktion: Suizidalität ist ein schwerwiegendes gesellschaftliches Problem. Wenn Sie selbst zu dem Kreis der Betroffenen gehören, finden Sie Hilfe zum Beispiel bei der Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter den Rufnummern 0800-1110111 oder 0800-1110222 sind Berater rund um die Uhr erreichbar. Die Anrufe sind anonym möglich. Hilfe für Angehörige und Betroffene bietet auch der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker per Telefon- und E-Mail-Beratung: Unter der Rufnummer 01805-950951, der Festnetznummer 0228-71002424 sowie der E-Mailadresse seelefon@psychiatrie.de können die Berater kontaktiert werden. Direkte Anlaufstellen sind auch Hausärzte sowie auf Suizidalität spezialisierte Ambulanzen in psychiatrischen Kliniken.

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • rtr

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