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Konflikte: USA verurteilen neue Gewalt in Nicaragua mit drei Toten

Konflikte  

USA verurteilen neue Gewalt in Nicaragua mit drei Toten

18.07.2018, 08:02 Uhr | dpa

Konflikte: USA verurteilen neue Gewalt in Nicaragua mit drei Toten. Milizen stehen neben einer niedergerissenen Barrikade, nach dem Pro-Regierungsmilizen und die Polizei die Nachbarschaft stürmten.

Milizen stehen neben einer niedergerissenen Barrikade, nach dem Pro-Regierungsmilizen und die Polizei die Nachbarschaft stürmten. Foto: Cristobal Venegas/AP. (Quelle: dpa)

Washington/Managua (dpa) - Die USA haben einen neuen tödlichen Zusammenstoß zwischen Regierungskräften und Demonstranten in Nicaragua mit drei Toten scharf kritisiert.

"Die fortgesetzte, von der Regierung angestiftete Gewalt und das Blutvergießen müssen sofort aufhören", schrieb Francisco Palmieri, der stellvertretende US-Staatssekretär für Angelegenheiten der westlichen Hemisphäre, nach den jüngsten Vorfällen in Masaya nahe der Hauptstadt Managua am Dienstag (Ortszeit) auf Twitter.

In dem seit Mitte April andauernden Konflikt sind nach Angaben von Menschenrechtlern bereits mehr als 300 Menschen in dem mittelamerikanischen Land gestorben, die Regierung spricht von rund 50 Toten.

Die Proteste hatten sich an einer geplanten und später gekippten Sozialreform entzündet, doch schnell forderten die Demonstranten den Rücktritt des autoritären Präsidenten Daniel Ortega sowie ein Ende der Gewalt und eine freie Presse.

De UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid al-Hussein, gab am Dienstag der Regierung in Nicaragua die Hauptschuld an der Eskalation. Die Gewalt gehe von der Regierung, der Polizei und regierungsnahen Schlägertrupps aus, teilte ein Sprecher Al-Husseins mit.

In Masaya hatten Polizisten und paramilitärische Gruppen am selben Tag von Demonstranten errichtete Barrikaden attackiert. Daraufhin warfen diese mit Steinen und selbst gemachten Bomben, wie der Sender Canal 15 berichtete. Bei der achtstündigen Konfrontation seien eine Frau, ein 15-Jähriger und ein Polizist ums Leben gekommen, sagte ein Sprecher der Menschenrechtsgruppe (ANPDH) Canal 15. Etwa 40 Menschen seien festgenommen worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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