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Konflikte: Trudeau will in Krise mit Saudi-Arabien nicht einlenken

Konflikte  

Trudeau will in Krise mit Saudi-Arabien nicht einlenken

09.08.2018, 16:14 Uhr | dpa

Konflikte: Trudeau will in Krise mit Saudi-Arabien nicht einlenken. Kanadas Regierungschef Justin Trudeau sieht sich in der Pflicht: "Die Kanadier erwarten von ihrer Regierung, sich weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen".

Kanadas Regierungschef Justin Trudeau sieht sich in der Pflicht: "Die Kanadier erwarten von ihrer Regierung, sich weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen". Foto: Patrick Doyle. (Quelle: dpa)

Ottawa (dpa) - Der kanadische Premierminister Justin Trudeau bleibt in der diplomatischen Krise mit Saudi-Arabien hart. Trudeau lehnte es am Mittwoch bei einem Auftritt in Montreal ab, Kritik an der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien wie von der dortigen Regierung gefordert zurückzunehmen.

"Wir respektieren ihre Bedeutung in der Welt und erkennen an, dass sie bei einer Anzahl wichtiger Themen Fortschritte gemacht haben", sagte Trudeau. "Wir werden aber gleichzeitig klar und bestimmt Menschenrechtsthemen zu Hause und auf der Welt ansprechen, wo immer wir die Notwendigkeit sehen."

Trudeau fügte hinzu, Kanadier erwarteten von ihrer Regierung, sich weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen. Der saudi-arabische Außenminister Adel al-Dschubair hatte zuvor gesagt, Kanada "hat einen Fehler gemacht und muss ihn korrigieren".

Trudeau sagte, die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland habe am Dienstag mit Al-Dschubair telefoniert. Das Gespräch brachte aber offenbar keine Wendung in dem Zerwürfnis: Der saudi-arabische Außenminister forderte am Mittwoch auf Twitter erneut, Kanada müsse sein Vorgehen gegenüber dem Königreich "korrigieren".

Auslöser der Verwerfungen zwischen beiden Ländern war ein kritischer Tweet der kanadischen Außenministerin Freeland vom vergangenen Donnerstag zur Festnahme von Menschenrechtsaktivisten in Saudi-Arabien. Riad reagierte mit einer ganzen Reihe von Gegenmaßnahmen. Unter anderem wies das Königreich den kanadischen Botschafter aus und zog seinen Botschafter aus Ottawa zurück.

Man wolle den Streit nicht eskalieren lassen, sagte Vertreter der kanadischen Regierung der Deutschen Presse-Agentur. Ottawa wolle in seiner Position, dass die Lage der Menschenrechte sich in Saudi-Arabien bessern müsse, aber standhaft bleiben. "Die Kanadier haben von unserer Regierung immer erwartet, den Respekt gegenüber der Menschenrechte zu Hause und rund um die Welt klar, deutlich und höflich anzusprechen", sagte Trudeau.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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