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Russland-Affäre: Sonderermittler will hohe Strafe für Trumps Ex-Wahlkampfchef

Russland-Affäre  

Sonderermittler will hohe Strafe für Trumps Ex-Wahlkampfchef

16.02.2019, 15:06 Uhr | dpa

Russland-Affäre: Sonderermittler will hohe Strafe für Trumps Ex-Wahlkampfchef. FBI-Sonderermittler Mueller (l) befragte auch Trumps Sprecherin Sanders.

FBI-Sonderermittler Mueller (l) befragte auch Trumps Sprecherin Sanders. Foto: Andrew Harnik/AP. (Quelle: dpa)

Washington (dpa) - Im Zuge seiner Russland-Untersuchung hat FBI-Sonderermittler Robert Mueller eine lange Haftstrafe für Donald Trumps früheren Wahlkampfchef Paul Manafort gefordert.

Mueller halte 19,5 bis 24,5 Jahre Gefängnis für Manafort für angemessen, berichtete der Sender CNN am Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf das Büro des Sonderermittlers. Dieser untersucht mögliche Geheimabsprachen des Trump-Lagers mit Vertretern Russlands im US-Wahlkampf 2016. Auch Trumps Sprecherin Sarah Sanders wurde inzwischen befragt.

Der ehemalige Wahlkampfmanager des Präsidenten habe aus Gier Banken, die Steuerbehörde und andere Bundesbehörden um Millionenbeträge betrogen, heiße es in einem 26-seitigen Papier der Ermittler: "Manafort hat mehr als ein Jahrzehnt so getan, als stünde er über dem Gesetz."

Manafort (69) hat nach Überzeugung des Gerichts in Washington, wo gegen ihn wegen Finanzbetrugs verhandelt wurde, bei den Russland-Untersuchungen des FBI gelogen und damit gegen Vereinbarungen mit der Justiz zu einer Strafminderung verstoßen. Der frühere Wahlkampfchef Trumps war eine Schlüsselfigur in den Ermittlungen Muellers.

Manafort war im August in einem Prozess wegen Steuerhinterziehung und Bankbetrugs in 8 der 18 Anklagepunkte schuldig gesprochen worden. Trump hatte Manafort danach seinen Respekt ausgesprochen und ihn einen "tapferen Mann" genannt. Im September hatte Manafort dann die Zusammenarbeit mit dem Mueller-Team vereinbart. Trump hat aber nicht öffentlich mit Manafort gebrochen. Spekuliert wird, dass er womöglich auf eine Begnadigung durch Trump hoffen könnte.

Wie jetzt bekannt wurde, hat FBI-Sonderermittler Mueller auch Trumps Sprecherin Sarah Sanders befragt. "Der Präsident hat mich, wie auch jeden in der Regierung, gedrängt, mit dem Sonderermittler voll zu kooperieren", sagte Sanders CNN. "Ich habe mich gerne freiwillig mit ihnen zusammengesetzt." Das Gespräch mit Mueller und seinem Team sei bereits Ende 2018 geführt worden. Trump weist vehement zurück, dass es Geheimabsprachen mit Russland gegeben haben könnte. Er bezeichnet die Ermittlungen regelmäßig als "Hexenjagd".

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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