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Bestechungsskandal in Kanada: Justin Trudeau wirft Ex-Ministerinnen aus Partei

Bestechungsskandal in Kanada  

Trudeau wirft Ex-Ministerinnen aus Partei

03.04.2019, 10:43 Uhr | dpa

Bestechungsskandal in Kanada: Justin Trudeau wirft Ex-Ministerinnen aus Partei. Kanadas Premierminister Justin Trudeau: seit Wochen unter Druck (Quelle: dpa/Adrian Wyld/The Canadian Press/AP)

Kanadas Premierminister Justin Trudeau: seit Wochen unter Druck (Quelle: Adrian Wyld/The Canadian Press/AP/dpa)

Das Vertrauen in die beiden Frauen sei dahin, begründete Trudeau den Schritt. Zuvor waren sie aus Protest gegen die Aufklärung des Bestechungsskandals von ihren Ämtern zurückgetreten. 

Kanadas Regierungschef Justin Trudeau hat am Dienstag inmitten eines Bestechungsskandals zwei ehemalige Ministerinnen aus der Liberalen Partei ausgeschlossen. Sowohl Ex-Justizministerin Jody Wilson-Raybould als auch die frühere Präsidentin des Schatzamtausschusses, Jane Philpott, die in der Korruptionsaffäre ihren Rücktritt wegen angeblichen Vertrauensverlusts in die Aufklärung der Falls begründet hatten, hätten sich zuletzt von der Partei abgewendet und direkte Gespräche – auch mit ihm – verweigert, sagte Trudeau bei einem Parteitag in Ottawa.

Alles Vertrauen zu den beiden sei verschwunden. Unter diesen Umständen "können sie auch nicht mehr Teil des Teams sein", begründete Trudeau ihren Ausschluss.
 

 
Hintergrund sind Vorwürfe, dass Ermittlungen der Ex-Justizministerin Wilson-Raybould gegen die Firma SNC-Lavalin wegen Korruption und Schmiergeldzahlungen unterdrückt worden sein sollen. Das Unternehmen mit Sitz in Montreal soll zwischen 2001 und 2011 Schmiergeld in Höhe von umgerechnet 31 Millionen Euro an die Familie des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi gezahlt haben. Der Fall hat zum Rücktritt von Wilson-Raybould, Philpott sowie von Trudeaus Freund, Chefsekretär und Berater Gerald Butts, geführt.

Die Affäre hat den einst gefeierten Regierungschef rund sieben Monate vor den Wahlen in Kanada in seine bislang größte politische Krise gestürzt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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