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Proteste in Paris: Migranten besetzen Pantheon – Tränengas eingesetzt

Polizei setzt Tränengas ein  

Proteste in Paris – Migranten besetzen Panthéon

13.07.2019, 16:21 Uhr

Riot police officers clash with undocumented migrants outside the Pantheon in Paris (Quelle: Reuters/Reuters)
Paris: „Schwarze Westen" fordern Aufenthaltsrecht

In Paris haben mehrere hundert Einwanderer am Freitag für ihr Aufenthaltsrecht demonstriert, indem sie das Panthéon besetzten. (Quelle: reuters)

Proteste in Paris: Migranten besetzten das Panthéon, wie Videos zeigen. (Quelle: Reuters)


Hunderte Migranten haben in Paris die nationale Ruhmeshalle Panthéon besetzt. Sie demonstrierten für Aufenthaltserlaubnisse und bessere Lebensbedingungen. Es kam zu Ausschreitungen. 

Hunderte Migranten haben am Freitag das Pariser Panthéon besetzt. Sie verlangten eine Aufenthaltserlaubnis für Frankreich, angemessene Unterkünfte und ein Treffen mit Premierminister Edouard Philippe, wie die Hilfsorganisation "La Chapelle Debout" mitteilte. Für Touristen wurde die Ruhmeshalle vorübergehend geschlossen.

Im Internet verbreitete Videoaufnahmen zeigen, wie rund 700 Menschen im Panthéon Papiere schwenken und "Gilets noirs!" (Schwarzwesten) skandieren, den Namen einer Hilfsorganisation, die sich für obdachlose Flüchtlinge einsetzt. Auch Bereitschaftspolizisten sind zu sehen, die aber nicht eingreifen. Nach mehreren Stunden wurden die Migranten ohne Zwischenfälle durch einen Hintereingang nach draußen gebracht, wie AFP-Reporter berichteten. Im Freien setzten sie ihre Proteste fort. Die Polizei setzte Tränengas gegen einige Demonstranten ein. Mehrere Menschen mussten von Rettungskräften behandelt werden.
 

 
Bei konservativen Politikern stieß die Aktion auf scharfe Kritik: Der Abgeordnete Eric Ciotti nannte das Vorgehen auf Twitter "skandalös" und forderte die sofortige Abschiebung der mehrheitlich afrikanischen Migranten. Er warf ihnen eine "Entweihung" des Kuppelbaus vor, in dem das Land seit der Französischen Revolution seine Nationalhelden ehrt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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