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Nordkorea ruft zu hartem Vorgehen gegen das Coronavirus auf

Lage im Land unklar  

Nordkorea ruft zu hartem Vorgehen gegen Coronavirus auf

12.04.2020, 14:27 Uhr | AFP

Nordkorea ruft zu hartem Vorgehen gegen das Coronavirus auf. Kim Jong Un auf einer Luftwaffenbasis: Keine Schutzkleidung, kein Abstand – Nordkorea hat angeblich keine Corona-Fälle, sagt dem Virus dennoch den Kampf an.  (Quelle: imago images)

Kim Jong Un auf einer Luftwaffenbasis: Keine Schutzkleidung, kein Abstand – Nordkorea hat angeblich keine Corona-Fälle, sagt dem Virus dennoch den Kampf an. (Quelle: imago images)

Angeblich gibt es in Nordkorea keine Corona-Infektionsfälle. Trotzdem kündigt das Land ein entschlossenes Vorgehen im Kampf gegen das Virus an. Durch die internationale Isolation ist Nordkorea schlecht für die Krise gewappnet.

Ranghohe nordkoreanische Vertreter haben zu einem entschlossenen Vorgehen gegen die Coronavirus-Pandemie aufgerufen. Die Teilnehmer einer von Machthaber Kim Jong Un geleiteten Sitzung des Politbüros der kommunistischen Partei bewilligten eine Resolution, die strengere "nationale Maßnahmen zum Schutz des Lebens und der Sicherheit" der Nordkoreaner vorsieht, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag meldete. Ob in dem isolierten Land Coronavirus-Fälle registriert wurden, blieb weiter unklar.

Bisher betonten Vertreter Nordkoreas sowie Staatsmedien stets, dass es in dem Land keinen einzigen Infektionsfall mit dem neuartigen Coronavirus gebe. In den Berichten vom Sonntag wurde dies nun nicht mehr hervorgehoben.

Die Coronavirus-Pandemie sei eine "Katastrophe, welche die ganze Menschheit bedroht, unabhängig von Grenzen und Kontinenten", schrieb KCNA. Eine solche Entwicklung könne Hindernisse für den nordkoreanischen "Kampf und Fortschritt" mit sich bringen. Pjöngjang erhalte jedoch eine "sehr stabile Anti-Epidemie-Situation" aufrecht, hieß es weiter.

Vertreter des Politbüros schützen sich nicht

Bei der Sitzung des Politbüros forderten ranghohe Vertreter laut KCNA umfassende Corona-Tests. Die Staatszeitung "Rodong Sinmun" veröffentliche ein Foto von der Sitzung, in der die Mitglieder des Politbüros eng nebeneinander saßen. Keines von ihnen trug eine Atemschutzmaske.

Bereits kurz nach Bekanntwerden der ersten Coronavirus-Infektionsfälle in China hatte Pjöngjang im Januar seine Grenzen zum Nachbarland geschlossen. Tausende Nordkoreaner und hunderte Ausländer, darunter auch Diplomaten, wurden wochenlang unter Quarantäne gestellt.


Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bis zum 2. April 709 Menschen in Nordkorea auf das neuartige Coronavirus getestet, darunter elf Ausländer. Mehr als 24.800 Menschen seien inzwischen aus der Quarantäne entlassen worden.

Nordkorea hat offiziell keine Fälle gemeldet

Experten halten Nordkorea in der Coronavirus-Pandemie für besonders gefährdet. Das mit zahlreichen Sanktionen belegte Land ist international nahezu vollständig isoliert, das Gesundheitssystem ist schwach.

Nordkorea zählt zu den wenigen Ländern weltweit, das bisher keinen Corona-Infektionsfall gemeldet hat. Eine AFP-Zählung auf der Basis von Behördenangaben vom Sonntag ergab, dass inzwischen mehr als 1,7 Millionen Infektionsfälle in insgesamt 193 Ländern gemeldet wurden. Die Zahl der Todesfälle weltweit stieg auf 108.000.

Verwendete Quellen:
  • Nahrichtenagentur AFP

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