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Dänemark: Kopenhagens Bürgermeister tritt nach "MeToo"-Vorwürfen zurück

Fehlverhalten gegenüber Frauen  

MeToo-Vorwürfe: Kopenhagens Bürgermeister tritt zurück

19.10.2020, 16:03 Uhr | dpa, cck

Dänemark: Kopenhagens Bürgermeister tritt nach "MeToo"-Vorwürfen zurück. Kopenhagens Oberbürgermeister Jensen bei einer Gedenkveranstaltung: Er trat am Montag zurück.  (Quelle: dpa/picture alliance)

Kopenhagens Oberbürgermeister Jensen bei einer Gedenkveranstaltung: Er trat am Montag zurück. (Quelle: picture alliance/dpa)

In Dänemark tobt eine MeToo-Debatte: Der Oberbürgermeister der Hauptstadt muss sein Amt verlassen. Mehrere Frauen werfen ihm übergriffiges Verhalten vor.

Der Oberbürgermeister von Kopenhagen, Frank Jensen, tritt von seinen Ämtern zurück, nachdem ihm Fehlverhalten gegenüber Frauen vorgeworfen worden ist. Er habe sich entschlossen, sich mit sofortiger Wirkung als Bürgermeister der dänischen Hauptstadt zurückzuziehen, sagte der Sozialdemokrat am Montag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz im Stadtteil Islands Brygge.

Er wolle den Fortschritten der Stadt nicht im Wege stehen und sei glücklich über das, was Kopenhagen in den vergangenen Jahren erreicht habe. Darüber hinaus lege er auch sein Amt als stellvertretender Vorsitzender der dänischen Sozialdemokraten nieder.

Im Zuge der MeToo-Debatte, die Dänemark verspätet in den vergangenen Wochen erfasst hatte, haben mehrere Frauen auch Vorwürfe gegen Jensen vorgebracht. Er soll sich unter anderem bei Vorfällen in den Jahren 2012 und 2017 ihnen gegenüber sexuell kränkend verhalten haben.

Vorwürfe gegen Harvey Weinstein stießen "MeToo" an

Die MeToo-Bewegung begann im Herbst 2017, nachdem Missbrauchsvorwürfe gegen den US-Filmproduzenten Harvey Weinstein laut wurden. Immer mehr Frauen weltweit teilten daraufhin Geschichten von sexueller Gewalt, die unter dem Schlagwort "#MeToo" gesammelt wurden und eine öffentliche Debatte über den Umgang mit solchen Taten anstießen. Weinstein selbst ist mittlerweile wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu 23 Jahren Haft verurteilt worden.

Kopenhagens Bürgermeister selbst entschuldigte sich nach einem Krisentreffen im Rathaus am Sonntagabend für sein Verhalten. Eine deutliche Mehrheit seiner Parteigenossen stehe dahinter, dass er Bürgermeister bleibe, hatte Jensen da noch gesagt. Der 59-Jährige ist seit 2010 Kopenhagens Oberbürgermeister. Zuvor war er dänischer Wissenschafts- und Justizminister.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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