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Putsch in Myanmar: Militär klagt Nobelpreisträgerin Suu Kyi wegen Hochverrats an

Putsch in Myanmar  

Militär klagt Suu Kyi offenbar wegen Hochverrats an

03.02.2021, 09:55 Uhr | dpa

Putsch in Myanmar: Militär klagt Nobelpreisträgerin Suu Kyi wegen Hochverrats an. Unter Hausarrest - und Berichten zufolge bald vor Gericht: Aung San Suu Kyi. (Quelle: dpa/Kham/Pool Reuters/AP)

Unter Hausarrest - und Berichten zufolge bald vor Gericht: Aung San Suu Kyi. Foto: Kham/Pool Reuters/AP/dpa. (Quelle: Kham/Pool Reuters/AP/dpa)

Mehrere Politiker sind in Myanmar unter Hausarrest gestellt worden. Auch die Nobelpreisträgerin und De-facto-Regierungschefin Suu Kyi betrifft die Strafe. Nun verschärft die Militärführung offenbar die Vorwürfe gegen sie.

Die neue Militärführung in Myanmar will die Nobelpreisträgerin und De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi Berichten zufolge wegen Hochverrats anklagen. In sozialen Netzwerken schrieben zahlreiche Beobachter, dies hätten die Streitkräfte entschieden. Das Militär im früheren Birma hatte sich in der Nacht zum Montag zurück an die Macht geputscht, nachdem erst vor zehn Jahren demokratische Reformen eingeleitet worden waren.

Politiker stehen unter Hausarrest

Die frühere Freiheitsikone Suu Kyi und Dutzende andere Politiker wurden unter Hausarrest gestellt. Den Berichten zufolge sollen auch andere Politiker der entmachteten zivilen Regierung vor Gericht gestellt werden. Auf Hochverrat stehen in Myanmar die Todesstrafe oder bis zu 20 Jahre Haft, wie die regierungsnahe Zeitung "Global New Light Of Myanmar" bereits 2018 berichtet hatte.

Die Streitkräfte hatten am Montag einen einjährigen Ausnahmezustand über das südostasiatische Land mit knapp 54 Millionen Einwohnern verhängt. Die Flughäfen wurden gesperrt. Am Dienstag stellte die Armee ihr neues Kabinett vor, bestehend aus Generälen, ehemaligen hochrangigen Soldaten und Politikern einer vom Militär gestützten Partei.

Die USA und die EU drohen mit Sanktionen. Der UN-Sicherheitsrat in New York konnte sich aber zunächst nicht auf eine gemeinsame Haltung einigen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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