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Mitte-Rechts bef├╝rwortet Berlusconi als Staatsoberhaupt

Von dpa
Aktualisiert am 15.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Silvio Berlusconi, ehemaliger Ministerpr├Ąsident von Italien und Parteichef der Forza Italia, im vergangenen Dezember in Rom.
Silvio Berlusconi, ehemaliger Ministerpr├Ąsident von Italien und Parteichef der Forza Italia, im vergangenen Dezember in Rom. (Quelle: Roberto Monaldo/LaPresse/AP/dpa./dpa)
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Rom (dpa) - Nach der Einigung von Italiens Mitte-Rechts-Parteien auf Silvio Berlusconi als Kandidaten f├╝r das Amt des Staatsoberhauptes hat Europa-Politiker Manfred Weber dessen Kandidatur bef├╝rwortet.

"Als Fraktionsvorsitzender der Europ├Ąischen Volkspartei unterst├╝tze ich Berlusconi f├╝r die Pr├Ąsidentschaft der Republik, weil er gezeigt hat, dass er das Bewusstsein hat, um das Amt zu bekleiden", sagte der CSU-Politiker der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" (Samstag). Der 85-J├Ąhrige sei ein Geist seiner Zeit, Parteichef und Ministerpr├Ąsident gewesen. Der erste Wahlgang ist f├╝r den 24. Januar in Rom geplant.

Am Freitagabend hatte sich unter anderem die Parteif├╝hrung der konservativen Berlusconi-Partei Forza Italia, der rechten Lega, der rechtsradikalen Fratelli d'Italia (Br├╝der Italiens) dazu in Berlusconis Villa Grande in Rom getroffen. "Die Parteichefs der Koalition haben vereinbart, dass Silvio Berlusconi die richtige Figur ist, um in dieser schwierigen Lage das h├Âchste Amt mit Autorit├Ąt und Erfahrung zu besetzen, die das Land verdient und die Italiener erwarten", hie├č es im Anschluss.

Berlusconi gilt schon l├Ąnger als Kandidat f├╝r das Amt des Staatspr├Ąsidenten. Bislang sch├Ątzen Beobachter jedoch, dass er noch nicht auf die n├Âtigen Stimmen kommt. Berlusconi soll deshalb schon l├Ąnger mit Unentschlossenen anderer Parteien in Kontakt stehen.

F├╝hrende Politiker des Mitte-Links-Blocks sehen Berlusconis Kandidatur kritisch. Giuseppe Conte - Parteichef der populistischen F├╝nf-Sterne-Bewegung und Vorg├Ąnger des aktuellen Ministerpr├Ąsidenten Mario Draghi - bezeichnete sie als "undenkbare Option". "Die Figur des Pr├Ąsidenten der Republik muss ein hohes und unbestrittenes moralisches Profil widerspiegeln. Ich glaube nicht, dass sich Berlusconi mit diesen Anforderungen r├╝hmen kann", twitterte die linke Politikerin Loredana de Petris von den Liberi e Uguali (die Freien und Gleichen) am Samstag.

Die SPD kritisierte Webers R├╝ckendeckung f├╝r Berlusconi. Dass der EVP-Fraktionschef einer Kandidatur seinen Segen gebe, die auch von rechtsradikalen Kr├Ąften unterst├╝tzt werde, sei mehr als befremdlich, sagte Fraktionsvize Achim Post. Unter Demokraten m├╝sse einhellige Haltung sein, dass man keine gemeinsame Sache "mit den rechtsradikalen Feinden der Demokratie" mache, sagte Post an Berlusconi gewandt. Er betonte: "Ich erwarte hier insbesondere auch von Friedrich Merz als neuem CDU-Vorsitzenden eine klare Distanzierung."

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