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Ungarn wÀhlten neues Parlament - Orban vor neuem Wahlsieg

Von dpa
Aktualisiert am 03.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Viktor Orban nach seiner Stimmabgabe bei den Parlamentswahlen.
Viktor Orban nach seiner Stimmabgabe bei den Parlamentswahlen. (Quelle: Petr David Josek/AP/dpa./dpa)
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Budapest (dpa) - Bei der Parlamentswahl in Ungarn haben die ersten AuszÀhlungsergebnisse auf einen Wahlsieg der rechtsnationalen Fidesz-Partei von Viktor Orban hingedeutet.

Nach AuszĂ€hlung von 36 Prozent der Stimmen lag Fidesz am Sonntagabend mit 58 Prozent deutlich vorne, wie das WahlbĂŒro des EU-Lands mitteilte. Das OppositionsbĂŒndnis "Ungarn in Einheit" mit seinem Spitzenkandidaten Peter Marki-Zay lag demnach bei 30 Prozent. Trotz des niedrigen AuszĂ€hlungsstands gingen Wahlforscher davon aus, dass Orbans Partei eine komfortable Mehrheit im neuen Parlament haben wird.

Orban regiert seit 2010 in Ungarn. Nun strebt er eine fĂŒnfte Amtszeit an, die vierte in Folge. Kritiker werfen ihm einen autoritĂ€ren Regierungsstil vor. In der EU, der das Land seit 2004 angehört, hat er zahlreiche Konflikte vom Zaun gebrochen, so etwa mit VerstĂ¶ĂŸen gegen das Asylrecht und Maßnahmen zur Schikanierung von Zivilorganisationen. Verstörend wirkt auch seine NĂ€he zum russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin. Von ihm hat sich Orban auch nach dem militĂ€rischen Angriff Russlands auf die Ukraine nicht wirklich distanziert.

Vor vier Jahren hatte Orbans Fidesz-Partei mit 49 Prozent der Stimmen knapp mehr als zwei Drittel der 199 Parlamentsmandate gewonnen. Aus diesem Grund trat die Opposition diesmal vereint an. Sechs Parteien schufen die gemeinsame Liste "Ungarn in Einheit" und ermittelten in selbst organisierten Vorwahlen die gemeinsamen Kandidaten fĂŒr die 106 Direktwahlkreise. Auch der gemeinsame Spitzenkandidat, der parteilose Konservative Marki-Zay, ging aus diesen Vorwahlen hervor.

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Dem OppositionsbĂŒndnis gehören die Ungarische Sozialistische Partei (MSZP), die sozialdemokratische Demokratische Koalition (DK), die links-grĂŒne Dialog-Partei, die GrĂŒn-Partei Politik kann anders sein (LMP), die liberale Momentum-Partei und die rechts-konservative Partei Jobbik (Die Besseren) an. Spitzenkandidat Marki-Zay ist seit 2018 BĂŒrgermeister der sĂŒdostungarischen Kleinstadt Hodmezövasarhely. Der Ort hatte vor seiner Wahl als Fidesz-Hochburg gegolten.

Wahl von Krieg in der Ukraine ĂŒberschattet

Die Wahl ist vom Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ĂŒberschattet. In einem letzten Fernsehinterview am Samstag unterstellte Orban der Opposition, sich in den Krieg in der benachbarten Ukraine einmischen zu wollen. "Die Linke hat mit den Ukrainern einen Pakt geschlossen, und wenn sie gewinnt, zieht sie Ungarn in den Krieg hinein", sagte er.

TatsĂ€chlich gibt es einen solchen Pakt nicht, und Orban legte dafĂŒr auch keine Beweise vor. Linke Parteien bilden wiederum nur einen Teil des OppositionsbĂŒndnisses. Dessen Spitzenkandidat Marki-Zay ist ein bekennender Katholik mit wirtschaftsliberalen Auffassungen. Auf der Abschlusskundgebung der Opposition am Samstag in Budapest warf er dem Regierungschef wegen seiner Haltung zu Moskau "Landesverrat" vor. "Wir alle schĂ€men uns fĂŒr Viktor Orban", sagte er. "Doch jetzt waschen wir diese Schande von uns ab."

Orban, der 2014 die "illiberale Demokratie" nach russischem Vorbild ausgerufen hatte, Ă€nderte auch die Wahlgesetze derart, dass es fĂŒr politische Konkurrenten immer schwieriger wird, ihn abzuwĂ€hlen. Der Zuschnitt der Wahlkreise sowie das Wahlrecht fĂŒr ethnische Ungarn in den NachbarlĂ€ndern begĂŒnstigen seine Fidesz-Partei.

Außerdem stellte Orban die Ressourcen der Regierung und des Staates ungeniert in den Dienst der Fidesz-Wahlwerbung. Wahlforschern zufolge gab das Fidesz-Lager acht bis zehn Mal so viel Geld fĂŒr den Wahlkampf aus wie die Opposition.

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