Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland

HomePolitikAuslandInternationale Politik

Proteste im Iran weiten sich aus: Zahl der Toten steigt


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextCDU-Mann legt sich mit Beamten anSymbolbild für einen TextStudie: Deindustrialisierung befürchtetSymbolbild für einen TextBericht: Bayern-Star wollte KarriereendeSymbolbild für einen TextBelarus: Außenminister überraschend totSymbolbild für einen TextNach 21 Jahren: Star verlässt RTL-SerieSymbolbild für einen TextWeniger Identifikation mit NationalelfSymbolbild für einen TextLottogewinner: So viel Geld ist schon wegSymbolbild für einen TextWM-Aus für Favoriten abgewendetSymbolbild für einen TextPortugal: Stürmer-Legende gestorbenSymbolbild für einen TextTaiwan: China-Freunde gewinnen bei WahlSymbolbild für einen TextDortmund: Panik auf WeihnachtsmarktSymbolbild für einen Watson TeaserDating: Lust auf Sex kann sich entwickelnSymbolbild für einen TextGelenkersatz: Gibt es eine Altersgrenze?
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Proteste in Iran weiten sich aus – Raisi kündigt hartes Vorgehen an

Von afp, dpa
Aktualisiert am 25.09.2022Lesedauer: 3 Min.
Tägliche Demonstrationen: Zahlreiche Menschen protestieren im Iran gegen das Regime. (Quelle: Glomex)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Die Massenproteste im Iran eskalieren weiter: Staatsmedien melden 35 Tote. Im Osten des Landes sollen Regimegegner ganze Stadtviertel kontrollieren.

Nach dem Tod einer jungen Frau im Iran sind erneut Tausende Menschen gegen das islamische Herrschaftssystem und die systematische Diskriminierung von Frauen auf die Straße gegangen. Hunderte wurden dabei festgenommen, wie die Behörden berichteten. Allein im Norden nahm die Polizei demnach am Samstag 739 Menschen in Gewahrsam, darunter 60 Frauen. Medienberichten zufolge gab es auch erneut Todesopfer, ihre Zahl blieb aber unklar.

Präsident Ebrahim Raisi kündigte unterdessen einmal mehr ein hartes Durchgreifen gegen die Demonstranten an. Man werde nicht zulassen, dass "vom Ausland bezahlte Söldner" die Sicherheit des Landes gefährdeten, sagte er bereits am Freitag. "Proteste ja, Unruhen nein", sagte Raisi.

Demonstranten jagen Polizei aus der Stadt

Bei den Protesten haben Demonstrierende offenbar Polizeikräfte aus einer Stadt im Westen des Landes vertrieben. Stadteingänge in Oschnaviyeh sollen blockiert und das Gebäude der Milizen-Einheit Basij in Brand gesetzt worden sein. "Es gibt Tote", schreibt die Journalistin Natalie Amiri auf Twitter.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Wegen der anhaltenden Massendemonstrationen im Land ist das Internet im Iran abgeschaltet worden. Dennoch dringen Informationen nach außen, wonach staatliche Einheiten in den Straßen mit scharfer Munition auf Protestierende schießen sollen.

Menschen sollen ihre Häuser geöffnet haben, um Demonstrierenden Schutz "vor prügelnden und bewaffneten Sicherheitskräften" zu geben, schreibt die Journalistin Isabel Schayani auf Twitter.

Aktivisten der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Oslo gingen am Freitag von mindestens 50 Toten aus. Iranische Behörden hatten die Zahl der Toten offiziell mit 17 angegeben. Inzwischen berichten allerdings auch iranische Staatsmedien von höheren Zahlen. So sprach der staatliche iranische Fernsehsender IRIB von 35 Toten, fügte jedoch hinzu, dass diese Zahl inoffiziell und noch nicht bestätigt sei.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Während etliche Regimegegner auf die Straße gehen, war es am Freitag auch zu Pro-Regierungsprotesten gekommen. Teils wurde dort für das Tragen von Kopftüchern demonstriert. Mehr dazu lesen Sie in unserem Live-Blog.

Geheimdienst: Mehrere Bombenanschläge verhindert

Innenminister Wahidi bestätigte zwar, dass es sowohl unter Demonstranten als auch bei den Sicherheitskräften weitere Tote gegeben habe, eine Zahl werde aber erst nach Untersuchungen bekanntgegeben. Dem Minister zufolge wurden einige Menschen, die in "hochgesicherte Einrichtungen" eindringen wollten, von Sicherheitsbeamten erschossen.

Der Polizeichef der Provinz Gilan, Asisiollah Maleki, bezeichnete die mehr als 700 festgenommenen Demonstranten als "Krawallmacher". Sie seien für die Verletzung von mehr als 100 Polizisten sowie für Beschädigungen an öffentlichen Einrichtungen zuständig. Bei den Festnahmen seien zahlreiche Waffen, Munition und Sprengstoffe sichergestellt worden, behauptete Maleki nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Der iranische Geheimdienst erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr unterdessen, man habe in der Stadt Täbris im Nordwesten des Landes mehrere Bombenanschläge vereitelt und Tatverdächtige festgenommen. Sie seien von Monarchie-Anhängern und Mitgliedern der Volksmudschaheddin geplant worden.

Mahsa Amini starb nach Festnahme durch Sittenpolizei

Ausgelöst wurden die landesweiten Proteste durch den Tod der 22-jährigen Mahsa Amini am Freitag vergangener Woche. Sie war in der Hauptstadt Teheran von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie das islamische Kopftuch offenbar nicht den strikten Vorschriften entsprechend getragen hatte.

Amini brach nach ihrer Festnahme unter ungeklärten Umständen auf der Polizeiwache zusammen und wurde drei Tage später im Krankenhaus für tot erklärt. Laut Polizei hatte sie einen Herzanfall. Menschenrechtsaktivisten zufolge erlitt die junge Frau einen tödlichen Schlag auf den Kopf. Seit Aminis Tod kommt es im Iran zu landesweiten Protesten.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen afp und dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Nordkorea will stärkste Atommacht der Welt werden
Von L. Wölm, C. Sieve, S. Hinze
IranPolizei

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website