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Kongo: Islamisten töten Pastor – Zahl der Toten steigt auf 36

Islamisten töten Pastor  

Rebellenangriffe im Ostkongo – Todeszahl steigt auf 37

30.01.2020, 09:40 Uhr | dpa

Kongo: Islamisten töten Pastor – Zahl der Toten steigt auf 36. Truppen der Regierung im Kongo: Etliche bewaffnete Gruppen sind dort aktiv, den meisten geht es um die Kontrolle wertvoller Bodenschätze.   (Quelle: Reuters)

Truppen der Regierung im Kongo: Etliche bewaffnete Gruppen sind dort aktiv, den meisten geht es um die Kontrolle wertvoller Bodenschätze. (Quelle: Reuters)

Im Kongo haben islamistische Rebellen offenbar mehrere Dörfer verwüstet und dabei viele Menschen getötet. Als die staatlichen Streitkräfte in die Region kamen, waren die Angreifer bereits verschwunden. 

Die Zahl der Toten bei zwei Rebellenangriffen im Osten des Kongos ist einer Organisation zufolge auf 37 gestiegen. Eine Gruppe mutmaßlicher Kämpfer der Islamistenmiliz ADF griff in der Nacht zum Mittwoch mehrere Dörfer nördlich der Stadt Beni an. Das teilte die örtliche Menschenrechtsorganisation Cepadho mit. Sie seien von Tür zu Tür gegangen und hätten Menschen getötet sowie Häuser geplündert. Die Kämpfer zogen sich demnach zurück, bevor die Streitkräfte die Dörfer erreichten. Sechs Menschen seien schwer verletzt worden. Eine weitere Gruppe von ADF-Kämpfern tötete zudem laut der Organisation in einem nahe gelegenen Ort einen Pastor. Zuvor war die Rede von 15 Toten bei den Angriffen gewesen.

Der Osten des Kongos ist seit Jahren instabil. Etliche bewaffnete Gruppen sind dort aktiv, den meisten geht es um die Kontrolle wertvoller Bodenschätze. Immer wieder greift vor allem die radikal-islamistische ADF Menschen an. Ende Oktober begannen die Streitkräfte eine Offensive gegen die Milizen in der Region. Seitdem hat die ADF nach Angaben von Cepadho fast 300 Zivilisten getötet. Jüngst kam es zu teilweise gewalttätigen Protesten von Zivilisten in mehreren Orten wegen der andauernden Unsicherheit.

Zudem wütet in der Region seit anderthalb Jahren die gefährliche Krankheit Ebola. Die Seuche ist vor allem wegen der instabilen Situation schwer in den Griff zu bekommen. Nach Angaben der kongolesischen Behörden haben sich bislang mehr als 3400 Menschen infiziert und es sind mehr als 2200 Menschen gestorben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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