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RKI-Präsident und Corona-Erklärer Wieler tritt ab

Von t-online
Aktualisiert am 11.01.2023Lesedauer: 2 Min.
"Was wir aber nicht wissen, - und das ist die große Unbekannte - ist, welche Krankheit wird das Virus machen": Lothar Wieler.
"Was wir aber nicht wissen – und das ist die große Unbekannte –, ist, welche Krankheit wird das Virus machen": Lothar Wieler. (Quelle: Carsten Koall/dpa./dpa)
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Seit 2015 ist er im Amt und wurde während der Corona-Pandemie bundesweit bekannt. Nun verlässt Lothar Wieler das Robert Koch-Institut.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, verlässt auf eigenen Wunsch seinen Posten zum 1. April. Das teilten das RKI und das Bundesgesundheitsministerium gemeinsam am Mittwoch mit. Wieler wolle sich "neuen Aufgaben in Forschung und Lehre widmen", heißt es auf der Webseite des RKI. Der Schritt sei mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) abgesprochen.

Wieler galt während der Covid-Pandemie als einer der profiliertesten Corona-Erklärer. In regelmäßigen Auftritten in der Bundespressekonferenz, etwa mit dem damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem Berliner Virologen Christian Drosten, wies Wieler auf die Gefahren des Coronavirus hin und mahnte Vorsichtsmaßnahmen an. Zuletzt trat der 61-Jährige seltener öffentlich in Erscheinung.

"Es war ein Privileg"

Wieler bezeichnete seine Zeit an der Spitze des RKI als "Privileg": In der Corona-Pandemie habe das Robert Koch-Institut seine Exzellenz unter Beweis gestellt, so der scheidende Präsident in einer Abschiedserklärung auf der RKI-Website. Er danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren "außergewöhnlichen Einsatz".

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Auch für die "Unabhängigkeit der Forschung" warb Wieler in seinem Abschiedstext: Diese müsse auch zukünftig akzeptiert werden, "denn sie ist unabdingbar, damit das RKI seine Aufgaben erfüllen kann". Wieler war wegen seiner Haltung zu konsequenten Corona-Schutzmaßnahmen auch öffentlich angefeindet worden. Für Corona-Leugner und Rechte war der RKI-Chef ein beliebtes Ziel von Hass und Hetze.

"Herausragende Verdienste"

Lauterbach dankte Wieler in einem Statement für seine "herausragenden Verdienste". Er habe die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Wieler "über all die Jahre sehr geschätzt", daher bedauere er seinen Abgang zum 1. April. "Ohne Prof. Wieler wäre Deutschland deutlich schlechter durch diese Pandemie gekommen", so Lauterbach.

Wer Wieler auf dem Chefposten beim RKI nachfolgen soll, ist noch nicht bekannt. Für eine Übergangszeit werde sein Stellvertreter Lars Schaade den Posten übernehmen, hieß es.

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Verwendete Quellen
  • Webseite des RKI
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RKI-Chef Wieler: Aufarbeitung der Pandemie "unbedingt" nötig
CDUJens SpahnKarl LauterbachRKISPD

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