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Hambacher Forst: Polizei zieht sich zurück – Aktivisten bauen neue Baumhäuser

Aktivisten bauen neue Baumhäuser  

Polizei zieht sich komplett aus Hambacher Forst zurück

08.10.2018, 10:17 Uhr | dpa, AFP

Gericht stoppt Rodungspläne im Hambacher Forst (Screenshot: Reuters)
Hambacher Forst: Gericht stoppt Rodungspläne

Der Stromkonzern dürfe keine Tatsachen schaffen, bevor nicht ein anderes Gerichtsverfahren abgeschlossen sei, so die Richter.

Greenpeace zufrieden, Laschet appeliert: Ein Gericht hat die Rodungspläne im Hambacher Forst gestoppt. (Quelle: Reuters)


Der Kampf um den Hambacher Forst ist vorerst zu Ende. Nach dem gerichtlich verhängten Rodungsstopp haben sämtliche Polizisten den Wald verlassen.

Nach wochenlangem Einsatz hat sich die Polizei am Hambacher Forst zurückgezogen. "Wir sind komplett weg", sagte ein Sprecher der Aachener Polizei dpa am Montagmorgen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte den Abzug der Einsatzkräfte am Sonntag angekündigt: "Ich finde, es ist jetzt an der Zeit, dass im Wald Ruhe, Ordnung und Frieden einkehren", sagte Reul. Er hoffe sehr, dass die Umweltschützer dies nicht dazu nutzten, neue Baumhäuser und Barrikaden zu errichten.

"David gegen Goliath": Der Kampf um den Hambacher Forst zwischen Strom-Riese RWE und Öko-Aktivisten. (Quelle: t-online.de)

Dies geschieht allerdings schon. Bereits am Sonntag entstanden in dem Wald bei Köln wieder neue Baumhäuser. Ein Polizeisprecher sagte, es seien erneut Strukturen in Form von kleinen Siedlungen entstanden. Nach Einschätzung der Polizei sind die neu errichteten Behausungen aber bislang nicht vergleichbar mit den Baumhäusern, die von der Polizei im Hambacher Forst zuvor geräumt worden waren.

86 Baumhäuser geräumt und abgebaut

Mit einer Großdemonstration hatten am Samstag tausende Umweltschützer am Hambacher Forst gegen den Kohleabbau demonstriert und den vorläufigen Rodungsstopp gefeiert. Die Veranstalter, darunter Greenpeace und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), sprachen von rund 50.000 Teilnehmern und der "bislang größten Anti-Kohle-Demonstration im Rheinischen Revier". Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl hingegen deutlich niedriger.


Die Polizei hatte seit September 86 Baumhäuser im Hambacher Forst geräumt und abgebaut. Der Energiekonzern RWE will den Wald abholzen, um seinen angrenzenden Braunkohletagebau zu erweitern. Das Oberverwaltungsgericht Münster erließ am Freitag allerdings einen Eilentscheid, wonach der Hambacher Forst nicht gerodet werden darf, bis über eine Klage des Umweltverbands BUND entschieden ist. Damit rechnet RWE aber nicht vor Ende 2020.

Verwendete Quellen:
  • dpa, AFP

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