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Tom Buhrow: ARD-Vorsitzender kündigt Sparmaßnahmen an

Nach "Umweltsau"-Video  

WDR-Intendant: "Es zeigt, wie verroht die Gesellschaft ist"

20.01.2020, 00:27 Uhr | aj, t-online.de

Tom Buhrow: ARD-Vorsitzender kündigt Sparmaßnahmen an. WDR-Intendant Tom Buhrow: Bei der ARD soll weiter gespart werden. (Quelle: imago images)

WDR-Intendant Tom Buhrow: Bei der ARD soll weiter gespart werden. (Quelle: imago images)

WDR-Intendant Tom Buhrow hat seine Haltung in der "Umweltsau"-Debatte verteidigt. Zudem äußerte er sich zu seinen neuen Aufgaben als Vorsitzender beim ARD – und kündigte Sparmaßnahmen an.

Der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Tom Buhrow hat weitere Sparmaßnahmen für die ARD angekündigt. "Insgesamt müssen wir uns als reformwillig und reformfähig präsentieren und entsprechend handeln", sagte er im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Es gehe um die Frage, "wie man sich so verschlankt, dass man noch schlagkräftiger wird", so Buhrow. "Man kann nicht einfach mit dem Rasenmäher über alles gehen."  Ein großes Plus der ARD sei vor allem die regionale Präsenz des Senders, die andere Medien zunehmend nicht bieten könnten. "Wir wollen Kitt für die Gesellschaft sein. Um sie zusammenzuführen, muss man nah bei den Menschen sein", sagte Buhrow im Interview.

Zugleich sieht er die Zukunft der beiden kleinsten Rundfunkanstalten, des Saarländischen Rundfunks und Radio Bremen, als gesichert. Beide sind Nehmeranstalten im Länderfinanzausgleich. Die Intendanten hätten sich darauf geeinigt, das Problem noch im ersten Quartal des Jahres zu lösen, so Buhrow. 

Buhrow verteidigt seine Einstellung zur Umweltsau-Debatte

Und auch zur Diskussion um die "Umweltsau"-Satire äußerte Buhrow sich in dem Interview. Es sei "ungeschickt" von ihm gewesen, seinen Vater zu erwähnen.  Buhrow verteidigte jedoch seine Haltung. Seine Überzeugung sei es, so der ARD-Vorsitzende, dass sich "der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht in eine Zitadelle zurückziehen und die Zugbrücken hochziehen kann, wenn es Signale dafür gibt, dass die Leute etwas missverstehen könnten." Man müsse "sorry sagen können, wenn etwas danebengeht." Dass Hetzer und Populisten den Fall für sich nutzten, nannte Buhrow "schockierend": "Es zeigt, wie verroht die Gesellschaft ist, wie weit die Spaltung vorangeschritten ist."

Kurz vor Silvester hatte das Video deutschlandweit für Aufregung gesorgt. In dem Satirelied sang der WDR Kinderchor Dortmund von einer Oma und nannte sie eine "Umweltsau". Von den Reaktionen wurde Chorleiter Zeljo Davutovic völlig überrascht: "Nachdem ich den parodierten Text gelesen hatte, war für mich ohne jeden Zweifel, dass mit der Textfigur 'Oma' wir alle gemeint sind", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

Als Intendant Buhrow daraufhin in einer Livesendung vom Krankenbett seines Vaters aus eine Entschuldigung vortrug und der Beitrag aus der Mediathek verschwand, geriet er selbst in die Kritik. 

Verwendete Quellen:

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