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Altpräsident Wulff beklagt Rassismus in Deutschland

"Deutschland eiert rum"  

Altpräsident Wulff kritisiert Umgang mit Rassismus

30.06.2020, 09:24 Uhr | AFP

Altpräsident Wulff beklagt Rassismus in Deutschland. Christian Wulff bei einer TV-Aufzeichnung: Der Altbundespräsident beklagt den Rassismus in Deutschland.   (Quelle: imago images/Future Image)

Christian Wulff bei einer TV-Aufzeichnung: Der Altbundespräsident beklagt den Rassismus in Deutschland. (Quelle: Future Image/imago images)

Altbundespräsident Wulff hat sich zum Anlass seiner Wahl vor zehn Jahren in einem Interview zur gegenwärtigen gesellschaftlichen Lage im Land geäußert. Dabei prangert er vor allem Rassismus und den Umgang damit an.

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat in scharfen Worten den Rassismus in Deutschland beklagt. Er sei mehr denn je der Überzeugung, "dass sich Deutschland ehrlich machen und einsehen muss, welche gravierenden Defizite weiterhin bestehen und wie Menschen in unserer Gesellschaft immer noch ausgegrenzt werden", sagte Wulff in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" aus Anlass seiner Wahl zum Staatsoberhaupt vor zehn Jahren. 

"Deutschland eiert da immer noch rum"

Er vermisse hier eine klare Linie: "Deutschland eiert da immer noch rum", sagte Wulff. Er wünsche sich, "dass jede und jeder Einzelne überall immer wieder verdeutlicht, dass es nicht nur normal, sondern ein echter Gewinn ist, dass in unserem Land Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Orientierung gut auf dem Boden unseres Grundgesetzes zusammenleben".

Das Gegenteil von Vielfalt sei Einfalt –"und wer will schon einfältig sein?", gab Wulff zu bedenken. Es sei in Deutschland noch immer nicht allen klar, "dass unser Grundgesetz es jeder und jedem Einzelnen in Deutschland überlässt, was sie oder er glaubt und wie sie oder er leben möchte". Er sei "überzeugt, dass die Konformität, die manche propagieren, unserem Land nachhaltig schaden würde".

Unmittelbar nach seiner Vereidigung als Bundespräsident 2010 hatte Wulff Deutschland als "bunte Republik" bezeichnet, was damals zu Kritik führte. Später löste sein Satz, dass auch der Islam zu Deutschland gehöre, scharfe Reaktionen aus.  

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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