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Hooligan-Demo in Köln: "Bürgerkriegserklärung der Neonazis"


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"Bürgerkriegserklärung der Neonazis"

Aktualisiert am 28.10.2014Lesedauer: 2 Min.
Demonstranten werfen am 26.10.2014 in Köln ein Polizeiauto um. Bei den Ausschreitungen kam es zu zahlreichen Verletzten.
Demonstranten werfen am 26.10.2014 in Köln ein Polizeiauto um. Bei den Ausschreitungen kam es zu zahlreichen Verletzten. (Quelle: dpa-bilder)
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44 verletzte Polizisten und eine verwüstete Innenstadt: Wie sollen Politik und Menschen in Deutschland der Bedrohung, die von "Hooligans gegen Salafisten" ausgeht, entgegentreten? t-online.de hat mit dem Berliner Extremismusforscher Hajo Funke gesprochen.

Dass von Seiten der Ordnungskräfte bei der Demonstration in Köln Fehler gemacht wurden, sei "offenkundig", so Funke gegenüber t-online.de. Die Zahl der Teilnehmer sei absehbar groß gewesen, die Organisation hätte es versäumt, entsprechende Polizeikräfte entgegen zu stellen. Derartige Fehler seien jedoch Organisationsfehler, die bald behoben sein dürften.


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In der Verantwortung stehe auch der Verfassungsschutz: Man habe sich hier "selbst verengt", so Funke. Deshalb sei es zwar möglich, gefährliche Personen zu bestimmen, aber nicht, gesellschaftliche Zusammenhänge zu erkennen.

Klar rechtsradikale Veranstaltung

Dass "Hooligans gegen Salafisten" eine klar rechtsradikale Veranstaltung war, steht für Funke dagegen außer Frage: "Der Ausgangspunkt war der Aufruf einer rechtspopulistischen Partei. Dem haben sich Neonazis der harten, gewaltbereiten Sorte wie Siggi Borchardt von der Partei "Die Rechte" oder Patrick Wieschke von der NPD angeschlossen", so der Extremismusforscher. "Die Hooligans mit der Band Kategorie C gehören in diesen neonazistischen Bereich. Das heißt, sie sind ohnehin politisch rechtsextrem, beziehungsweise neonazistisch mobilisiert", so Funke zu dem Versuch zahlreicher Demonstrationsteilnehmer, sich politisch unbedenklich zu geben.

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Offen ist vor allem die Frage, wie sich so viele Rechtsradikale in so kurzer Zeit mobilisieren konnten. Funke sieht das Thema selbst als Auslöser: "Die Verbindung von Hooligans und anderen Neonazis funktioniert immer dann, wenn man ein Thema aufgreift, das in der Öffentlichkeit attraktiv ist und das gegen einen inneren oder äußeren Feind geht." Man habe mit den Salafisten ein Feindbild beschworen, das es so nicht gäbe und damit versucht, alle Muslimen anzugreifen. Dies sei nicht weniger als eine "Bürgerkriegserklärung der Neonazis gegen unsere Ordnung".

An die Seite der friedlichen Muslime stellen

Dass es sich bei der Demonstration nicht um einen Einzelfall gehandelt hat, zeigt die bereits erfolgte Ankündigung von "Hooligans gegen Salafisten", ein weiteres Mal marschieren zu wollen. Wolle man nun einen Flächenbrand verhindern, müssten Zivilgesellschaft, Ordnungskräfte und Öffentlichkeit zusammenarbeiten, so Funke. "Die Aufhetzerei der Neonazis ist isolierbar. Es ist kein guter Rat für unsere Gesellschaft, ihnen zu folgen."

Vor allem aber müsse der Islam differenzierter betrachtet werden: "Die überwiegende Mehrheit der Muslime ist deutlich friedlicher als Kategorie-C-Hooligans oder Nazis je waren", sagte Funke. Die Angst der Menschen in Deutschland solle differenzierter angegangen werden. Nicht zuletzt sei es dafür auch nötig, sich mit Rechtspopulisten auseinander zu setzen und sich "an die Seite der über 95 Prozent friedlichen Muslime" zu stellen, so Funke.

Prof. Dr. Hajo Funke ist Politikwissenschaftler an der Freien Universität Berlin. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Forschung über Rechtsextremismus, Nationalsozialismus und Fragen zu Demokratie und politischer Kultur.

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