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Freital: GSG 9 nimmt mutmaßliche Terroristen fest

Großeinsatz in Freital  

GSG 9 nimmt fünf mutmaßliche Rechtsterroristen fest

19.04.2016, 13:16 Uhr | t-online.de, dpa, AFP

Freital: GSG 9 nimmt mutmaßliche Terroristen fest. Spezialkräfte der Eliteeinheit GSG 9 bei einer Übung.  (Quelle: dpa)

Spezialkräfte der Eliteeinheit GSG 9 bei einer Übung. (Quelle: dpa)

Spezialeinheiten der Bundespolizei haben am frühen Dienstagmorgen fünf mutmaßliche Rechtsterroristen in Sachsen gefasst - vier Männer und eine Frau. Die Verdächtigen sollen Asylbewerberheime angegriffen haben.

Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt durchsuchten mit einem Großaufgebot Wohnungen und Häuser in der Kreisstadt Freital vor den Toren Dresdens, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. 

Der Gruppe Freital werden demnach bislang drei Sprengstoffanschläge zugerechnet - zwei Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Freital im September und im November 2015 sowie ein Anschlag auf ein Wohnprojekt in Dresden im vergangenen Oktober. In welchem Umfang der Gruppe weitere Anschläge zuzurechnen seien, bleibe den weiteren Ermittlungen vorbehalten, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Drei Verdächtige bereits vorher in Haft

Bei den Festgenommenen handelt es sich den Ermittlern zufolge um Justin S., 18, Rico K., 39, Maria K., 27, Sebastian W., 26, und Maik S., 26. Die mutmaßlichen Rädelsführer der Bande seien nach Erkenntnissen der Ermittler Timo S., 27, und Patrick F., 24, die zusammen mit dem Verdächtigen Philipp W., 29, bereits früher festgenommen worden waren und in Untersuchungshaft sitzen.

Bei den Durchsuchungen wurde laut "Spiegel" eine dreistellige Anzahl von Feuerwerkskörpern aus Osteuropa gefunden. Die sogenannten "Polenböller" der Typen "La Bomba" und "Viper" habe auch die mutmaßliche Neonazi-Terrortruppe "Oldschool Society" (OSS) für Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte verwenden wollen. Sie hatte der Generalbundesanwalt im Januar angeklagt.

Nach Erkenntnissen der Ermittler habe die mutmaßliche Freitaler Terrorgruppe, die sich im Juli 2015 gegründet haben soll, in ihrer internen Kommunikation von "Obst" gesprochen, wenn sie Pyrotechnik meinte.

Vergangenen Sommer hatte Freital bundesweit für Schlagzeilen gesorgt: Wochenlang hatten Fremdenfeinde vor einem Flüchtlingsheim in einem ehemaligen Hotel demonstriert. Dabei kam es auch immer wieder zu Angriffen und Anschlägen auf Asylbewerber und Flüchtlingshelfer.

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