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Gesundheit - TK: Rekord bei Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehler

Gesundheit  

TK: Rekord bei Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehler

11.03.2018, 11:16 Uhr | dpa

Gesundheit - TK: Rekord bei Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehler. Ein Arzt hält ein Stethoskop in der Hand.

Ein Arzt hält ein Stethoskop in der Hand. Foto: Patrick Seeger/Illustration. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Techniker Krankenkasse (TK) hat im vergangenen Jahr einen Rekord bei Verdachtsmeldungen auf Behandlungsfehler verzeichnet.

5500 Versicherte hätten sich 2017 an die gesetzliche Krankenkasse gewendet, weil sie bei sich einen Behandlungsfehler vermuteten, sagte eine TK-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Das sei ein Anstieg um 16 Prozent im Vergleich zu 2016.

Die meisten Beschwerden gab es über Behandlungen beim Chirurgen (1477 Verdachtsfälle). Danach folgten Zahnärzte (920 Verdachtsfälle), Allgemeinmediziner (546 Fälle) und Orthopäden (351 Fälle). Auf die innere Medizin entfielen 221 Beschwerden, Gynäkologen kamen auf 219 und Augenärzte auf 216 Fälle. Im vergangenen Jahr hat die TK den Angaben zufolge mehr als 15 Millionen Euro von Ärzten und Kliniken für die Folgekosten von Fehlbehandlungen zurückgefordert.

Medizinrechtsexperte Christian Soltau erklärte: "Die Versicherten sind heute wesentlich kritischer und selbstbewusster als früher." Die "Götter in Weiß" seien heute normale Dienstleister. "Deshalb klingelt bei unserer Beschwerde-Hotline auch häufiger das Telefon." Allerdings bestätige sich nicht jeder Verdachtsfall im Laufe der Überprüfung, unterstrich Soltau. Doch bei etwa jedem dritten Fall erhärteten sich die Hinweise auf einen Behandlungsfehler. Daneben dürfte es noch eine hohe Dunkelziffer an unentdeckten Behandlungsfehlern geben.

Gutachten sind für die gesetzlich Versicherten in der Regel kostenfrei und können auch für Schadensersatzverhandlungen mit dem Arzt, dem Krankenhaus, der zuständigen Haftpflichtversicherung oder vor Gericht genutzt werden. Die deutschen Gesetze müssten nach Soltaus Ansicht noch wesentlich stärker die Patienten schützen. Bisher müsse der Patient den Fahler eindeutig nachweisen. Das sei in aller Regel schwer.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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