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Sachsen: Anschlag auf AfD-Büro in Döbeln – Tatverdächtige wieder frei

Keine ausreichenden Haftgründe  

Anschlag auf AfD-Büro in Döbeln – Tatverdächtige wieder frei

05.01.2019, 13:51 Uhr | dpa

Sachsen: Anschlag auf AfD-Büro in Döbeln – Tatverdächtige wieder frei. Einsatzkräfte arbeiten in der Bahnhofstraße nach einer Explosion in Höhe des Bürgerbüros der AfD. (Quelle: dpa/Sebastian Willnow)

Einsatzkräfte arbeiten in der Bahnhofstraße nach einer Explosion in Höhe des Bürgerbüros der AfD. Vor einem AfD-Büro im sächsischen Döbeln hat es eine Explosion gegeben. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild. (Quelle: Sebastian Willnow/dpa)

Nach dem Anschlag auf ein AfD-Büro in Döbeln hat die sächsische Polizei drei Verdächtige festgenommen. Doch inzwischen sind die Männer wieder frei.

Nach einer Explosion vor dem AfD-Büro im sächsischen Döbeln sind die drei Tatverdächtigen wieder frei. Wie ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) mitteilte, sind die Männer im Alter von 29, 32 und 50 Jahren entlassen worden. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hatte am Freitag keinen Haftantrag gestellt. Es hätten keine ausreichenden Haftgründe bestanden.

Die Explosion vor dem AfD-Büro hatte sich am Donnerstag gegen 19.20 Uhr ereignet. Eine Tür und eine Fensterscheibe wurden stark beschädigt, wie das LKA mitteilte. Verletzt wurde niemand. Im Büro seien Werbematerialien in Brand geraten. Das Feuer konnte gelöscht werden. Auch ein Nachbarhaus und zwei vor dem Gebäude geparkte Transporter wurden beschädigt.

LKA vermutet politisches Motiv

Die Hintergründe der Explosion waren zunächst unklar. Vom Landeskriminalamt hieß es, es bestehe der Verdacht auf eine politisch motivierte Straftat. Durch die herbeigeführte Explosion sei bewusst in Kauf genommen worden, dass Menschen zu Schaden kämen.

Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) verurteilte die Tat. Für den Anschlag gebe es keine Legitimation, so Dulig auf Twitter. "Gewalt gehört nicht zu den Mitteln der Demokratie. Die AfD muss politisch bekämpft werden und nicht mit Sprengkörpern. Dieser Anschlag hilft der AfD und schadet der Demokratie."


Erst Mitte Dezember war das Büro der AfD in Borna, das etwa eine Fahrtstunde von Döbeln entfernt ist, beschädigt worden. Unbekannte warfen laut Polizei eine Mauerabdeckplatte gegen die Fensterscheibe. Im September waren das AfD-Büro in Chemnitz und das Büro des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier in Dresden das Ziel von Anschlägen: Beide Büros waren mit Farbe beschmiert worden.

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