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Ländlicher Raum blutet aus - Ifo-Institut: Einwohnerzahl im Osten auf dem Stand von 1905

Ländlicher Raum blutet aus  

Ifo-Institut: Einwohnerzahl im Osten auf dem Stand von 1905

12.06.2019, 12:43 Uhr | dpa

Ländlicher Raum blutet aus - Ifo-Institut: Einwohnerzahl im Osten auf dem Stand von 1905. Die Abwanderung aus dem Osten hat viele Gründe - in Mühlrose in der Lausitz ist es das Aus für den Braunkohle-Tagebau.

Die Abwanderung aus dem Osten hat viele Gründe - in Mühlrose in der Lausitz ist es das Aus für den Braunkohle-Tagebau. Foto: Oliver Killig. (Quelle: dpa)

Dresden (dpa) - Die Einwohnerzahl in Ostdeutschland ist einer Erhebung des ifo-Instituts zufolge auf den Stand des Jahres 1905 zurückgefallen. Zugleich leben auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik so viele Menschen wie nie zuvor, wie das Institut in Dresden mitteilte.

1905 lebten in Ostdeutschland 13,6 Millionen Menschen. Prognosen zufolge sei das auch das Niveau des Jahres 2019, hieß es vom ifo-Institut. Auf westdeutschem Gebiet leben mittlerweile dagegen mehr als 68 Millionen Menschen - Anfang des 20. Jahrhunderts waren es nur 32,6 Millionen.

Die Einwohnerzahlen in Ost und West drifteten nahezu ungebremst auseinander, erklärte ifo-Forscher Felix Rösel. Diese Entwicklung werde häufig übersehen und bedürfe einer besonderen politischen Berücksichtigung. Der ländliche Raum im Osten sei regelrecht ausgeblutet - und müsse speziell gefördert werden.

Von 1949 bis zum Mauerbau 1961 hatten zahlreiche gut ausgebildete Menschen den Osten verlassen. In der DDR stagnierten dann die Einwohnerzahlen - während der Westen auch durch Zuwanderung dazugewann. Der nächste große Einschnitt im Osten folgte dann laut ifo-Institut durch die Abwanderung nach 1989. Vor der deutschen Teilung hätten sich Ost- und Westdeutschland dagegen nahezu parallel entwickelt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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