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Polizeisprecher verteidigt Vorgehen bei Klimademo

Kritik an Hamburger Polizei  

Polizeisprecher verteidigt Vorgehen bei Klimademo

21.09.2019, 16:14 Uhr | dpa

Polizeisprecher verteidigt Vorgehen bei Klimademo. Polizisten bei der Räumung von Sitzblockaden in Hamburg: Aktivisten und Politiker werfen der Polizei vor, unverhältnismäßig oft sogenannte Schmerzgriffe zur Räumung der Blockaden genutzt zu haben. (Quelle: imago images/Jannis Große)

Polizisten bei der Räumung von Sitzblockaden in Hamburg: Aktivisten und Politiker werfen der Polizei vor, unverhältnismäßig oft sogenannte Schmerzgriffe zur Räumung der Blockaden genutzt zu haben. (Quelle: Jannis Große/imago images)

Alle Maßnahmen zur Räumung von Sitzblockaden seien "ruhig, besonnen und professionell" durchgesetzt worden, erklärt die Polizei Hamburg. Aktivisten und Politiker kritisieren jedoch unverhältnismäßige Gewalt.

Die Polizei in Hamburg hat ihr Vorgehen bei der Auflösung einer Sitzblockade im Anschluss der Fridays for Future-Demonstration gegen Kritik verteidigt. Die Einsatzkräfte hätten einige Demonstranten unter Anwendung einfacher körperlicher Gewalt von der Fahrbahn gebracht, nachdem diese auf mehrere Aufforderungen und die Androhung unmittelbaren Zwangs nicht reagiert hätten, teilte Pressesprecher Timo Zill am Samstag in einem Statement auf Twitter mit. "Die Einsatzkräfte haben dies im erforderlichen Maße, ruhig, besonnen und professionell durchgesetzt."

Auf Twitter waren zuvor Videos und Bilder des Einsatzes verbreitet worden. Nutzer warfen der Polizei die Anwendung sogenannter Schmerzgriffe vor. In einem Video ist etwa zu sehen, wie Polizisten einen Demonstranten in einen Spezialgriff nehmen, seinen Kopf zur Seite drehen und ihn wegtragen. In einem anderen Video ist zu sehen, wie ein Polizist eine Teilnehmerin einer Sitzblockade festhält, während ein anderer offenbar schmerzhafte Griffe an ihrer Hand anwendet.

"Werden Schmerzgriffe bei Kindern eingesetzt?"

"Ich halte das für rechtswidrig! Verhältnismäßigkeit ist Vorschrift", schrieb die Bundestagsabgeordnete Renate Künast (Grüne) unter einem Videobeitrag. "Eine Klima-Sitzblockade so brutal anzugehen ist echt das Letzte", äußerte sich Emily Laquer von der vom Verfassungsschutz beobachteten Interventionistischen Linken auf Twitter. Weitere Kommentatoren erklärten, dass es sich bei vielen Teilnehmern an Protestaktionen um Minderjährige gehandelt habe. "Werden Schmerzgriffe bei Kindern eingesetzt?", hieß es in einem Kommentar.
 

 
Zur Sitzblockade aufgerufen hatte das Bündnis "Sitzenbleiben!", ein Zusammenschluss aus den Gruppen "Ende Gelände Hamburg", der Interventionistischen Linken Hamburg und anderer Initiativen. Bei der Fridays for Future-Demonstration waren zuvor nach Angaben der Polizei 70.000 Menschen friedlich für den Klimaschutz auf die Straße gegangen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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