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Israels Botschafter sieht Demokratie in Deutschland gefährdet

Nach Angriff in Hanau  

Israels Botschafter sieht Demokratie in Deutschland gefährdet

27.02.2020, 05:21 Uhr | dpa

. Jeremy Nissim Issacharoff (Archivbild): Israels Botschafter hat sich nach dem Angriff in Hanau zu rechter Gewalt geäußert. (Quelle: imago images)

Jeremy Nissim Issacharoff (Archivbild): Israels Botschafter hat sich nach dem Angriff in Hanau zu rechter Gewalt geäußert. (Quelle: imago images)

Nach dem rassistischen Anschlag in Hanau sieht der israelische Botschafter in Deutschland die Demokratie in Gefahr. Er appelliert an Juden und Muslime, ihre Religionszugehörigkeit nicht zu verstecken.

Nach dem Anschlag von Hanau warnt der israelische Botschafter in Deutschland vor fatalen Folgen für die Demokratie hierzulande. "Keine demokratische Gesellschaft kann überleben, wenn Minderheiten permanent bedroht oder geschädigt werden. Der Holocaust hat uns allen gezeigt, wohin ein solcher Hass führt und welche schrecklichen Folgen er haben kann – und genau darum geht es jetzt", sagte Jeremy Issacharoff der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). Eine offene Gesellschaft könne viele Dinge tolerieren, aber niemals Gewalt. Das habe sich aber in den vergangenen Jahren geändert. "Die Menschen beginnen wieder gewalttätig gegen Minderheiten, gegen Juden und Muslime zu handeln. Aus Worten werden Taten."

Mit Blick auf die antisemitischen und rassistischen Anschläge im Oktober in Halle und vor einer Woche in Hanau appellierte Issacharoff an Juden und Muslime, ihre Religionszugehörigkeit nicht zu verstecken. "Keine Kippa oder keine muslimische Kopfbedeckung zu tragen, seinen Bart zu rasieren, würde auch bedeuten, das Problem zu verbergen. Wir müssen alle schützen, Terrorismus und Hass eindämmen und eine offene Gesellschaft bewahren, in der wir unsere Vielfalt feiern können."

Issacharoff kritisierte überdies die AfD. "Für mich ist es einfach nicht haltbar, Kontakte zu dieser Partei zu haben, die zumindest eine Nostalgie für die Nazi-Vergangenheit hat."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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