Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Wolfsburg: 22 Coronavirus-Tote — Ermittlungen in Pflegeheim

Misstände bei Versorgung?  

22 Corona-Tote: Ermittlungen in Wolfsburger Pflegeheim

02.04.2020, 19:16 Uhr | dpa

Wolfsburg: 22 Coronavirus-Tote — Ermittlungen in Pflegeheim. Wolfsburg: In Schutzkleidung stehen Pflegekräfte am Hanns-Lilje-Heim. In dem Heim sind 22 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. (Quelle: dpa/Peter Steffen)

Wolfsburg: In Schutzkleidung stehen Pflegekräfte am Hanns-Lilje-Heim. In dem Heim sind 22 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. (Quelle: Peter Steffen/dpa)

22 Menschen sterben in Folge des Coronavirus in Wolfsburg in einem Pflegeheim. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf "fahrlässige Tötung". 

Nach den Coronavirus-Todesfällen in einem Wolfsburger Seniorenheim ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Anlass war eine Strafanzeige, in der Pflegemissstände im betroffenen Hanns-Lilje-Heim angeprangert wurden, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag sagte. Das Ermittlungsverfahren richte sich nicht gegen die Verantwortlichen der Diakonie Wolfsburg, sondern gegen unbekannt.

Zur weiteren Klärung will die Staatsanwaltschaft Patientenakten des Heims einsehen. Eine Befragung des Rechtsanwalts, der die Anzeige gestellt hat, solle außerdem ergeben, wie stichhaltig die Vorwürfe sind. "Sollte es sich um bloße Angaben vom Hörensagen handeln, also ohne verlässliche, identifizierbare Quelle, werden die Ermittlungen sicherlich erschwert, weil es dann keinen konkreten Ermittlungsansatz gäbe", betonte der Sprecher.

"Katastrophale hygienische Zustände"

Der Rechtsanwalt berief sich einem Bericht der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" zufolge auf Hinweise von Diakonie-Beschäftigten über Missstände in Pflegeheimen. Er erhob schwere Vorwürfe gegen die Diakonie, dort herrschten "katastrophale hygienische Zustände". Der Besucherstopp in den Heimen sei zu spät gekommen.

Die Diakonie weist die Vorwürfe von sich. Auch die Behörden konnten bei einer Begehung keine Mängel erkennen, wie Krisenstabsleiter Lothar Laubert am Montag sagte. "Der Betreiber hat alles Mögliche veranlasst, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten." Mit Stand Mittwochabend waren in dem Heim 22 Menschen gestorben, nachdem sie sich mit dem Coronavirus infiziert hatten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal