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Facebook-User verteidigen Rauswurf einer Putzfrau im Seniorenheim

Von Charlotte Janus

Aktualisiert am 02.09.2020Lesedauer: 3 Min.
Reinigungswagen in einem Seniorenheim
Reinigungswagen in einem Seniorenheim: Die K├╝ndigung einer Reinigungskraft sorgt f├╝r Furore. (Quelle: CasarsaGuru/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Die Putzfrau eines Seniorenheims f├╝hlte sich nach dem Besuch einer Corona-Demo krank. Weil Sie einen Test verweigerte, erhielt sie die K├╝ndigung. Das zog viele kontroverse Reaktionen nach sich. Die t-online-Facebook-User sind sich in ihrem Urteil aber recht einig.

Am Wochenende hatte die Reinigungskraft eines Seniorenheims in Itzstedt (Schleswig-Holstein) an Corona-Kundgebungen in Berlin teilgenommen und sich danach krank gef├╝hlt. Einen Test machen wollte sie aber nicht. Daher zog ihr Arbeitgeber Konsequenzen und k├╝ndigte ihr fristlos. Die Einrichtung hat sehr viele Reaktionen auf ihre Entscheidung erhalten. Erst vornehmlich negative, doch inzwischen wohl auch viele positive. t-online hat am Dienstag ├╝ber den Fall berichtet. Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Auf unserer Facebook-Seite haben Hunderte t-online-Leser den Artikel kommentiert. Das Thema bewegt eindeutig die Gem├╝ter. Auch wenn sich unter den Kommentatoren einige Corona-Skeptiker befinden, die sich kritisch ├Ąu├čern, so h├Ąlt der ├╝berwiegende Teil der Nutzer die Entlassung f├╝r gerechtfertigt.

Pro: Die Gesundheit der Bewohner darf nicht riskiert werden

Ein gro├čer Teil der User ├Ąu├čert Verst├Ąndnis f├╝r den Arbeitgeber. F├╝r sie stehen gesundheitliche Gefahren, die durch das Verhalten der Mitarbeiterin in die Einrichtung getragen werden k├Ânnten, im Vordergrund.

Userin Sabine schreibt in ihrem Kommentar: "Wie soll man jemanden im Altenheim besch├Ąftigen, der den Schutz der Menschen, die dort wohnen, anzweifelt, und sich daran nicht h├Ąlt? Demokratie bedeutet nicht, dass es keine Regeln gibt. Im Gegenteil f├╝r die Freiheit aller muss die Freiheit des Einzelnen zur├╝ckstehen." F├╝r Nutzerin Sylvia ist die Sache ebenfalls ganz klar. Sie sagt: "Die Gesundheit von Menschen ist keine Meinung und dar├╝ber wird nicht diskutiert." Auch Katharina kann die Kritik am Vorgehen des Arbeitgebers nicht nachvollziehen: "Jetzt meckern alle, aber wenn sie Corona in ein Altenheim geschleppt h├Ątte und alte Menschen daran gestorben w├Ąren, dann w├Ąre das Theater noch gr├Â├čer."

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User Matthias w├╝rde ein so rigides Vorgehen am liebsten sogar noch verbreiteter sehen: "Super, das k├Ânnte man noch auf andere Arbeitspl├Ątze ausdehnen, da diesen egoistischen, r├╝cksichtslosen Menschen jegliche Bereitschaft fehlt zum Schutz ihres Umfeldes beizutragen."

Selbst unter denjenigen, die den Corona-Ma├čnahmen an sich eher kritisch gegen├╝berstehen, wird Verst├Ąndnis f├╝r die Entscheidung ge├Ąu├čert. Der Grund: Es handelt sich um eine Senioreneinrichtung, wo viele besonders gef├Ąhrdete Menschen auf engem Raum leben. User Thomas macht dies in seinem Kommentar deutlich: "Na ja, ich bin ja auch gegen den ganzen Corona Irrsinn, wenn ich zu meiner Mutter ins Altenheim gehe, setze ich auch Maske auf und der Grund ist ja nicht die Demo, sondern weil sie den Test verweigert hat."

Contra: Einschr├Ąnkung der Freiheit und keine gesundheitliche Gefahr

Die wenigen User, die sich kritisch ├Ąu├čern, sehen in dem Rauswurf eine Einschr├Ąnkung der individuellen Freiheiten: Userin Binaca sagt: "Eine der wichtigsten Regeln ist das Recht auf Versammlungsfreiheit, Demonstrationsrecht und das Recht, die Regierung ├Âffentlich zu kritisieren. Die Putzfrau hat niemandes Freiheit eingeschr├Ąnkt, sondern der Arbeitgeber." Dabei wird aber ├╝bersehen, dass die Entlassung nicht infolge der Demonstration, sondern wegen des verweigerten Corona-Tests erfolgte.

Zudem stellen sich einige User die Frage, wie hilfreich Tests als Momentaufnahme sind. User Norbert ├Ąu├čert sich beispielsweise dazu. Er schreibt: "Jedoch m├╝ssen dann alle Arbeitnehmer in Heimen und Krankenh├Ąuser t├Ąglich getestet werden. Man kann sich jederzeit und ├╝berall in der ├ľffentlichkeit anstecken."

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Die Kommentare zeigen in Summe eines ganz deutlich: Die User machen sich gro├če Sorgen um die Sicherheit der Bewohner des Seniorenheimes.

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