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Bericht: "Gruppe S." wollte mit Kriegswaffen den Bundestag angreifen

Mutmaßliche Terrorgruppe  

"Gruppe S." wollte Bundestag mit Kriegswaffen stürmen

06.04.2021, 12:51 Uhr | dpa

Bericht: "Gruppe S." wollte mit Kriegswaffen den Bundestag angreifen. Der Reichstag in Berlin: Eine mutmaßlich rechtsextreme Gruppe soll den Reichstag ins Visier gefasst haben. Das Ziel, auch mit weiteren Angriffen: "bürgerkriegsähnliche Zustände" in Deutschland.   (Quelle: imago images/Jürgen Ritter)

Der Reichstag in Berlin: Eine mutmaßlich rechtsextreme Gruppe soll den Reichstag ins Visier gefasst haben. Das Ziel, auch mit weiteren Angriffen: "bürgerkriegsähnliche Zustände" in Deutschland. (Quelle: Jürgen Ritter/imago images)

Mit Maschinenpistolen und Handgranaten soll die "Gruppe S." einen Anschlag auf Politiker geplant haben. Ein konkretes Ziel hatten sie offenbar auch schon. 

Die mutmaßliche rechtsextreme Terrorvereinigung "Gruppe S." hat laut eines Berichts offenbar den Bundestag als Anschlagsziel auserkoren. Das berichten das ZDF-Magazin "Frontal 21" und die "Stuttgarter Nachrichten". Anführer Werner S. habe in einer Chatgruppe geschrieben, er plane den Aufbau einer etwa 1.000 Mann starken Miliz, mit der er dem "ganzen Spuk (...) ganz zügig ein Ende bereiten" wolle. Er habe auf einen Schlag alle Politiker "im Reichstag ausschalten" wollen. S. plante demnach außerdem, viele Moscheen in Deutschland gleichzeitig anzugreifen und Gläubige beim Freitagsgebet zu ermorden.

Bereits im August hatte t-online berichtet, dass S. kurz vor seiner Festnahme im Februar 2020 noch dabei gewesen war, eine Kalaschnikow, eine Maschinenpistole und Handgranaten zu kaufen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Der Plan: Politiker und Muslime ausschalten

Bei Razzien fand die Polizei laut dem neuen Bericht bereits fast 30 erlaubnispflichtige Schusswaffen. Die Kriegswaffen sollten demnach bis zum Sommer dazukommen. Der Präsident des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, Ralf Michelfelder, bestätigte den Medien den geplanten Waffenkauf: "In der Tat haben die Tatverdächtigen sich Waffen besorgen wollen oder auch besorgt, um für diesen Terroranschlag vorbereitet zu sein", sagte er laut Mitteilung.

Ziel der Gruppierung soll es nach früheren Ermittlerangaben gewesen sein, durch Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Moscheen in Deutschland "bürgerkriegsähnliche Zustände" herbeizuführen. Die Zelle soll beabsichtigt haben, die Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik "zu erschüttern und letztlich zu überwinden". Ziele der Anschläge sollen Berichten zufolge unter anderem die Grünen-Politiker Anton Hofreiter und Robert Habeck gewesen sein.

Das ZDF und die "Stuttgarter Nachrichten" zitieren den Grünen-Bundestagsabgeordneten Cem Özdemir mit der Forderung, dieser vernetzte Terrorismus müsse ernst genommen werden. "Die Gruppe S. wollte Mitglieder des Deutschen Bundestages liquidieren, prominente Politiker umbringen und dadurch eine Art Chaos in der Republik erzeugen, Angst und Schrecken erzeugen", sagte Özdemir laut dem Bericht. 

Am 13. April soll in Stuttgart der Prozess gegen zwölf Verdächtige beginnen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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