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Apothekerverband: Astrazeneca wird in vielen Arztpraxen knapp

Apothekerverband warnt  

Astrazeneca wird in vielen Arztpraxen knapp

13.05.2021, 12:43 Uhr | dpa

Apothekerverband: Astrazeneca wird in vielen Arztpraxen knapp. Eine Ärztin impft eine Patientin gegen das Coronavirus: In den Praxen droht der Impfstoff von Astrazeneca auszugehen. (Quelle: dpa/Christoph Schmid)

Eine Ärztin impft eine Patientin gegen das Coronavirus: In den Praxen droht der Impfstoff von Astrazeneca auszugehen. (Quelle: Christoph Schmid/dpa)

Erst war der Corona-Impfstoff von Astrazeneca unbeliebt, nun wird er knapp. Wegen der starken Nachfrage kann der Großhandel die Bestellungen von Ärzten derzeit nicht komplett bedienen. Das sorgt für Verärgerung.

Seit der Freigabe von Astrazeneca für alle wird der Impfstoff nach Angaben des Apothekerverbands Nordrhein in vielen Arztpraxen knapp. "Der Impfstoff von Astrazeneca wird so stark nachgefragt, dass die bereitgestellten Mengen nicht mehr ausreichen", sagte der Verbandsvorsitzende Thomas Preis der "Rheinischen Post".

Teilweise habe der Großhandel die Bestellungen, die die Ärzte über die Apotheken eingereicht hätten, um 80 Prozent reduzieren müssen. "Viele Ärzte sind sehr verärgert, denn bereits bestehende Impftermine müssen nun storniert werden", berichtete Preis.

Verkürzte Impfabstände als Grund

Zur erhöhten Nachfrage trägt demnach bei, dass die zweite Dosis nun bereits nach vier Wochen verabreicht werden kann. "Die Verkürzung der Impfabstände auf vier Wochen macht den Impfstoff für junge Menschen attraktiv. Sie wollen bei den anstehenden Lockerungen durch einen kompletten Impfschutz gut vorbereitet sein", sagte Preis. "Medizinisch gesehen wäre es besser, sich erst nach zwölf Wochen die Zweitimpfung geben zu lassen."

Bund und Länder hatten die Priorisierung mit einer festen Vorrangliste für Astrazeneca Anfang Mai aufgehoben. Einer Auflistung des Bundesgesundheitsministeriums zufolge sollen in der kommenden Woche 843.250 Dosen geliefert werden. In dieser Woche sind es demnach 862.430.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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